Pyrotechnik legalisieren - Emotionen respektieren!

  • Bei uns, also durch unsere Pyromanen, ist sowas gottseidank, noch nicht vorgekommen.

    Pfeife nie die eigene Mannschaft aus.

    Gehe nie vor Abpfiff aus dem Stadion.

    Mache niemals einen aus dem Team zum Sündenbock.

    Heiserkeit ist der Muskelkater der Unioner.

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    Vielleicht reicht es ja irgendwann nicht mehr, nur im Block zu zündeln und die ersten Fackel fliegen Richtung Schiedsrichter, Torwart, usw, wenn man mit Entscheidungen nicht einverstanden ist.

    ...

    Genau hier zeigst du eine der Grenzen auf.

  • Als ob es ein ernsthaftes Interesse seitens der Verbände daran gäbe Pyro zu unterbinden.

    Dieses Interesse ist in etwa so groß, wie das von privaten "Blitzer"-Unternehmen, dass sich Verkehrsteilnehmer an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten.

    Diese ganze Pyro-Diskussion ist so was von verlogen.

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    Vielleicht reicht es ja irgendwann nicht mehr, nur im Block zu zündeln und die ersten Fackel fliegen Richtung Schiedsrichter, Torwart, usw, wenn man mit Entscheidungen nicht einverstanden ist.

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    Genau hier zeigst du eine der Grenzen auf.

    Und ignoriert dabei das es bei unseren Jungs klare Regeln gibt, die schon weit vorher Grenzen aufzeigen und das eben auch schon seit Jahren.


    Ist also dann auch nur Stimmungs- und vorallem Panikmache, fern jedweder Grundlage.


    Edit, weil man hier ja haarklein alles schreiben muss bevor irgendwas verdreht wird: Zumindest bei uns und das sollte ja Thema sein, das andere bekloppt sind haben sie ja auch schon bei uns bewiesen (Hertha mit Raketen zum Beispiel). Da sind dann auch Pyro-Befürworter klar dagegen.

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  • Dass Grenzen möglicherweise aufgezeigt werden will und kann ich nicht in Abrede stellen, weil mir dazu keine internen Info vorliegen. Aufzeigen ist aber nicht gleichbedeutend mit sich-daran-halten.


    Es ist doch unbestritten, dass es auch bei Union schon mehrfach nicht beim Aufzeigen blieb. Regelmäßig wurde danach bei aufkommender Kritik relativiert, es wurden Gründe zur Rechtfertigung gesucht, anstelle diese Aktionen dann auch mal im Mitgliederkreis zu thematisieren. Es fällt mir schwer, an die vielbeschworene „interne Aufarbeitung“ zu glauben und dieser - falls sie wirklich kritisch erfolgte - zu vertrauen.


    Deinen Standpunkt hast Du mehrfach ausführlich bis ausführlichst dargelegt. Was mir fehlt, ist allerdings das auch nur minimale Verständnis für die Gegenseite, zu der ich mich auch zähle. Mit Pyro jedweder Art, ob im Stadion oder zu Silester, kann ich nichts anfangen. Im Stadion sind das geplante Emotionen, was an sich schon einen Widerspruch darstellt.


    Was ich Dir allerdings mehr als zugutehalte ist Deine Art, Dich in Diskussionen einzubringen. Du bist nie polemisch oder zynisch. Ab und zu zwar etwas ironisch und stichelnd, was aber auch zeigt, dass Du Dich selber - im Gegensatz zu einigen wenigen anderen hier - nicht zu wichtig nimmst.

  • Wie so oft: nur weil ich etwas nicht schreibe, heißt das doch nicht das mir das Verständnis für die andere Seite fehlt. Ich muss doch nicht (in den oft eh schon langen Texten) noch anführen das ich die andere Seite verstehe, nur damit mir das nicht noch angelastet wird.


    Ich kann einige Standpunkte schon sehr gut nachvollziehen, auch das man Pyro nicht braucht. Was mir dann aber schwer fällt nachzuvollziehen sind eben Aussagen wie ungefragt neben einem zu zündeln. Mal ganz vereinfacht gesagt reden wir von einem 22.000 Zuschauer-Stadion, abzüglich der Gäste sind ca. 20.000 Plätze für Unioner. Dann davon zu sprechen das ungefragt neben einem gezündelt wird ist eben bisschen absurd, wenn es 99% in einem ca. 2.000-Zuschauer-Block passiert und ich 18.000 andere Möglichkeiten habe mich anders zu positionieren. Genau DA hört dann eben mein Verständnis auf. Oder eben wenn jmd mit Lügen um die Ecke kommt, die Mitgliederbeschlüsse komplett ignorieren. Genau DORT fehlt dann nämlich das Verständnis auf der anderen Seite.


    Zum Thema Pyro und Emotionen... Ja teils hast du schon Recht, das geplante Aktionen sich widersprechen mit Emotionen freien Lauf lassen. Allerdings macht genau das die Aktionen auch weniger gefährlich. Hab es andernorts schon erlebt das gezündelt wurde wie man wollte, was teilweise fast in die Hose ging für andere und damit endete das der eine oder andere für seine "Emotionen" von den eigenen Leuten eine rein bekam.

    Auch muss man sagen: die Emotionen werden doch in ganz Deutschland schon raus genommen. So ist die Ultrakultur hier. Durchstrukturiert bis in's kleinste Detail, auf den Spielverlauf wird kaum noch Bezug genommen, Hauptsache es wird durchgesungen. In anderen Stadien als bei uns bist du dann halt schon Operetten-Publikum, wenn du im Sitzplatzbereich bist und jubelst bei Aktionen oder mal Frust raus lässt. Mittlerweile fahr ich lieber in's Ausland, weil für mich die Ultrakultur (auch unsere) mehr kaputt macht als tatsächlich Stimmung rein zu bringen, wenn ich 90min durchsingen will ohne Rücksicht auf ein Geschehen warum ich eigentlich da bin, dann melde ich mich für 'nen Chor an. Bei uns finde ich es mittlerweile sogar ganz schlimm, weil das schon extrem Richtung Chor geht, da werden selbst die ehemaligen knackigen Lieder verlangsamt damit es "besser" klingt. Aber auch hier: kann jeder seine eigene Meinung dazu haben, meins ist es nicht, daher belästige ich hier auch keinen weiter damit und schaue mich nach Dingen um die mir dann eher liegen. Und genau da schließt sich dann eben auch der Kreis. Wenn ich es gebacken bekomme mich anderweitig zu orientieren, weil ich mit einigen Dingen Probleme hab, dann kann ich doch auch erwarten das andere sich auch entsprechend verhalten. Natürlich nicht zu 'nem anderen Verein gehen, aber eben bei der Wahl des Standortes mit einbeziehen das manche Bereiche eben nicht dem entsprechen was man sich selbst so vorstellt. Ist wie ich finde eben nicht zu viel verlangt. Gerade bei Union nicht, wo es noch NIE die eine richtige Meinung gab, sondern schon immer viele unterschiedliche Meinungen aufeinander prallten und Union der gemeinsame Nenner war.


    Wo ich dir uneingeschränkt zustimme ist die Aufarbeitung. Gerade nach Stockholm im Test damals müsste eigentlich nach dem Ding in der EL viel mehr kommen...

  • gibt da bestimmt so ein ungeschriebenes Gesetz zwischen DFB und Vereinen und Vereinen und Ultras, außer Geldstrafen gibt es ja keine weiteren Sanktionen zb Punktabzüge oder Platzsperren ,und gegen die eigenen Ultras Strafen zu verhängen halten sich die Vereine doch sehr zurück.

  • Mal ehrlich, Pyro erlauben ist laaaangweilig - dagegen.

    Pyro-Strafen müßten nachvollziehbar sein - keine Bauchentscheidung irgendeines Funktionärs - Katalog - Excel Tabelle.

    Fußball ohne Ultras - bitte nicht - Union Ultras sind mega geil - ohne sie - absolut nichts los im Stadion und auswärts erst recht. Ich liebe die Union Ultras, da sie auch extrem nett und kreativ sind. Kann auch nichts negatives sagen - immer cool, nie den Bogen überspannt - eine richtig gut organisierte Fangemeinde. Wenn es Vorfälle gab - stets konstruiert und von außen gesteuert - absolut lächerlich.


    Das einzige, was mir nicht gefällt - man begrüßt die gegenerische Mannschaft und den Gästeblock mit leichtem Applaus (außer von bestimmten Vereinen, kennt jeder, nich die von Bullenpisse, Dresden und ..... - kann sich jeder aussuchen) - sind auch Fans, auch Berufsfußballer - Teil des Systems. Das wäre viel geiler - weil der echte Kampf auf dem Platz statt findet - mit der Unterstützung - der Ultras - die ein Fußballspiel zum Erlebnis machen - insbesondere die vom 1. FC Union Berlin !

    Nächste Saison - mehr Mattuschka- Fußball an der Alten Försterei, Champions League ist nicht mehr ... kein Verlust.

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  • Vielleicht reicht es ja irgendwann nicht mehr, nur im Block zu zündeln und die ersten Fackel fliegen Richtung Schiedsrichter, Torwart, usw, wenn man mit Entscheidungen nicht einverstanden ist.

    ein klassisches Beispiel dafür, dass man endlich den Becherkonsum abschaffen sollte, die fliegen ja regelmäßig...

    ansonsten schöne Polemik und Schubladen....


    "du wirst es nie verstehn.....

    schalalalalalala...."

  • Nun ja, ist schon etwas länger her, aber auch bei uns gab es schon Pyros die aufs Spielfeld geflogen sind. Nie gezielt auf Personen, einfach nur um das "Corpus delicti" loszuwerden. Ist wie gesagt schon länger her und wird glücklicherweise so auch nicht mehr praktiziert. Wirft man eine Fackel aufs Spielfeld, gibt man die Verantwortung für diese ab, und das kann gefährlich werden. Ich hab da noch sehr lebhaft eine Situation in Babelsberg in Erinnerung. Eine Fackel flog aufs Spielfeld, nicht in Richtung von Personen, sie landete einfach nur im Babelsberger Strafraum. Was macht der Babelsberger Keeper? Hebt das Ding auf und wirft es zurück in den vollbesetzten Block. Zum Glück ist niemand zu Schaden gekommen.

    Was möchte ich mit diesem Post sagen? Ganz einfach, so wie der Umgang mit Pyro bei uns schon lange praktiziert wird, sprich während der kompletten Brenndauer haben die Zündler die Kontrolle darüber, ist es für mich völlig in Ordnung. Und wenn ich hier von Kontrolle schreibe, heißt das für mich auch, sie übernehmen die volle Verantwortung für ihr Tun. Alles cool also.

  • ich glaube viel mehr, beim dfb und den veranstaltern von fußball in dtl. rauchen gerade die Köpfe...:

    welche geniale, marketingrelevante, umsatzsteigernde und investorenfördernde Strategie hinter der Pyroshow von der uefa stecken könnte (von der sie im moment noch nix wissen...),

    oder ob die bei der uefa tatsächlich alle total verblödet sein müssen (doch das wussten sie ja eigentlich schon...)

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  • Vielleicht macht Rheinmetall bei Doofmund ja auch mal 'ne Pyro. Dann brauchen die Gegner in Zukunft nicht mehr gegen die Süd anspielen und der Rasen ist danach auch besser belüftet.