Netzathleten

Schon GEZahlt heute?

  • lch möchte gern den öffentlich rechtlichen Rundfunk behalten. Für einen so geringen Beitrag eine solche Fülle von Bildung, Kultur, Sport, lnformation und Unterhaltung jeden Tag ist toll.


    Sonst blieben nur als Alternativen die kommerziellen Sender, geprägt von dem marktwirtschaftlichen Ziel, Profit zu machen, vollgestopft mit hohem Anteil Werbebotschaften, Sensationshascherei und Billigproduktionen.


    Die angebliche Beitragsfreiheit bezahlen wir über die Werbekosten der von diesen Unternehmen vertriebenen Produkte.

  • Mein Beitrag zielte auf den "Aufruf" zum Volksentscheid zur Abschaffung. Natürlich finde ich nicht alles gut, aber dann sollte man eine Verbesserung anstreben und nicht den ÖR infrage stellen. Warum ist der Volksentscheid in der Schweiz für den Erhalt des ÖR ausgegangen? Die Menschen haben erkannt, was sie verlieren.


    Auch hier steht doch die Frage, wem nützt die Abschaffung, wer ist daran interessiert, Bildungsinhalte und Kultur dem Kommerz zu opfern und auch noch den Hauptwettbewerber zu beseitigen. Der Kunde wird für diese Interessen manipuliert und missbraucht.

  • ein volksentscheid zu diesem thema ist totaler Nonsens, weil man in einem Volksentscheid immer nur eine "ja oder nein" frage stellen kann. für komplexe Fragestellungen ist eine solche ja/nein-, weiß/schwarz-, gut/börse-zuspitzung aber nicht sinnvoll. zwar lieben Populisten weltweit solche Vereinfachungen, weil sie dann schön die Bevölkerung spalten und ihre eigenen Stimmenanteile erhöhen können, aber wie das Beispiel brexit zeigt, sind ja-oder-nein fragen für komplexe sachverhalte die dümmsten fragen, die man überhaupt stellen kann.


    EISERN

    2016 wurde der Beginn des Anthropozäns ausgerufen. 2018 leben wir inzwischen im Hysteriozän.

  • Mein Beitrag zielte auf den "Aufruf" zum Volksentscheid zur Abschaffung. Natürlich finde ich nicht alles gut, aber dann sollte man eine Verbesserung anstreben und nicht den ÖR infrage stellen. Warum ist der Volksentscheid in der Schweiz für den Erhalt des ÖR ausgegangen? Die Menschen haben erkannt, was sie verlieren.


    Auch hier steht doch die Frage, wem nützt die Abschaffung, wer ist daran interessiert, Bildungsinhalte und Kultur dem Kommerz zu opfern und auch noch den Hauptwettbewerber zu beseitigen. Der Kunde wird für diese Interessen manipuliert und missbraucht.

    Für mich steht der Reformbedarf bei den ÖR außer Frage. Ob dieser auch dort (bzw. bei den "Auftraggebern") gesehen wird, bezweifle ich stark. Es hat sich in den letzten Jahren so eine Art "Medikative" gebildet, die neben den ÖR auch große Teile privater Medien einschließt (Stichwort L-Presse).


    Ein Ausmisten des Ladens muss ja nicht dessen Abschaffung bedeuten. Insofern kann ich mich deinen Äußerungen anschließen. Ebenso sind die so genannten privaten Medien alles andere als eine Alternative.

  • @ Saxe,

    Du kannst doch den ÖR behalten und er darf sich sogar über die Rundfunkbeiträge finanzieren, aber eben nicht unter Zwang.

    Natürlich will man durch den Volksentscheid das Gesetz kippen, was jedoch nichts mit den Fernsehbeiträgen als solches zu tun hat, sondern mit der Umverteilung der Mittel.

    Die Intendantin des RBB bezieht ein Jahresgehalt von 349.000 € (ca. 100.000Euro mehr als unsere Mutti) und läßt sich ihren Ruhestand mit zusätzlichen 2-3 Mio. Euro versüßen.

    Wer trägt hierfür die Kosten?

    Und somit macht der Volksentscheid für mich auch Sinn und da gibt es nur ein Ja oder Nein!

    Back to the Roods wäre Wünschenswert, so wie es von 1923-2012 der Fall war, als die Rundfunkgebühr auf freiwilliger Basis bezahlt wurde. Jeder der ein Rundfunkgerät angemeldet hat, konnte die Rundfunkgebühr entrichten. Selbst zu Zeiten einer/zweier Diktatur(en) kam man nicht auf die Idee, die Rundfunkgebühr als Zwang zu erheben und bei nicht zahlen dieser mit einer Gefängnisstrafe zu belegen, wie In Fall von einer Frau, die 61 Tage in den Knast musste, weil Sie sich dagegen diese Zwangsabgabe gewehrt hat.

    Ist sowas Normal in einer Demokratie?


    Ich bezahle ebenfals dies Zwangsgebühr, weil ich überwiegend die Dritten, Sat3 oder Arte sehe und habe kein Problem damit. Allerdings wird mir Übel, wenn ich sehe, wenn man jährlich über 7,1 Mrd. Euro verpulvert und den Rand nicht voll bekommt, weil man bis 2020 eben 9.Mrd. benötigt.

    Auf meinem Grabstein soll stehen :
    "Guck nicht so doof, ich läge jetzt auch lieber am Strand!

  • Nachschuss, gerade weil sich die Medienlandschaft seit dem Zeitraum 1923 bis heute deutlich verändert hat, war es notwendig darauf zu reagieren. Neben dem Empfang über die klassischen Rundfunk- und Fernsehgeräte können heute diese Leistungen auch über Computer oder Handy genutzt werden.


    Das alte Beitragssystem war dafür nicht geeignet. Deshalb wurde es durch das neue System abgelöst und - so mein Kenntnisstand - höchstrichterlich bestätigt.


    Zu den Gehältern und deren Höhe kann ich nur darauf verweisen, dass auch hier die Marktwirtschaft wirkt. Der Preis wird über Angebot und Nachfrage bestimmt. Ob die Summe für uns zu hoch erscheint ist die eine Seite, ob das Gehaltsangebot im Vergleich mit dem direkten Wettbewerb standhalten kann eine andere. Insofern liegt es auch im Interesse der Beitragszahler, für die einzelnen Jobs die richtige Besetzung zu finden. Das gilt bei einem Fußballer mit 350 T€ genau so.


    Weißt Du, ob die von Dir genannte Intendantin gerade durch ihr Tun, wesentlich zur effektiveren Arbeit des rbb beiträgt und die genannte Gehaltssumme locker wieder einspielt? Ich weiß es nicht, bei einem Fußballer geht das schon eher.