Tolle Sache da in Südafrika

      Im Programmheft stand, dass die Programmierer da gerne vermitteln und den Kontakt herstellen. Vielleicht wäre es hilfreicher, hier die entsprechende Bankverbindung und Verwendungszweck zu veröffentlichen.

      Meine gerade zurückerstatteten 30 Euro eines großen deutschen Energiekonzerns gebe ich dann gerne nach Südafrika weiter! :thumbup:
      Ein Leben ohne Union ist möglich, aber sinnlos!!!
      Die Alt-Unioner haben zur Stunde ihre Jahres-Bowling-Session, freuen sich aber über das erste Echo und werden sich hier zu gegebener Zeit äußern. Das war gerade (offline) zu erfahren.
      Ich geh´ nicht zum Fußball, ich geh´ zu Union.

      Danke @Andre für Thread Eröffnung.

      Auch heute früh am selben Ort gelesen, leicht Pipi in den Augen.
      Ich bin auch dabei mit 30,- €,warte auf die Bankdaten.

      Vieleicht greift ja Bunki das Thema mal mit dem Kurier auf ?!
      Gehe nie vor dem Abpfiff aus dem Stadion
      Pfeife nie die eigene Mannschaft aus.
      Mache nie einen aus der Mannschaft zu Sündenbock. Heiserkeit sei der Muskelkater der Unioner.
      es gibt sicherlich viele unterstützenswerte projekte auf dieser welt, wo man vor allem armen menschen/kindern irgendwie helfen kann. und ich muß zugeben, dass ich dahingehend bisher nicht wirklich hilfreich war. :wacko:
      der bericht im programmheft hat mich jetzt aber auch nochmal aufgerüttelt und somit bin ich ganz sicher mit finanzieller unterstützung dabei und hoffe, damit helfen zu können.
      Ich würde gerne die Welt ändern, aber Gott gibt mir nicht den Quelltext.
      Zur Info. Dario hat sich schon mal im Forum registriert - ist ja schon mal ein Anfang. Er wird sich natürlich auch noch äußern, er ist nun mal schüchtern :) Es wird Mittel und Wege geben, Kohle nach Südafrika zu transferieren. Ich hatte mir darum ehrlich gesagt überhaupt keine Platte gemacht, es ging mir ja eigentlich nur darum, daß Dario und Carmen nicht mehr im Verborgenen arbeiten sondern ihre Leistungen in unseren Kreisen etwas gewürdigt werden. Gebt uns noch etwas Zeit, bei unserem Bowlingturnier heute sind auch ein paar €uros zusammengekommen, die müssen ja auch an den Mann gebracht werden.

      Für alle, die kein Programmheft gekauft haben, stelle ich hier mal den Text rein, den ich den Programmierern geschickt habe. Ich bedanke mich hier noch mal bei den Programmierern, dass sie diesen Text veröffentlicht haben.

      Lategansvlei– der südlichste Außenposten von Union

      Dieser Südafrikaurlaub im November/Dezember 2012 war ungünstig geplant – wir mussten drei Heim- und zwei Auswärtsspiele verpassen. Wir, das sind drei Mitglieder vom Unionfanclub Alt-Unioner zusammen mit Familie und Freunden, freuten uns trotzdem auf die Reise. Noch mehr freuten wir uns, als ich ein Foto von meinem Kumpel Matze geschickt bekam, der gerade in Südafrika unterwegs war. Er zusammen mit seiner Frau in Unionklamotten. Dazu die Info „Bin gerade am südlichsten Außenposten von Union“. Wir haben uns dann über diesen Außenposten informiert und diesen natürlich in unsere Reiseplanung mit aufgenommen. Nach zwei Wochen Kapstadt und ein paar Tagen entlang der Gardenroute war es dann so weit. Wir hatten die Stadt Oudtshoorn hinter uns gelassen. Diese liegt in der Kleinen Karro, einer Halbwüste ca.400 km östlich von Kapstadt. Nach ein paar Kilometern mussten wir die Straße verlassen, weiter ging es nur über eine Schotterpiste. Nach 14km, vorbei an einigen Hütten und viel Sand und Schotter kamen wir an unserem Ziel an – das Straußennest, seit 1995 die Heimat von Dario und Carmen Urbanski. Die beiden Unionfans leben dort von der Vermietung von Gästezimmern und der Straußenzucht, letzteres mehr oder weniger aber nur noch für die Touristen. Über 9000 km von der Alten Försterei entfernt, stiegen wir aus unseren Autos aus und hörten als erstes unsere Nina Hagen-Hymne. Kurz darauf kam uns Dario entgegen, im Uniontrikot und in jeder Hand zwei eisgekühlte Windhoek Lager. Das Haus wird immer mit den Heimatfahnen der Gäste geschmückt- in unserem Fall wurde die Unionfahne gehisst. Wir haben uns sofort heimisch gefühlt. Abends gab es dann viele Informationen über Strauße, Land und Leute. Der Ort Lategansvlei besteht aus weitverstreuten Hütten, deren Bewohner absolut arm sind. Es gibt ca. 250 Einwohner, davon sind 54 Kinder. Diese besuchen die örtliche Grundschule doch dazu später. In dieser Gegend gibt es keine Freizeitangebote, also wird wie überall in Südafrika Fußball gespielt. Da trotz vieler Versprechungen im Zuge der Fußball-WM nichtein einziger Fußballplatz gebaut wurde – natürlich auch nicht in Lategansvlei – mussten die Kids weiter auf der Schotterpiste spielen. Das war durch die Autos und den umherfliegenden Schotter lebensgefährlich. Nun kam Dario ins Spiel. Erhatte sich schon lange um die Kinder gekümmert, ein Fußballplatz hatte er aber auch nicht. Aber viel Platz – und was macht ein Unioner wenn er kein Stadion hat? Dann baut er sich eins! Inspiriert vom Stadionbau an der Alten Försterei plante er das „Stadion An Der Alten Försterei 2“. Viele Kleinsponsoren aus ganz Deutschland, vor allem Fußballfans aus Jena und Braunschweig, aber auch Unioner die zu Gast bei Dario waren, finanzierten den ersten Bauabschnitt. Im Februar 2012 war es so weit, Bagger und Planierraupen kamen angefahren, eine riesige Walze fuhr im Schneckentempo die Strecke bis zum „Stadion“ und die Bauarbeiten begannen. Auf der Fläche eines Großfeldes musste eine Höhe von vier Metern ausgeglichen werden! Bei einem Arbeitseinsatz sammelten die Einwohner dann Tausende von Steinen von ihrem neuen Fußballplatz ein. Nachdem die Tore geliefert und die Linien gezogen waren, konnte das erste Spiel stattfinden. Seitdem finden regelmäßig Spiele zwischen Farmkindern und Farmgästen sowie Spiele gegen andere Schulen statt. Gespielt wird meistens in Uniontrikots die von Unionfans gesponsert wurden. Vor dem Anpfiff ertönt Nina Hagen aus dem Ghettoblaster und nach einem kräftigen Eisern Union gehen die Spiele los. Einen Tag nach unserer Ankunft fand das erste Fußballturnier statt. Mit ihm wurde die neue Anzeigetafel eingeweiht, natürlich eine mit Zahlen zum Schieben und einem großen Unionlogo. Das letzte Spiel des Tages haben wir gegen die Farmkinder gespielt. Zweimal 30 min. auf dem Großfeld. Wir sind noch durch ein paar Einheimische verstärkt worden, das hat trotzdem nichts genützt. Wir als aktive Fußballgucker haben 4:0 verloren, ich war klinisch tot und mein Gegenspieler hatte die ganze Zeit einen Lolly im Mund. So richtig gut können sie noch nichtspielen aber die werden einfach nicht müde. Nach dem Spiel wurde noch gegrillt und wir konnten dank Lars Schnell, der uns Trikots, Bälle, Mützen und vieles mehr organisiert hatte, viele Unionsouvenirs verteilen. Matuschka und Co. kommen auch in Südafrika sehr gut an. Das Stadion wird jetzt weitergebaut. Es ist genügend Geld zusammengekommen um eine ca. einen km lange Wasserleitung von Darios Haus bis zum Fußballplatz zu verlegen. Wenn die Bewässerung gesichert ist und genügend Kohle eingesammelt wurde wird Mutterboden aufgebracht und esentsteht mitten in der Halbwüste ein Rasenplatz! Eine Stehplatztribüne für ca. 200 Mann (mit den originalen Stufenmaßen aus der Alten Försterei) soll entstehen und Toiletten, sowie eine Umkleidekabine. Jetzt noch ein paar Zeilen zur Schule: Dort gibt es zurzeit 54 Kinder, welche die 1.-6.Klasse besuchen. Vormittags wird in die Schule gegangen, nachmittags wird Fußball in der AF2 gespielt. Es gibt nur zwei Klassenräume und zwei Lehrerinnen. Dario hat eine Stiftung von der Notwendigkeit überzeugt, den Grund und Boden der Schule zu kaufen und eine Solaranlage zu installieren, damit die Schule auch Strom hat. Alle Schüler haben aus dem Kreis der Farmgäste einen Paten, der Ihnen das Schulgeld bezahlt. Mit diesen ca. 30€ pro Jahr werden die Schuluniform und eine warme Mahlzeit am Tag bezahlt. Das ist für viele der Kinder die einzige Nahrung am Tag. So etwas macht einen sehr betroffen, wir wussten nicht viel von den Zuständen in Südafrika. In den letzten Jahren ist die für Südafrika typische sehr hohe Rate von Schulschwänzern dadurch auf null zurückgegangen. Erwähnen möchte ich aufjeden Fall noch, dass in den Klassenzimmern natürlich eine große Unionfahne hängt. Die Kinder und Lehrerinnen wissen,was sie Dario und Carmen verdanken und diese beiden sind nun einmal untrennbar mit Union verbunden. Es fahren jedes Jahr ca. 1500 überwiegend deutschsprachige Touristen ins Straußennest. Alle schauen sich die Alte Försterei 2 an und besuchen die Schule. Jeder verbindet das Engagement von Dario und Carmen durch die ständige Präsenz unseres Logos auch mit dem 1.FC Union. Mehr Werbung kann man so fern der Heimat für seinen geliebten Club nicht machen. Die beiden waren seit 18 Jahren nicht mehr in Deutschland aber eins ist für beide klar: Sollte der 1.FC Union einmal in die Bundesliga aufsteigen, werden sie beim ersten Spiel in der Alten Försterei 1 dabei sein. Allein dafür würde ich mich übereinen Aufstieg freuen.

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