Netzathleten

des Fußballs schwierigstes Thema

  • Marcus Urban im Interview auf welt.de über das wohl schwierigste und totgeschwiegenste Thema im Fußball.


    Mir fällt es schwer, dazu eine klare Meinung zu haben. Einerseits denke ich, es darf doch wohl nicht wahr sein, daß ein Mensch sich sein Leben lang verstellen muss, nur um nicht seinen Job zu riskieren. Andererseits weiß ich ja um die Seele des Volkes. Der Kerl kann einpacken, zu sehr würd ihm -gerade in fremden Stadien- zugesetzt werden. Ein schwuler Fußballer, das wäre wie Öl ins Fanfeuer gießen. Dieses Bimbogerufe -wir kennen das Thema aus nem anderen thread hier- würde verstummen, ein neues Opfer wäre gefunden. Nicht auszudenken wenn er beides wäre. Schwarz UND schwul. Volkes Seele sucht sich nun mal immer die Schwachpunkte des Gegners. Ist schwul sein überhaupt ein Schwachpunkt? Oder schwarz sein? Warum ist da dieses fehlende Selbstbewußtsein, dazu zu stehen wie oder was man ist? Ist der Druck wirklich SO groß? Sind wir zu verletzlich? Oder zu schwach und suchen daher die Schwächen anderer? Vielleicht ist man einfach nur schwach, weil man als Randgruppe gilt, und weil man sich selbst als solche sieht!?


    Ich empfehle derzeit keinem Spieler dies zu tun, auch wenn ich mich mit dieser Meinung nicht wohl fühle, weil sie allem widerspricht, was ich eigentlich denke. Schweres Thema.


    Wie denkt Ihr darüber? Was, wenn es ein Unioner ist, der plötzlich den ersten Schritt wagen würde?


    Danke für eure Aufmersamkeit, u.n.v.E.U.

  • Das Thema hatten wir schon mal. Gab dazu auch schon Dokus im TV.


    In Berlin wäre das den meisten scheißegal. In Sachsen und Bayern kamen einige Stimmen: "Der müsste sofort entlassen werden!"

    Erst ignorieren sie dich, dann machen sie dich lächerlich, dann kämpfen sie gegen dich, und dann verlieren sie gegen dich.


    Sonnabend, 5. Februar 2011 Hertha BSC - 1.FC Union 1:2

  • Wir haben einen schwulen Regierenden Bürgermeister in Berlin.
    Wir haben vielleicht bald einen schwulen Außenminister.
    Also wo ist das Problem, ich hätte keins damit.

    Ich glaube, ich bin jetzt in dem Alter, in dem ich Leute von Anfang an Doof finden darf. Hab ja nicht ewig Zeit.

  • Wenn sich zwei sexuell u. geistig erwwachsene Menschen zueinander hingezogen fühlen sollte es egal sein welches Geschlecht die beiden miteinander haben und wenn se meinen, dass die Anziehung so stark ist, dass se inne Kiste müssen....na dann sach ick nur víel Spasss....Ich habe in meinem Leben viele Beziehungen gehabt...(nen Kerl war nicht dabei) nun ja bei meinem Lebenswandel eher nen Zufall. Was ich damit sagen will, wenn es so gewesen wäre würde das eigentlich Niemanden was angehen und wenn ich das meinen Freunden erzähle und die mich dann dafür verurteilen, meiden, verspotten oder Ähnliches. Ich denke solche Leute wären die längste Zeit meine Freunde gewesen.....Um auf den Punkt zu kommen mir ist es relativ :wurst was unsere Götter Nachts im Bett machen solange es ihnen für´s nächste Spiel gut tut :thumbsup:

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  • ok ok ok... eure generelle Meinung in allen Ehren, nur ist das eigentlich nicht mein Anliegen mit diesem Thread.
    Die, die es anders sehen, würden sich hier höchstwahrscheinlich eh nicht äußern.


    Mir gehts vielmehr um die Problematiken, die ein solches Outing mit sich bringen würde. Und jeder, der etwas nachdenkt, weiß eigentlich was ich damit meine. Für den Spieler, für die Mannschaft, den Verein, die Fans. Dies zum Einen.
    Zum anderen auch generell, warum ist es einem Fußballproi nicht möglich? Ist die Angst vor dem Outing überhaupt berechtigt? Warum hat man denn bei diesem Thema wohl solch eine Angst?


    Nun, ich weiß, das Thema war schon im alten Forum und ich werds mir durchlesen am WE, aber das Thema ist meiner Meinung nach ja auch noch nicht ausgestanden.


    So und nun langsam fertig machen... :schal:

  • Bei einigen weiblichen Nationalmannschaftsmitgliedern ist es durchaus bekannt, dass sie lesbisch/bi sind. Große Nachteile haben die dadurch ja wohl nicht. Die stehen allerdings auch nicht ganz so in der Öffentlichkeit wie die Männer.


    Ein Bundesligaprofi hätte auch das Problem, dass er mit/gegen Leute spielen muss, in deren Kultur Homosexualität ein Verbrechen ist, und ich meine nicht nur im Europapokal, was aber noch mal ein zusätzliches Problem wäre. Unabhängig von Beleidgungen durch ewig gestrige Fans, gäbe es für ihn sicher das Problem ständig auf sein schwul sein reduziert zu werden. "Guck mal wie der einwirft!" "Guck mal wie der mit dem Schiri diskutiert!"


    Wenn sich vielleicht zwanzig Profis gleichzeitig outen wäre das etwas abgefedert, aber wer will schon der erste sein und dann im breiten Medieninteresse stehen?


    Ich wage aber mal zu behaupten, dass nach der ersten Aufregung Ruhe einkehren würde. Mich hat auch nie interssiert welche 18-jährige Schl... Olli K. oder Lothar M. gerade wieder abschleppen. Das war mir sowas von Latte, Hauptsache die Bayern haben wieder drei Punkte eingefahren. Alles andere interssiert doch nur irgendwelche Hausfrauen, die gerne Klatschpresse lesen. So wäre das mit den schwulen Profis auch.

    Erst ignorieren sie dich, dann machen sie dich lächerlich, dann kämpfen sie gegen dich, und dann verlieren sie gegen dich.


    Sonnabend, 5. Februar 2011 Hertha BSC - 1.FC Union 1:2

  • Schwul ist doch kein Schimpfwort mehr, weil selber von Ihnen benutzt. Wenn man also solch ein Schwulen als das beschimpft was er eigentlich ist, nämlich ein Schwuler ist dies keine Beschimpfung, nur weil sie von Heterosexuellen kommt. Nur die Schwulen meiner Mannschaft beschimpfe ich nicht, ist doch klar :thumbsup: .
    Also ist das für mich ganz normale Beschimpfung eines gegnerischen Spielers, wenn......ja wenn es einen geben würde. Einige wenige Union Fans sind schwul, ist mir bekannt . Ist doch völlig normal, warum aber sollten Die sich outen?
    Sie sind Menschen wie wir alle, tragen zwar nicht üppig dazu bei den demographischen Faktor abzumildern ;) , aber sind Unioner nichts Besseres und nicht Schlechters! Nur sollte man eins nicht machen, hinter jeden Aspekt der Emotion auf dem Fußballplatz wieder eine Diskriminierungsnummer zu machen..... :thumbdown:
    E.U.Wassermann

  • Wir haben einen schwulen Regierenden Bürgermeister in Berlin.
    Wir haben vielleicht bald einen schwulen Außenminister.
    Also wo ist das Problem, ich hätte keins damit.


    Ich wollts auch schon sagen :D




    Sexualität ist Privatsache. Punkt und Schluß. Ich bin mir da aber wirklich nicht sicher, wie Fußballpublikum allgemein und auch unser Publikum reagieren würde, wenn sich jemand outet.



    Jetzt mal geraderaus: Es wär mir scheissegal :D Kann doch jeder machen was er will. Ich denk ma bei Union oder Pauli ist das jetzt nicht so das Problem. Aber bei den Bayern oder anderen "Vorzeigeklubs" wird das schon schwieriger... ;) Aber vielleicht habe ich da auch meine Vorurteile. Mag sein...


    Wen interessierts? Mich nicht.
    Ich denk ma so denken dann wohl die meisten. Ausnahmen wirds da natürlich auch geben, aber so unverbesserliche hat man immer dabei.

    Das mit den Stellenstreichungen trotz traumhaften Profiten geht solange gut, bis die Leute sich daran erinnern was man mit ein paar Mistgabeln und Fackeln feines machen kann.

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