Frauen-Bundesliga FBL GmbH und DFB

  • Auf dem Bundestag des DFB übermorgen stehen verschiedene Anträge zur Wahl. Als reine Formsache gilt dabei die Gründung/Etablierung eines neuen Ligaverbandes für die Frauen, die FBL GmbH, ähnlich wie die DFL bei den Männern.

    Vom DFB sollen 100 Mio. Euro (über mehrere Jahre) investiert werden, allerdings ist noch nicht bekannt wofür genau.

    Das neue Statut für die Frauen-Bundesliga kann man hier ab Seite 47 lesen. Ich selber hatte die Zeit bisher nicht.

    Bis zum 1.7.26 soll es eine Übergangsregelung geben, bei der der DFB in der Verantwortung für Spieldurchführungen etc. bleibt.


    Ab der Saison 27/28 soll zudem eine dreigleisige 3. Liga geschaffen werden (S. 126, Antrag 31) mit jeweils 12 Teams (geographisch aufgeteilt). Die Regionalligen werden in Folge dessen umstrukturiert, wobei dies dann den Regionalverbänden obliegt.

    Ab 29/30 sollen die Zweitvertretungen von Bundesligateams dann in der 3. Liga spielen, die Tür zur 2. Liga wird (nach einer weiteren Überprüfung) perspektivisch für Zweitvertretungen geschlossen.

  • Den DFB Bundestag kann man live folgen:


    LIVE 🔴 Der 45. Ordentliche DFB-Bundestag
    Schau den Livestream zum 45. Ordentliche DFB-Bundestag .-Abonniert den Kanal und aktiviert die Glocke 🔔: http://www.youtube.com/channel/UCJd-bYRCVWaeu4i0peO...
    www.youtube.com

    Hier die Tagesordnung:


    https://assets.dfb.de/uploads/000/324/555/original_45._DFB-Bundestag_-_Tagesordnung.pdf?1759147058

  • Die Satzungsänderung zur FBL und die Anträge zu den Statuten der Frauen-Bundesligen wurden angenommen. Mal sehen wie sich das nun genau ausgestalten wird, wenn die FBL e.V. und FBL GmbH ihre Arbeit aufnehmen?


    Dazu ein Punkt:

    Der Ligaverband FBL ist nun laut Satzung ordentliches Mitglied des DFB, aber anders als die anderen ordentlichen Mitglieder soll er nur beratend an Sitzungen des Vorstands und des Bundestages teilnehmen, ohne Stimmrecht.

    Die Begründung lautet:

    Um die gemeinsam angestrebte Entwicklung des professionellen Frauenfußballs zeitlich nicht durch komplexe sportpolitische Fragestellungen zu den Stimmverhältnissen im Bundestag und Vorstand des DFB e.V. zu verzögern, soll diese Mitgliedschaft zunächst ohne Stimmrecht in diesen Gremien ausgestaltet sein.


    Die FBL wird sich um die 1. Liga kümmern (Spielbetrieb, Marketing, TV-Rechte,...), die 2. Liga bleibt beim DFB. Jetzt kommt wohl als nächstes die Gründung des Joint Ventures aus den 14 Klubs der Frauen-Bundesliga und dem DFB (je 50/50).


    Der Kicker zum "grünen Licht" zur Ausgliederung der Frauen-Bundesliga


    DFB-Bundestag gibt grünes Licht für Ausgliederung der Frauen-Bundesliga
    Wie erwartet soll sich die Bundesliga der Frauen in eine eigene Gesellschaft ausgliedern. Der DFB-Bundestag verabschiedete das Vorhaben am Freitag.
    www.kicker.de

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  • Für das Tagesgeschäft plant die FBL mit einer ein- bis zweiköpfigen Geschäftsführung. Finanziert wird der gesamte neue Apparat aus dem 100-Millionen-Topf des DFB. Das Geld soll auch in Vermarktung, Nachwuchsarbeit und das Schiedsrichterinnenwesen fließen.

    Als Präsidentin des Ligavrbandes hat Katharina Kiel (Eintracht Frankfurt) gute Chancen gewählt zu werden.

  • Die Verträge mit dem DFB waren schon ausverhandelt. Der DFB wollte allerdings noch „nachjustieren“. Daher die Gründung eines eigenes Dachverbandes ohne DFB.

    Was der DFB genau an den Verträgen noch ändern wollte, war trotz intensiver Internetrecherche so nicht rauszukriegen.


    Revolution in der Frauen-Bundesliga: Vereine enttäuscht vom DFB
    Der DFB wird bei der Gründung des neuen Ligaverbands der Frauen-Bundesliga nicht dabei sein. Vereinsbosse zeigen sich enttäuscht.
    www.fussballdaten.de

  • Zu den Hintergründen dafür, dass die 14 Vereine der Frauen-Bundesliga den Ligaverband am kommenden Mittwoch zunächst doch ohne den Dachverband des deutschen Fußballs gründen:



    Es geht um das Thema 50+1 und die Entscheidung des Kartellamtes zu den Ausnahmen (Leverkusen, Wolfsburg, RaBa, Hoffenheim). Ich bin beim DFB, wenn er 50+1 bewahren möchte und sehe die Problematik der Ausnahmen.


    Außerdem geht es wohl um das Stimmrecht:

    „Begründet wird der Schritt damit, dass der DFB sich nicht an vorher ausgehandelte Vereinbarungen gehalten haben soll. Nach unseren Informationen soll es dabei um das Stimmrecht gehen. Laut der ursprünglichen Vereinbarung hätten sowohl DFB als auch Ligaverband jeweils drei Vertreterinnen in das Joint Venture entsandt. Mit doppeltem Stimmrecht für den oder die Ligapräsidentin im Falle eines Patts. Nun aber soll der DFB doch eine Zweidrittel-Mehrheit gefordert haben, es wären also keine Beschlüsse ohne diesen möglich gewesen.“

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  • Statement des DFB


    Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat die Äußerungen aus der Frauen-Bundesliga mit Verwunderung zur Kenntnis genommen. Die Gründung des Ligaverbandes von den 14 Klubs ist eine Voraussetzung für das geplante Joint Venture. Eine Beteiligung des DFB am Ligaverband war nie geplant. Der DFB ist unverändert bestrebt, zusammen mit den Klubs die Professionalisierung des Frauenfußballs in Deutschland voranzutreiben.


    Dr. Holger Blask, DFB-Generalsekretär und Vorsitzender der Geschäftsführung der DFB GmbH & Co. KG, sagt: "Der DFB steht unverändert zu den getroffenen Zusagen und Investitionen im Zuge des geplanten Joint Ventures. Wir sind überzeugt, dass die gemeinsame Gründung einer FBL GmbH für alle Beteiligten der richtige Weg ist. Unterschriftsreife Verträge haben bislang nicht vorgelegen. Die Verhandlungsführer der Klubs hatten dem DFB weitreichende Ergänzungen und Änderungswünsche übermittelt, auf die der DFB verhandlungsüblich reagiert hat. Wir werden in den kommenden Wochen die Gespräche mit den Vereinen fortführen - konstruktiv und sachlich."

  • Aktuelles Interview in der Franfurter Rundschau mit Axel Hellmann. Hier ein Auszug:


  • Jennifer Zietz im Deutschlandfunk auf die Frage, woran die Zusammenarbeit bei der Gründung des Ligaverbandes liegt. ( jemas, hatte dies bereits im Strang von Jenny gepostet, Danke dafür).



    Fußball - Frauen-Chefin von Union Berlin erneuert Kritik an DFB wegen geplatzter Zusammenarbeit bei Gründung eines Frauen-Ligaverbands
    Die Leiterin der Frauenabteilung des Fußball-Bundesligisten Union Berlin, Jennifer Zeitz, hat die Kritik am DFB im Streit um die Gründung eines Ligaverbandes…
    www.deutschlandfunk.de

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  • Am Anfang des Rasenfunk-Podcasts zum Spieltag ist auch die Gründung des Ligaverbandes Thema.

    Minute Eins bis ca. Minute Zwölf.


    12. SPIELTAG: Bühl in Weltklasseform, alles auf Popp in Wolfsburg, Werder auf Rang drei
    Hätte Arnautis seiner Eintracht von außen helfen müssen? Woher kommt der Umschwung bei Essen? Und was hat der DFB wieder angestellt? Emilie Bitsch und Lisa S...
    youtu.be

  • Eine Übersicht über das Geschehen auf Soccerdonna

  • Der Ligaverband wurde gegründet, somit sind wir Gründungsmitglied vom FBL e.V.


    Katharina Kiel (Frauenfußball-Direktorin bei Eintracht Frankfurt) wurde erwartungsgemäß einstimmig als Präsidentin gewählt.

    1. Vizepräsidentin ist Veronica Saß (FC Bayern München) und der 2. Vizepräsident Florian Zeutschler (SGS Essen).


    Nach einer Last-Minute-Annäherung war bei der Gründungsveranstaltung im Stadion in Frankfurt am Main auch Bernd Neuendorf vom DFB mit dabei.


    Im Anschluss an den Gründungsakt fand die erste konstituierende Sitzung des neugegründeten Frauen-Bundesliga FBL e.V. statt.


    Gründung Frauen-Bundesliga FBL e.V.
    Die 14 Erstligaklubs des deutschen Frauenfußballs organisieren sich erstmals gemeinschaftlich und gründen den Frauen-Bundesliga FBL e.V.
    www.fc-union-berlin.de

  • Mara Pfeiffer kommentiert in der Bolztribüne die Gründung des Ligaverbandes kritisch.


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