Werte "meines" Vereins

      Werte "meines" Vereins

      In dieser doch seit Tagen hitzigen Diskussion über das PV, drängt sich mir immer wieder eine Frage auf. Was sind die Werte vom 1. Fc Union Berlin?
      Ich möchte hier keine erneute Diskussion über das PV lostreten, dafür gibt es ein eigenes Thema. Aber ich möchte wirklich gern mehr über die Werte des Einzelnen erfahren und das man sich austauscht. Das man den anderen versteht. Nicht das man die selbe Meinung vertritt, aber sie vielleicht versteht.
      Ich bin in dieser Diskussion über das PV irgendwie ins grübeln gekommen. Gibt es soooooo unterschiedliche Wertanschauungen im Verein? Gab es die schon immer? Oder täuscht es mich nur einfach wegen dieser pv Diskussion?
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      paule_2703 schrieb:

      In dieser doch seit Tagen hitzigen Diskussion über das PV, drängt sich mir immer wieder eine Frage auf. Was sind die Werte vom 1. Fc Union Berlin?
      Ich möchte hier keine erneute Diskussion über das PV lostreten, dafür gibt es ein eigenes Thema. Aber ich möchte wirklich gern mehr über die Werte des Einzelnen erfahren und das man sich austauscht. Das man den anderen versteht. Nicht das man die selbe Meinung vertritt, aber sie vielleicht versteht.
      Ich bin in dieser Diskussion über das PV irgendwie ins grübeln gekommen. Gibt es soooooo unterschiedliche Wertanschauungen im Verein? Gab es die schon immer? Oder täuscht es mich nur einfach wegen dieser pv Diskussion?


      Sehr gute Idee "paule_2703". :daumen: Allein mit der Eröffnung dieses Threads verkörperst Du schon einen ganz großen Wert, den Union für mich darstellt (oder wünsche ich es mir nur?) - nämlich Interesse an seinem Mitmenschen und dessen Ansichten. Ansonsten mache ich mir mal ganz in Ruhe Gedanken und werde morgen noch ein wenig mehr dazu sagen.
      "Der Vorteil der abstrakten Malerei liegt darin, daß Frau und Kinder weiter malen können, wenn Papa einmal krank im Bett liegt."

      Pierre Richard
      Dann will ich mich an der Frage mal versuchen - wohlgemerkt rein subjektiv und in keinster Form mit Anspruch auf Vollständigkeit, Allgmeingültigkeit und Richtigkeit 8)
      Wofür steht mein Verein was sind seine Werte ???

      Union ist und war für mich immer ein Lebensgefühl, rebellisch, andersartig, wild, bunt, kontrovers aber immer fetzig.
      Hier erlebe ich Fußball wie ich ihn mag, von "Göttern" die gerne auch mal Fußball eher arbeiten als ihn zu spielen- angepeitscht von einer rot weißen Wand, in der es völlig egal ist wer du bist, was du denkst, denn es geht im Stadion nur um eins - UNION - leidenschaftlich, laut, zuweilen unflätig aber wie gesagt...immer fetzig.
      Mein Verein vertritt " Fußball pur" nach aussen,hat ein offenes Ohr und Fingerspitzengefühl für seine Basis - uns Fans und ist sich der Wichtigkeit von uns bewusst. Er untermauert dies mit einer integrierten FuMa im Vereinsleben - einzigartig in dieser Form im deutschen Profifußball.
      Mein Verein schaffte es immer, etwas besonderes auf die Beine zu stellen, gerade in Momenten, wo viele andere resigniert hätten oder den falschen Weg gegangen wären ( Bluten, Stadionbau, Sicherheitspapier, etc. )
      Hier stehe ich mit meinen Freunden, in meinem Stadion und unterstütze meinen Verein- ob 90min singend, auch mal pöbelnd oder auch fachsimpelnd mit Bier und Wurst in der Hand aber letztlich immer für UNION.
      Für mich steht der 1.FC Union Berlin für :
      - Fußballgucken im Stehen
      - ehrlichen Fußball
      - familiärer Umgang
      - Toleranz und Respekt
      - einen Weg der kleinen Schritte in dieser Knochenmühle Profifußball
      - Fannähe
      - Unumstößlichkeit eiserner Tugenden ( Stehplatzränge, etc. )
      - Verknüpfung von Tradition mit wirtschaftlichen Erfordernissen zum Wohle des Vereins und der Basis ( uns )

      Dies alles funktioniert nur wenn wir geschlossen bleiben und Befindlichkeiten aller respektieren und ggfs. besprechen und bewerten- dies hat bisher noch immer funktioniert.
      Ich glaube fest daran, dass Union meine fußballerische Heimat war, ist und für immer bleiben wird den "gemeinsam eisern" wird trotz Kontroversen und Kritik Bestand haben - da bin ich mir sicher.
      Wir alle lieben unseren Verein, lieben das wofür er in unseren Köpfen und Herzen steht, welche Erlebnisse wir mit ihm verbinden - Gleichschritt will hier glaub ich niemand und jedes Lob, jede Kritik, jeder Wunsch und jedes Bedenken eines jeden von uns steht genau dafür - die Liebe zum Verein.
      EISERN

      P.S.: Zum Thema PV steht im entsprechendem Fred genug - einen Zusammensetzen im Nachgang ist nötig und sollte von allen Seiten forciert werden - auch das ist für mich UNION eben Toleranz und Respekt und ein offenes Ohr für alle.
      Für mich steht der 1.FC Union Berlin für :
      - Fußballgucken im Stehen
      - ehrlichen Fußball
      - familiärer Umgang
      - Toleranz und Respekt
      - einen Weg der kleinen Schritte in dieser Knochenmühle Profifußball
      - Fannähe
      - Unumstößlichkeit eiserner Tugenden ( Stehplatzränge, etc. )
      - Verknüpfung von Tradition mit wirtschaftlichen Erfordernissen zum Wohle des Vereins und der Basis ( uns )


      Da gehe ich mal einfach mit. Wir "konsumieren" Profifußball und ich würde mir einfach für die Zukunft wünschen, dass Union weiterhin anders bleibt, einigen auf die Schuhe tritt und neue Wege geht, die vorher keiner gehen wollte.

      Werte:
      Zieht man nicht mit der Definition von Werten einen Kreis, der damit auch gleich wieder Personen, Ideen und Wertevorstellungen, die leicht davon abweichen, ausgrenzt? Gerade das sollte es ja nicht sein - meiner Meinung nach und widerspricht dem Punkt: Toleranz.
      Edit: Damit soll nur vor einer reinen Bewertung/Besinnung auf Werte an sich "gewarnt" werden. Gemeinsame Grundsätze zu umreißen ist sinnvoll, sonst bremst man sich aus.

      Daher würde ich dem ganzen einen gedanklichen Rahmen verpassen wollen: Gemeinsam, offen und zuerst kommunikativ !!!

      zum PV:
      Finde grundsätzlich die Idee gut - dennoch hätte ich eine gemeinsame, offene Kommunikation im Voraus besser gefunden. Ich glaube schon, dass eine ganzjährige Auslastung des Stadions nötig ist (Saison 2012/13: mit Verlust von 600 T€), damit so ein einzigartiges Projekt nicht den finanziellen Bach runter geht. Außerdem ist ein positives Image für den Verein enorm wichtig um Spieler, Betreuer und Sponsoren anwerben zu können.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „tisque“ ()

      Es soll kein Personenkreis ausgeschlossen werden. Im Gegenteil. Aber jeder hat doch trotzdem andere Vorstellungen von den Werten die UNION für ihn ausmachen. Es gibt garantiert auch sehr viele Gemeinsamkeiten. Aber die Unterschiede die einen trotzdem mit Union verbinden, ja mit Leuten verbinden die andere Werte haben, finde ich sehr gut.
      Mir wäre es lieber gewesen, dieser Thread und diese Diskussion wären erst nach der WM eröffnet worden, wenn die Emotionen ein wenig abgekühlt sind. Notwendig ist diese Diskussion allemal.
      Wollen wir hoffen, daß das hier möglichst sachlich bleibt.
      I'm a fool in search of wisdom...
      Ich glaube, philberlin hat es schon ganz gut getroffen - zumindest wenn es meine persönliche Definition der Werte geht. :schal:

      Etwas mehr herausheben möchte ich aber, dass Union für mich immer etwas Besonderes ist. Wir machen nicht das, was Andere tun oder Andere von uns belangen zu tun. Das mag nicht immer gut ankommen, aber ich war auch schon in der Schule nie jemand, der sich bei Anderen beliebt machen wollte.
      Dieses leichte "rebellisch sein" hat für mich einen gewissen Reiz. Die Aktionen (z.B. Sicherheitspapier) heben uns ab, sind aber nicht leichtfertig, sondern durchdacht.

      Wichtig finde ich auch die Einbeziehung der Fans. Andere Vereine entscheiden, machen was sie wollen und die Fans müssen entweder mitziehen und das akzeptieren oder eben gehen. Bisher hatte ich den Eindruck, dass das bei uns besser klappt, dass man die Fans auch wirklich wertschätzt und nicht nur als zahlende Masse ansieht. (Den Aussetzer PV wollen wir ja nicht hier diskutieren. ;) )
      Ich finde diese Anregung zum jetzigen Zeitpunkt gut. Es geht doch auch um Emotionen und und wenn es die große Liebe betrifft, wirds auch mal hitziger. Eher ein gutes Zeichen, woran man sieht, dass der Verein lebendig ist..

      Für mich ist ein großer Wert, wenn der 1.FC Union anders ist, und nicht, wenn er darüber redet, wie anders er doch ist.
      Für mich sind Tugenden wie niemals die Mannschaft auspfeifen, nicht vor dem Schlußpfiff gehen unantastbar, etwas worauf ich mich verlasse und weshalb ich zu Union gehe. Und zunehmend, so jedenfalls mein Gefühl wird das relativiert und toleriert. Das ist auch mein Problem mit der grenzenlosen Toleranz. Kann ich nicht und will ich nicht.

      Der oben zitierte Weg der kleinen Schritte, das ist auch was, was ich an Union liebe. Und deshalb dachte ich auch, dass wir die Tribüne bauen, damit wir in den Grundsätzen genau das beibehalten können, weil wir weitestgenhend unabhängig bleiben. Dass es sich umkehrt meiner Meinung nach, macht mich unruhig.

      Ich gehe erst seit 2009 zu Union, habe also die wirklich schweren Zeiten nicht miterlebt, merke aber die Veränderung in guten Zeiten.
      Was ich an Union richtig gut find/fand, nicht everybody`s darling sein zu müssen.
      Ich gehe jetzt schon 45 Jahre zu Union. Habe alle Höhen und Tiefen mitgemacht und bin trotzdem dabei geblieben. Weil Toleranz immer einer der Grundwerte war, weil jeder so sein konnte wie er ist. In den letzten Jahren war die Entwicklung positiv wie noch nie und wir haben den Spagat zwischen Kommerz und eigenem Selbstverständnis ganz gut hinbekommen. Ich glaube auch, dass der Verein bisher sowohl die Interessen der Fans als auch die (wirtschaftlich notwendigen) eigenen gleichermaßen gut berücksichtigt hat. Und wir hatten nie einen Präsi, der unsere Werte so ernst genommen hat wie DZ! Aber ich finde es wichtig, dass man sich diese Grundwerte immer wieder mal vor Augen hält. Jeder für sich hat da bestimmt die ein oder andere Vorstellung, die sich nicht mit der Masse der anderen deckt. Trotzdem sollte sie toleriert werden. Im Umkehrschluss muss ich aber auch anderen gegenüber tolerant bleiben. Das hat uns bisher ausgemacht. Unser Verein hat demokratische Strukturen, und Demokratie bedeutet auch Entscheidungen durch Mehrheiten. Jeder hat das Recht für seine Ansichten zu werben und muss letztendlich doch Entscheidungen akzeptieren, die mehrheitlich gegen sein eigene getroffen werden. Ich finde, diese Diskussion hier ist der lebende Beweis dafür!
      Wenn du den Ball haben willst,
      musst du dir einen von zuhause mitbringen.


      Willi Lippens
      Langes Thema, über dass man Bücher füllen könnte. In wenige Worte gefasst würde ick sagen: Direktheit, Wildheit, keine Anpassung an den Massengeschmack, Unverbiegbarkeit, Partizipation, Verzicht auf faule Kompromisse, Fußball pur. Und nicht zuletzt familiärer Zusammenhalt. Sprich, wenn einer mal nervt oder Kacke baut, dann rumpelts auch mal unterm Dach, aber er bleibt trotzdem Teil des Ganzen.

      Nicht ganz einfach, diese Werte zu bewahren im Wandel der Zeiten. Aber vermutlich kommt eh gleich die Möhre um die Ecke und listet hier das Anlagevermögen auf. :)
    Netzathleten