Horst Heldt

  • wenn ich so einen Quatsch von Umbruch und langem Prozess immer lesen muss frage ich mich, wie andere Vereine das machen. Es gibt etliche Vereine, die in jedem Sommer locker 10 bis 15 Spieler austauschen und die es trotzdem auf die Reihe bekommen, dass am Ende halbwegs ansehnlicher Fußball bei raus kommt. Wo dann auch mal 4-5 Kurzpässe gespielt werden, die beim eigenen Mitspieler ankommen und Tore auch mal durch die Mitte rausgespielt werden und nicht immer nur nach ruhenden Bällen fallen.

    Nehmen wir mal die Augsburger als Beispiel. Da gibt es jetzt bereits inklusive Leihen und Profiverträgen für Jugendspieler 17 Zugänge und 18 Abgänge. Trotzdem spielen die Jahr für Jahr attraktiveren Fußball als wir. Freiburg hat gerade 2 Mittelfeldspieler für insgesamt 85 Millionen € (!) nach England verkaufen können. Da weiß man, wie vernünftiges Management funktioniert.

    Ein Umbruch setzt aktives Handeln des verantwortlichen Managers im Zusammenspiel mit den Trainern voraus. Wenn ich wirklich etwas ändern will reicht es nicht, nur den Trainer zu tauschen und abzuwarten was passiert. Ich muss einen Kader aufbauen, der die Spielidee des Trainers auch umsetzen kann und will.

    Von den 18 "Zugängen" bei Augsburg sind 11 Leih-Rückkehrer und von den 17 Abgängen sind ebenfalls 4 Leihenden und 4 Neuleihen + 1 Spieler, der in die zweite Mannschaft geht. Sollte man vielleicht dazusagen. Darüber hinaus hat Augsburg damit aktuell ein Transferdefizit von über 6 Millionen.

    Das können/wollen wir uns vielleicht in der Form aktuell nicht leisten. Und ob das Augsburger Modell dann langfristig solide ist, wird sich in den nächsten Jahren zeigen.


    Freiburg auch mit einem großen Pool an Leihspielern - aktuell 4 Neuzugänge + 2 Aufrücker aus der Zweiten. Transferüberschuss von über 50 Millionen und grundsätzlich ein völlig anderes Modell als Augsburg.


    Also ganz so simpel ist es nicht. Und Vereine die langfristig sportlich stabil sind und zusätzlich noch solide wirtschaften, die haben das alle nicht von heute auf morgen entwickelt und schon gar nicht mit "wir kaufen uns mal jedes Jahr eine neue Truppe zusammen".

  • Kann das von ihm Gesagte soweit alles nachvollziehen.

    Es ist ein Prozess, definitiv. Und zwar keiner, der mit Beginn der jetzt kommenden Saison abgeschlossen sein wird, sondern einer, der dann immer noch in den Kinderschuhen steckt. Bin auf Grund seiner Andeutungen auf jeden Fall gespannt, was wir auf dem Transfermarkt noch bewegt bekommen.

    Ja, das wird ein langwieriger Prozess, der sich über mehrere Transferperioden zieht.

    Wahrscheinlich sogar über Jahrzehnte, ach was..... über ein Jahrhundert ! Der Kölner Dom ist hier ein gutes Beispiel. 😁

  • ist alles richtig. Und daran sollte man sich ein Beispiel nehmen, vor allem an Freiburg die seit Jahren sowohl sportlich als auch wirtschaftlich hervorragende Arbeit leisten. Keine Luftschlösser planen sondern über Jahre ein wirtschaftlich stabiles Fundament aufbauen. Gute Jugendarbeit zusammen mit gutem Management.

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  • Wieviele Trainer hatten die in den letzten Jahren?

    5.2:11


    2:1-09-2014


    27.05.2019


    Ich spreche fließend ironisch und das mit sarkastischem Akzent.


    Bitte nicht knuddeln, ich habe Liebkose-Intoleranz



  • Hast du eigentlich mitbekommen was Union Infrastrukturell und Sportlich in den letzten zwanzig Jahren in einem wirtschaftlich schlechteren Umfeld als Freiburg, die sich ihr neues Stadion von der Stadt haben hinstellen lassen auf die Reihe bekommen hat?

    Freiburg ist sicher ein Vorbild, aber wenn nicht wir sind auf diesem Weg.

    Wer plant Luftschlösser?

    Geh mal an die frische Luft am Wochenende und mach mal einen Spaziergang vom Bruno Bürgel Weg zur Hämmerlingstraße an der Alten Försterei vorbei, dass ist ein Investitionsvolumen von mindestens 200 Millionen Euro das neue Stadion mit eingerechnet.

    Welcher Verein hat in den letzten zwanzig Jahren vergleichbares aufzuweisen?

    In Erinnerung an die im WKll gefallenen Spieler vom FC Viktoria Schneidemühl u.a. mein Großvater Paul Dumke

  • Er hatte ja nun lediglich von einem Beispiel gesprochen, dass man sich da nehmen könnte (und wenn es nur Teilaspekte sind, weil Freiburg ist Freiburg und wir sind wir). Aber ich wüsste beim besten Willen nicht, warum man nicht bei anderen mal schauen sollte/dürfte, was bei denen gut funktioniert, warum das so ist und ob man die Erkenntnisse nicht zu Teilen für sich nutzen könnte. Dümmer macht das jedenfalls nicht. Da muss man ja nun nicht gleich die nächste abwehrende Eigenlob-Hymne anstimmen, als hätte es gerade wieder einen Generalangriff auf unseren Verein gegeben.

    Wenn mir jemand rät, mir vielleicht etwas von jemand anderem anzunehmen/abzuschauen, was mich persönlich im Leben "vorwärts" bringt, entgegne ich ja auch nicht mit einer Litanei darüber, was ich schon alles hinbekommen habe in der Vergangenheit und was ich doch für ein toller Hirsch bin. Dann überlege ich in Ruhe, ob da was dran ist und entscheide dann für mich, ob ich davon etwas für mich herausziehen kann oder eben nicht.

  • danke Wendenschlosser . Hin und wieder muss man ( ich auch manchmal) sich gewahr werden was wir in den letzten 20 Jahren gerockt haben. Und dabei, trotz des berühmten Spagats zwischen Vereinsidentität und sportlichen Erfolg, bei dem Eier blank hängen, wurde vieles bewahrt und Neues geschaffen. Aufstieg, International, Stadionprojekt, Frauen in Liga 1, NLZ ...

    Und ja, ich hasere manchmal mit Spielentwicklung, oft mit der Monotonie auf den Rängen durch die Einseitigkeit der ehemals vielfältigen Stadionatmosphäre.

    Und ja,wir müssen Vieles hinterfragen, aber " dürfen " auch mal sagen: Geil.


    Ich war.jetzt 6 Wochen mit dem Fahrrad - gut als Unioner erkennbar - im eher wenig Fussballaffinen Nordosten unterwegs.

    Aber es gab oft Fussballgespräche, bei Stadionbesuchen sowieso aber eben auch auf Campingplätzen, Bars oder auf der Fähre. Mit Menschen verschiedener Generationen. Und irgendwie ein schönes Gefühl wenn.der kleine Rumpelclub der jagrzehntelang gegen Henningsdorf, Stahl Riesa, Oberhausen oder maximal Kaiserslautern gemaukt hat, anderswo mit teils begeisterten Worten als der Club identifiziert wird mit dem Stehplatzkultur, Stadionbauer, lauter Support, Fanaktien einhergeht.

    Fußball ist VOLKSEIGENTUM. Das Recht auf Fußball ist UNANTASTBAR.

  • Und das alles hat Horst Heldt geschafft, weil in diesem Thread geht es um ihn.

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  • Die hatten ja auch einen starken Sponsor. Haben wir Einen, der uns mal schnell so 60 Millionen gibt für Neuverpflichtungen? Glaube nicht. Das müsste man dann aber Zingler anrechnen, die falschen Sponsoren an Land gezogen zu haben.

    Die hatten keinen Sponsor die hatten Jahre vorher ihre Profis ausgegliedert und Anteile verkauft. Das waren also Investorengelder für die der "Sponsor" auch was bekam und kein reines Geld geben.

    Das macht dann schon 'nen Unterschied.


    Stuttgart hat keinen Sponsor der einfach mal 60Mio raus rückt, also macht Zingler in der Hinsicht auch nichts falsch.

    Und was ist mit den Porsche-Millionen?

  • Was die Entwicklung der Infrastruktur anbelangt, hast du natürlich vollkommen Recht. Allerdings wird mir beim Blick auf unseren aktuellen Schuldenberg schon ganz schön mulmig. Insbesondere wenn man bedenkt, dass sich dieser zeitnah durch die Finanzierung des Stadionprojekts nochmal mehr als verdoppeln wird. Am Ende wird sich das auf über 250 Mio.€ belaufen. Das spielt aber in der öffentlichen Wahrnehmung und Debatte bisher gar keine Rolle.


    Wenn man dem Verein lang genug die Treue hält und auch in den sportlichen Niederungen schon dabei war, muss man aber einfach auch die Frage stellen (dürfen eher müssen), was passiert, wenn wir mit dem Schuldenberg sportlich absteigen und der stetige Strom an horrenden TV-Geldern versiegt?

    "Die Zeit ist nun gekommen, ihr werdet's alle sehn, der Erste FC Union wird nun endlich oben stehn."

  • Schulden isoliert zu betrachten macht wenig Sinn, sollte man dann den Werten gegenüberstellen die damit geschaffen werden.

  • Was die Entwicklung der Infrastruktur anbelangt, hast du natürlich vollkommen Recht. Allerdings wird mir beim Blick auf unseren aktuellen Schuldenberg schon ganz schön mulmig. Insbesondere wenn man bedenkt, dass sich dieser zeitnah durch die Finanzierung des Stadionprojekts nochmal mehr als verdoppeln wird. Am Ende wird sich das auf über 250 Mio.€ belaufen. Das spielt aber in der öffentlichen Wahrnehmung und Debatte bisher gar keine Rolle.


    Wenn man dem Verein lang genug die Treue hält und auch in den sportlichen Niederungen schon dabei war, muss man aber einfach auch die Frage stellen (dürfen eher müssen), was passiert, wenn wir mit dem Schuldenberg sportlich absteigen und der stetige Strom an horrenden TV-Geldern versiegt?

    Schulden isoliert zu betrachten macht wenig Sinn, sollte man dann den Werten gegenüberstellen die damit geschaffen werden.

    Die Frage ist aber auch, was diese Werte (fiktive Spielerbuchwerte, Wert eines Stadions) im Ernstfall nutzen, wenn die erwirtschaftete Kohle nicht mehr reicht, um die Kredite zu bedienen. Und genau darum geht es mir.

    "Die Zeit ist nun gekommen, ihr werdet's alle sehn, der Erste FC Union wird nun endlich oben stehn."

  • Schulden isoliert zu betrachten macht wenig Sinn, sollte man dann den Werten gegenüberstellen die damit geschaffen werden.

    Die Frage ist aber auch, was diese Werte (fiktive Spielerbuchwerte, Wert eines Stadions) im Ernstfall nutzen, wenn die erwirtschaftete Kohle nicht mehr reicht, um die Kredite zu bedienen. Und genau darum geht es mir.

    Spielerbuchwerte sind nicht fiktiv sondern real, fiktiv sind Marktwerte bei Transfermarkt. Ob die Kredite, oder wie auch immer das Stadion finanziert wird bedient werden können hängt wohl eher von der Auslastung des Stadions ab als vom Fernsehgeld was der Sport erwirtschaftet.

    Aber ohne Frage ist viel Fernsehgeld sicher hilfreich.

    p.s. außerdem dürften derzeit die Spielerbuchwerte in unserer Bilanz eine eher untergeordnete Rolle spielen da wir die meisten Spieler ohne oder mit sehr niedriger Ablöse geholt haben.

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  • Was die Entwicklung der Infrastruktur anbelangt, hast du natürlich vollkommen Recht. Allerdings wird mir beim Blick auf unseren aktuellen Schuldenberg schon ganz schön mulmig. Insbesondere wenn man bedenkt, dass sich dieser zeitnah durch die Finanzierung des Stadionprojekts nochmal mehr als verdoppeln wird. Am Ende wird sich das auf über 250 Mio.€ belaufen. Das spielt aber in der öffentlichen Wahrnehmung und Debatte bisher gar keine Rolle.


    Wenn man dem Verein lang genug die Treue hält und auch in den sportlichen Niederungen schon dabei war, muss man aber einfach auch die Frage stellen (dürfen eher müssen), was passiert, wenn wir mit dem Schuldenberg sportlich absteigen und der stetige Strom an horrenden TV-Geldern versiegt?

    Schulden isoliert zu betrachten macht wenig Sinn, sollte man dann den Werten gegenüberstellen die damit geschaffen werden.

    Diese Werte sind ganz schnell wertlos, wenn der sportliche Absturz kommt (mit dem man immer rechnen muss), sich dementsprechend die Einnahmen verringern und irgendwann die Gerichtsvollzieher Schlange stehen, weil man die Kredite nicht mehr bedienen kann. Der sportliche Erfolg ist doch das A und O, wenn du solche Projekte mit Krediten finanzierst (was übrigens völlig normal ist). Das mit dem Stadionausbau, dem NLZ usw. ist ja richtig und die Leistung dahinter ist absolut beeindruckend. Ich will auch absolut nichts davon schlecht reden.

    Trotzdem kann man doch mal neidvoll anerkennen, dass auch woanders sehr gute Arbeit geleistet wird und mal sehen, was die besser machen als wir.

    Übrigens haben woanders ähnliche Bauprojekte Vereine sportlich in den Abgrund gerissen. Guck dir Offenbach oder aktuell z.B. Aue an. Man muss den Spagat hinbekommen zwischen sportlichem Erfolg und Ausbau der Infrastruktur. Aktuell gelingt das ganz gut. Es wäre nur schön, wenn das auch so bleibt.

  • Die hatten ja auch einen starken Sponsor. Haben wir Einen, der uns mal schnell so 60 Millionen gibt für Neuverpflichtungen? Glaube nicht. Das müsste man dann aber Zingler anrechnen, die falschen Sponsoren an Land gezogen zu haben.

    Die hatten keinen Sponsor die hatten Jahre vorher ihre Profis ausgegliedert und Anteile verkauft. Das waren also Investorengelder für die der "Sponsor" auch was bekam und kein reines Geld geben.

    Das macht dann schon 'nen Unterschied.


    Stuttgart hat keinen Sponsor der einfach mal 60Mio raus rückt, also macht Zingler in der Hinsicht auch nichts falsch.

    Hä, Mercedes und Porsche sind keine starken Sponsoren. Und das Ländle um Hintergrund

  • Die hatten keinen Sponsor die hatten Jahre vorher ihre Profis ausgegliedert und Anteile verkauft. Das waren also Investorengelder für die der "Sponsor" auch was bekam und kein reines Geld geben.

    Das macht dann schon 'nen Unterschied.


    Stuttgart hat keinen Sponsor der einfach mal 60Mio raus rückt, also macht Zingler in der Hinsicht auch nichts falsch.

    Hä, Mercedes und Porsche sind keine starken Sponsoren. Und das Ländle um Hintergrund

    Porsche und Mercedes sind Investoren bei der ausgegliederten AG, beide halten jeweils rund 10% an der AG.

  • Die Frage ist aber auch, was diese Werte (fiktive Spielerbuchwerte, Wert eines Stadions) im Ernstfall nutzen, wenn die erwirtschaftete Kohle nicht mehr reicht, um die Kredite zu bedienen. Und genau darum geht es mir.

    Spielerbuchwerte sind nicht fiktiv sondern real, fiktiv sind Marktwerte bei Transfermarkt. Ob die Kredite, oder wie auch immer das Stadion finanziert wird bedient werden können hängt wohl eher von der Auslastung des Stadions ab als vom Fernsehgeld was der Sport erwirtschaftet.

    Aber ohne Frage ist viel Fernsehgeld sicher hilfreich.

    p.s. außerdem dürften derzeit die Spielerbuchwerte in unserer Bilanz eine eher untergeordnete Rolle spielen da wir die meisten Spieler ohne oder mit sehr niedriger Ablöse geholt haben.

    Real wäre für mich der Wert, den man im Ernstfall für einen Spieler bekommt, den man abgibt / abgeben muss. Ein Wert, der in einer buchhalterischen Liste auftaucht, ist für mich deshalb alles andere als real. Beispiel: der ablösefreie Transfers von Diogo zeigt ganz gut, dass da eine gewaltige Diskrepanz bestehen kann zwischen "das ist er wert" und "das bekommt man"...

    "Die Zeit ist nun gekommen, ihr werdet's alle sehn, der Erste FC Union wird nun endlich oben stehn."

  • Schulden isoliert zu betrachten macht wenig Sinn, sollte man dann den Werten gegenüberstellen die damit geschaffen werden.

    Diese Werte sind ganz schnell wertlos, wenn der sportliche Absturz kommt (mit dem man immer rechnen muss), sich dementsprechend die Einnahmen verringern und irgendwann die Gerichtsvollzieher Schlange stehen weil man die Kredite nicht mehr bedienen kann. Der sportliche Erfolg ist doch das A und O, wenn du solche Projekte mit Krediten finanzierst (was übrigens völlog normal ist). Das mit dem Stadionausbau, dem NLZ usw. ist ja richtig und die Leistung dahinter ist absolut beeindruckend. Ich will auch absolut nichts davon schlecht reden.

    Trotzdem kann man doch mal neidvoll anerkennen, dass auch woanders sehr gute Arbeit geleistet wird und mal sehen, was die besser machen als wir.

    Übrigens haben woanders ähnliche Bauprojekte Vereine sportlich in den Abgrund gerissen. Guck dir Offenbach oder aktuell z.B. Aue an. Man muss den Spagat hinbekommen zwischen sportlichem Erfolg und Ausbau der Infrastruktur. Aktuell gelingt das ganz gut. Es wäre nur schön, wenn das auch so bleibt.

    Eigentum an Grund und Boden oder eine Immobilie wird nicht wertlos weil man absteigt, das ist einfach Quatsch.

    Was du sicher meist ist das in Liga 2 die Zuschauer ausbleiben ? Wenn man sich die Zuschauerzahlen und Stadionauslastungen in der 2.Liga so ansieht ist davon aber nicht unbedingt auszugehen.

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