Beiträge von Svenne

    Ist mir schon bekannt diese Klassifizierung, allerdings habe ich mir es trotzdem mal erlaubt die portugiesische Liga so zu nennen. Ich sehe einen Unterschied, ob man in Estland oder in Portugal 1. Liga spielt.


    Wir haben selbst erlebt, wie stark die Portugiesen sind in vier Aufeinandertreffen gegen die Nummer 4 Braga. Auch die Spiele der Youth League hatten u.a. gezeigt, dass die Portugiesen im Nachwuchs weiter sind als wir. Bzw. moderner ausbilden. Pokalsieger Torreense spielt als Zweitligist (aktuell Viertletzter der 2. Liga) dieses Jahr Europa League und hat schon mal Lilleström geschlagen.

    Es gibt sie. Die ganz späten Spätentwickler.

    Cihan Kahraman spielt diese Saison erstmals in einer europäischen Topliga in Portugal für den Aufsteiger Academico Viseu. Er ist dort Stammspieler.

    Am Wochenende erzielte er beim 2:1 Heimsieg gegen Estoril Praia den Siegtreffer und damit sein erstes Erstligator in seiner Karriere überhaupt. Mit 28 Jahren (!)

    Nach 8 Spieltagen rangiert sein Verein immerhin auf dem 6. Tabellenplatz.

    Herzlichen Glückwunsch Cihan und schau mal wieder in Berlin vorbei. Eisern

    Was prädestiniert Gray denn für einen Einsatz? Wie oft hast du ihn spielen sehen?

    War wunderbar. Freitagabend und Flutlicht im Zoschke kann man mal machen. Kam ein bisschen Wehmut aus Zweete-Zeiten auf.


    Sehr angenehme Gastgeber. Und mit Nils Kohlschmidt ja auch ein Unioner auf Lichtenberg's Bank.


    Sportlich sehr sinnvoller Test gegen Männer.


    Eintrittsgelder haben L47 auch geholfen, die ihren Brustsponsor verloren haben.

    Das hat er bereits beim Eröffnungsspiel gegen die Bayern alles erzählt.

    Aus meiner Sicht total nachvollziehbar. Die Bundesliga der Frauen war und ist in den letzten Jahrzehnten stetigen Veränderungen unterworfen gewesen. Lange Zeit auch nur mit 12 Teams. Bis 1990 wurden z.B. noch 80 Minuten gespielt. Da wären jetzt Play-offs für mehr Spannung aus meiner Sicht ein diskutabler Ansatz, um den Frauenfußball in puncto Attraktivität weiter zu fördern. Denn die Dominanz der Bayern ist auch bei den Frauen schon eklatant.

    Zunächst zum Thema Eigenmittel/Fremdmittel vs Eigenkapital/Fremdkapital:
    Für ein Bauprojekt ist das Wording von DZ in Ordnung. Unser Eigenkapital (EK), was in der aktuellen Bilanz beziffert ist, hat ja wenig mit den Eigenmitteln zu tun, die wir für das Projekt einsetzen. Das aktuelle Eigen- und Fremdkapital (Passivseite) zeigt lediglich die Mittelherkunft für unser aktuelles Vermögen (Aktivseite) in der Bilanz.
    Eigenmittel für das Projekt ergeben sich aus dem operativen Cash Flow und der Außenfinanzierung aus den Aktien.

    Ebenso ist es bei den Fremdmitteln, obwohl es natürlich vielschichtig bleibt, was nun konkret als Fremd- oder Eigenmittel bezeichnet werden darf. DZ hatte in der MV explizit Strategische Partner und private und institutionelle Anleger unter Fremdmittel subsumiert.

    Grundsätzlich ist aber festzustellen, dass die Mittelherkunft der 190 Mio.€ Investitionssumme für das Stadionprojekt, den Mitgliedern hätte näher erläutert werden müssen. Ob die Finanzierung bereits steht, wissen wir auch nicht.

    Von den Eigenmitteln i.H.v. 61 Mio.€ sind bisher nur die 4,7 Mio.€ aus der Aktienemission bekannt. Ob das Geld vorhanden ist, wissen wir nicht. Auch die beiden Grundstücke könnten eingebracht werden. Der Verkehrswert ist mir nicht bekannt, aber das dürfte in Summe kein zweistelliger Millionenbetrag sein.

    Der freie Cash Flow ist entscheidend, was wir on top aus dem laufenden Betrieb noch finanzieren können, aber der ist uns nicht bekannt. Bei einem Nullergebnis in der GuV muss man bedenken, dass die 26 Mio.€ Abschreibungen 25/26 in der GuV nicht cash-wirksam sind (das sind zu großen Teilen auch Abschreibungen auf Spielerwerte). Wir haben 25/26 ca. 18 Mio.€ für Spielerkäufe ausgezahlt (wobei ein Teil sicherlich auch in Raten bezahlt wird). Man sieht deutlich, dass die Anlagen im Bau ggü. Vorjahr um ca. 16 Mio.€ auf ca. 24 Mio.€ in der Bilanz gestiegen sind. Zwei Drittel (28 Mio.€) für das Trainingszentrum werden aus Fremdmitteln bezahlt. Wenn ich 5-6 Mio.€ der bereits getätigten Invests für das TZ aus Eigenmitteln ansetze, bleiben überschlägig +2 Mio.€ (26 - 18 - 6) positiver Cash Flow übrig in 25/26. Aber davon ist auch laufende Tilgung (vor allem für das Trainingszentrum) zu leisten. Setzen wir hier ca. 2 Mio.€ Tilgung p.a. an (für das TZ), ist der Cash Flow aufgebraucht.

    Kurzum, es ist nicht davon auszugehen, dass der Verein über die Aktien und Grundstücke hinaus, nennenswerte Eigenmittel aktuell in der genannten Größenordnung einbringen kann. Auch nicht im nächsten Jahr, wenn man bedenkt, dass das EBITDA um 6 Mio.€ sinkt (von 34 auf 28 Mio.€). Insofern stellt sich in der Tat die Frage, wie das ohne Investoren funktionieren soll.

    Die "Fremdmittel"-Seite (129 Mio.€) ist mit niedriger Eigenkapitaldecke auch schwierig. Zwar wurde die AG durch den Verein mit weiteren 20 Mio.€ versorgt. Aber nach allem, was man sich herleiten kann, war das nur ein interner Swap. Da ist mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Geld geflossen. Das heißt aus externer Sicht wird dieser Effekt heraus konsolidiert und der Gesamtkonzern steht weiterhin mit niedriger Eigenkapitalbasis da. Insofern ist, auch mit Blick auf andere große Stadionprojekte, ist nicht davon auszugehen, dass ein Bankenkonsortium diese Summe allein stemmen kann. Aber das wurde ja von DZ auch bestätigt, siehe oben. Diese Kredite von Strategischen Partnern und weiteren Anlegern werden dann deutlich teurer sein, als ein Bankkredit.

    Wir brauchen entsprechend mehr Transparenz zu der Finanzierung. Aktuell können wir als Mitglieder das Risiko nicht einschätzen. Also wir wissen nicht, was muss passieren, um den Kapitaldienst und etwaige Renditeansprüche von Investoren zu bedienen.

    sondern in dieser Bundesliga Talenteliga spielen zu lassen.

    nein, es sind viel zu wenig Spiele (3 bis 6 Spiele pro Halbserie). Außerdem spielen sie dort größtenteils gegen Jugendspieler.

    Cottbus hat heute immerhin verhältnismäßig viele Männer (6) eingesetzt, aber das wird nicht immer so sein.

    Wie sehr bringt es einen Julien Friedrich (Jahrgang 2006) weiter gegen größtenteils Jugendspieler zu spielen?

    Linus ist kein biologischer Frühentwickler wie Kennet Eichhorn. Das ist ein wichtiger Aspekt, den es zu berücksichtigen gilt, wenn man über so frühe Einsätze von 16-Jährigen spricht.

    Und man sieht, was mit Kindern, die zu früh auf die Männer-Intensität auf Toplevel los gelassen werden, passieren kann am Beispiel von Eichhorn. Ist aus meiner Sicht eher ein Negativ-Beispiel bezogen auf den Umgang mit jungen Spielern unter 18.

    Linus ist noch im Wachstum und wird auch noch wachsen bis er 18 oder 19 ist (wenn man sich am Durchschnitt orientiert beim Wachstum von Männern/Jungen).

    Er hat noch viel Zeit. In zwei Jahren kann er ein wichtiger Baustein für uns sein. Es wird Spielphasen geben, wo er mit seiner Unbekümmertheit und Unberechenbarkeit auch diese Saison einige Akzente setzen kann und wird. Aber man sollte bitte nicht zu viel zu früh fordern. Er ist U17-Spieler und kann sich gerade auch in der U19 gut entwickeln und ist dort nicht unterfordert. Auch wenn ihm eine U23, die wir bekanntlich nicht haben (als einziger Bundesligist neben Bayer und Rasenball), den Übergang noch mehr erleichtern würde.

    Kontext ist schon auch immer wichtig. Er hat auf eine Nachfrage, wie er sich das abermals schnelle Gegentor nach Wiederanpfiff erklären kann, gesagt, dass er ehrlich keine Antwort darauf hat, weil er in der Kabine eine gutes Gefühl hatte.

    Wenn ich deine Zeilen lese und die PK nicht gesehen habe, hört es sich so an, als ob er generell keine Erklärung habe für die Situation. Ist das fair? Entweder es ist Absicht von Dir es so zu sagen oder von Dir unglücklich ausgedrückt.

    Er wurde geholt, um Strukturen zu verändern und um langfristig ein neues System aufzubauen. Nun verändert er die Statik. Dass das kurzfristig Stabilität kostet, halte ich für normal und ist eingepreist.


    Er sieht die Fehler. Und er wird den Spirit haben, das nicht nur - wie hier - negativ zu sehen, sondern das als Chance zu begreifen und daraus mit dem Team zu lernen.


    Es bringt nichts am Rasen zu ziehen. Habt Geduld und gebt ihm die Zeit, die ihr für Euch auch beanspruchen würdet, wenn ihr ein solches Projekt übernehmen müsstet.

    Geh mal davon aus, dass Lustrinelli und seine Co-Trainer sich stets fortbilden, sich mit Leuten aus der Praxis stets austauschen und somit genügend Expertise haben, die letzten Spiele fachlich zu bewerten. Und vor allem, sie sehen die Spieler jeden Tag im Training. Dort, wo die meiste Spielzeit stattfindet, um Spieler besser zu machen und sie zu bewerten. Sie sind ganz sicherlich nicht darauf angewiesen Blogs von Leuten zu lesen, die mit der Praxis nichts zu tun haben. So interessant das auch sein mag.

    Und Svenne, der Transformationsprozess hat nicht erst zu dieser Saison begonnen.

    Diese Aussage irritiert mich schon sehr.

    Bis zum Ende der letzten Saison gab es keine bahnbrechend andere sportliche Ausrichtung nach Urs Fischer. Das waren alles Trainer, die einen ähnlichen Stil geprägt haben mit ähnlicher Grundordnung.

    Auf der Mitgliederversammlung im Mai hat Dirk Zingler, damals war man noch im Trainer-Auswahlprozess unter drei Kandidaten, ganz klar geäußert, dass es ab der kommenden Saison eine fundamentale Kehrtwende zur bisherigen sportlichen Ausrichtung geben wird. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch an sein Zitat, dass er nicht möchte, dass in Zukunft die Bälle weiter über Linus Güther rüber fliegen.

    Es wurde also Ende der letzten Saison im Präsidium die Entscheidung getroffen in Zukunft moderneren Fußball zu spielen, der attraktiver ist für (junge) Neuzugänge, als auch für den eigenen Nachwuchs, um sich zu entwickeln. Und vor allem ein Fußball, der als langfristig erfolgsversprechender gesehen wird. Die Phase 2 im Oberhaus wurde damit eingeläutet.

    Es muss doch im Mai allen Mitgliedern klar gewesen sein, was das bedeutet. Das ist eine 180-Grad-Umkehr. Mauro Lustrinelli hat jetzt die Aufgabe das umzusetzen. Nun kann man darüber streiten, wie hart dieser Cut bis jetzt sichtbar ist, aber das ist eben jetzt auch die Entscheidung des Trainers in welchen Schritten er diese Transformation vollzieht. Am Ende geht es immer noch darum Spiele zu gewinnen.

    Ich fühle mich, was explizit die sportliche Ausrichtung angeht, eigentlich ganz gut abgeholt. Wenn aber immer nur rund tausend Mitglieder (1,4%) vor Ort sind, kann ich mir vorstellen, dass da nicht jede Info ankommt. JA, ich habe das Gefühl, dass es bei den übrigen 98,6% nicht so recht angekommen ist, was hier gerade passiert,

    Wenn ich hier so lese, frage ich mich, wer von denjenigen, die nach 3 Spieltagen hier schon Köpfe fordern und teils auch einzelne Spieler diskreditieren, schon mal selbst einen Transformationsprozess angestoßen, durchlebt und verantwortet (!) haben.


    Nur so viel, Talsohlen und mehrere Hürdenläufe gehören dazu und man beendet das Projekt nicht, nur weil die Dinge am Anfang nicht sofort funktionieren. Man arbeitet hart weiter an seinen Aufgaben, redet viel miteinander und begegnet Rückschlägen mit einer positiven Haltung.


    Dass viele Dinge gerade nicht funktionieren, sieht Jeder. Defizite sind aber auch immer am einfachsten zu erkennen. Insofern ist es gerade Zeitverschwendung sich hier den Großteil der Beiträge durchzulesen, die mehr Frustabbau, als alles andere sind.


    Nach 10 Spieltagen könnte ich die Aufregung verstehen. Nicht aber nach Spieltag 3.


    Trust the process.

    5% Kreditzins sind selbst mit Rechtsformwechsel sehr (bzw. zu) optimistisch gerechnet.

    Die DKB hatte seinerzeit 4,75% in 2012 für 11 Jahre gegeben (2012-2023, 7 Mio.€ für die Haupttribüne). Da war seinerzeit auf extrem niedrigem Zinsniveau.
    Der EURIBOR ist mittlerweile um ca. 1,5 Punkte gestiegen. Entsprechend sind es mindestens 6% aktuell bei klassischer Bankenfinanzierung.
    Da der Finanzierungszeitraum für 129 Mio.€ Fremdkapital (ohne Trainingszentrum) deutlich höher sein wird, liegen wir also eher in Richtung 8-9% bei einem Bankenkonsortium.
    Ein Stadion ist ja kein Einfamilienhaus, sondern eine Sonderimmobilie mit gänzlich anderer Risikobewertung.

    Da das Fremdkapitalvolumen, wie auf der MV mitgeteilt, nicht nur über klassische Banken finanziert wird, sondern auch über private und institutionelle Anleger, sowie "strategischen Partner", kann man bei diesen Akteuren von einem weitaus höheren Zinssatz (>10%) ausgehen, wenn man parallel sein Wort hält und diesen Geldgebern keine Mitsprache einräumt.

    Krass wie du auf einen völlig sachlichen Beitrag reagierst.


    Jochen würde sich im Grabe umdrehen, wenn er die Gesinnung seiner Nachfolgerin kennen würde. Zumindest würde er sie fragen, wie sie wirklich dazu steht, um es zu verstehen. Und mehr machen einige Unioner eben gerade auch nicht. Also reg' Dich wieder ab.

    Von welchem Verfassungsschutz? Vom Bundesamt für Verfassungsschutz.

    Das Verbot, auf das du dich beziehst, gilt für die Formulierung „gesichert rechtsextremistisch". [1] Die habe ich aber nicht benutzt.


    Ich habe „rechtsextremistischer Verdachtsfall" geschrieben. Der läuft seit 2021, wurde vom VG Köln [2] und vom OVG Münster [3] bestätigt und ist seit dem Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 20.05.2025 rechtskräftig [4].

    Die AfD wird im Verfassungsschutzbericht im Kapitel Rechtsextremismus geführt, dort im Abschnitt „Rechtsextremistisches Parteienspektrum", jeweils mit dem Zusatz „(Verdachtsfall)" [5]

    Quellen:

    [1] VG Köln, Beschluss vom 26.02.2026 – 13 L 1109/25, Pressemitteilung:

    Verwaltungsgericht Köln: VG Köln: Verfassungsschutz darf Alternative für Deutschland vorläufig nicht als gesichert extremistische Bestrebung einstufen


    [2] VG Köln, Urteil vom 08.03.2022 – 13 K 326/21, Pressemitteilung:

    Verwaltungsgericht Köln: Verwaltungsgericht Köln: Verfassungsschutz darf AfD als Verdachtsfall einstufen


    [3] OVG Münster, Urteile vom 13.05.2024 (5 A 1216/22, 5 A 1217/22, 5 A 1218/22), Pressemitteilung:

    Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen: Bundesamt für Verfassungsschutz darf AfD und JA als Verdachtsfall beobachten


    [4] BVerwG, Beschluss vom 20.05.2025, Pressemitteilung 54/2025:

    https://www.bverwg.de/pm/2025/54

    [5] Bundesamt für Verfassungsschutz, Verfassungsschutzbericht 2025, Kapitel „Rechtsextremismus und rechtsextremistischer Terrorismus", Abschnitt „Rechtsextremistisches Parteienspektrum":

    Rechtsextremismus
    Rechtsextremismus
    www.verfassungsschutz.de

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