Netzathleten

Dr. Michael Kölmel

  • Wurde dir doch hier bereits erklärt...


    Nicht ganz. Meine Frage ist, wieviel müßte Union zurückzahlen, wenn man das Darlehen jetzt ablösen wollte? Sicherlich werden die Wenigsten die Vertragsdetails kennen, könnte aber ja sein dass das mal irgendwann bzw. irgendwo bekannt gegeben wurde. Und nu fass @Bexter ...

  • sicherlich nicht deutlich weniger. man muss die lange laufzeit (inzwischen 17 jahre bei union) sowie den zinseszinseffekt beachten. selbst bei einem zinssatz von nur 5% p.a. würde sich ein schuldbetrag innerhalb von 17 jahren weit mehr als verdoppeln; bei 7% zins p.a. verdreifachen. das ist also kein ausdruck von wucherzinsen sondern ausdruck des (oft unterschätzten) zinseszinseffektes, gerade bei langer laufzeit. berühmtestes beispiel der sog. "jesuspfennig". 1 Pfennig angelegt zu 1% im jahre 1 wäre heute ein millionenbetrag


    EISERN

    Nach 20 Jahren sage ich dem Unionforum "Lebewohl". Ein Ort, wo sich manisch auskotzende Hater alle anderen Diskussionen überlagern, die sich auch nicht zu schade sind, mit Stasi-Methoden gegen Leute vorzugehen, die eine andere Meinung haben, ist nicht (mehr) mein Ort.

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  • Nicht ganz. Meine Frage ist, wieviel müßte Union zurückzahlen, wenn man das Darlehen jetzt ablösen wollte? Sicherlich werden die Wenigsten die Vertragsdetails kennen, könnte aber ja sein dass das mal irgendwann bzw. irgendwo bekannt gegeben wurde. Und nu fass @Bexter ...


    Kann es sein, daß du dem Irrglauben aufgesessen bist, DüDo hätte zur Ablösung bei Kölmel 30 Mio Eurolyten berappt? Ich habe das nämlich so gelesen, daß dieses Darlehen schlußendlich insgesamt diese Summe gekostet hat.
    Wie diese Rechnung bei Union aussähe, wird für Uneingeweihte Spekulation bleiben müssen (besser ist). Wie zur Zeit eine Schlußrechnung aussähe, wäre unter anderem auch Verhandlungssache.

    I'm a fool in search of wisdom...


    Der mündige Bürger ist das Feindbild des Mainstreams

    Vera Lengsfeld

  • Zitat:


    "Ein teueres Darlehen


    Die Vereine versuchen sich gerade in erfolgreichen Zeiten freizukaufen. Als
    Düsseldorf nach seiner Bundesligasaison das Darlehen bis zum Sommer
    2013 ablöste, wurde bekannt, dass den Verein das ursprüngliche Darlehen
    von 15 Millionen DM insgesamt rund 30 Millionen Euro gekostet haben
    wird."
    8|

    "Die erste Generation schafft Vermögen, die zweite verwaltet Vermögen, die dritte studiert Kunstgeschichte, und die vierte verkommt."

    Otto Fürst von Bismarck

  • Was gibt es da zu wundern? x % vom Fernsehgeld summiert sich eben über so eine lange Laufzeit. Wem das nicht passt, der unterschreibt eben so einen Vertrag nicht (wenn er die Wahl hat) oder zahlt früher zurück. So einfach ist das im Prinzip.
    Und wer immer mit Augenmaß wirtschaftet, wird sich nicht selbst in so eine Situation bringen.
    Aber die Unterzeichner (in unserem Falle Hofmann/Bertram) haben damit ja weniger ein Problem. Die ziehen dann weiter und "retten" den nächsten Verein.


    PS. Möge Dirk Zingler noch sehr lange und sehr gesund leben. Und mögen wir das nicht vergessen und eventuellen Nachfolgern ganz genau auf die Finger schauen.

  • 2010 hat Union doch in einer Grundlagenvereinbarung mit Kölmel eine endgültige deckelung der Schulden ebschlossen. Rückzahlbar sollte das alles spätestens 2025 sein. Doch schon jetzt werden doch offensichtlich jährlich Summen zurückgeführt, wie man auf der letzten MV hätte mitbekommen könnne. Dies ist wohl vor allem der DFL-Forderugn des jährlichen Schuldenabbaus von 5% für zweitligisten udn 10% für Erstligisten geschuldet.


    10 Mio sind weiter im Rangrücktritt versehen.

  • So oder so ordentlich Kohle. Irgendwo passt die Verschuldung auch in das Geschäftsmodell Union gerade so rein, ob man Jünger Wowereits oder Gysis ist, ist da egal. Wer frei von Schulden ist, werfe den ersten Stein? Also ich. :P


    Daß bei Union in den 90ern Mätzchen gemacht wurden, die uns an den Abgrund geführt haben, ist ja keine neue Erkenntnis. Um diesem Abgrund doch noch zu entgehen , brauchten wir eben einen Geldgeber. Der wurde mit Michael Kölmel gefunden. Logisch, daß der dafür auch was haben wollte. Wäre er aber nicht fair zu uns gewesen, wären wir längst in der Versenkung verschwunden.
    Letzlich lohnt es sich für beide Seiten; Wir existieren noch und sind erfolgreich (jedenfalls mehr denn je seit der Zusammenlegung von DFB und DFV) und können folglich allmählich unsere Verbindlichkeiten abtragen. Wir haben unsere Lektion gelernt! Und wir haben das Glück in Kölmel einen Geldgeber gefunden zu haben, der uns einige Freiheiten gewährt und dem dieser Verein auch am Herzen liegt. Immerhin habe ich ihn schonmal auswärts mitten zwischen den normalen Fans stehn sehen.
    Ob sich bei eurer Beziehung zu KKR ähnliche Gegebenheiten entwickeln werden, bleibt abzuwarten.

    I'm a fool in search of wisdom...


    Der mündige Bürger ist das Feindbild des Mainstreams

    Vera Lengsfeld

  • ...Irgendwie passt(e) es in das Geschäftsmodell der alten Tante hinein, sich einerseits die Stadionmiete stunden zu lassen und am fetten Senatstropf zu hängen, andererseits aber mit einem Etat "jenseits von Gut und Böse" den Finanzkrösus der 2. Liga zu spielen. Sicher, UNION hat auch Schulden gemacht, als es um das nackte Überleben ging (Lizenzentzug für die 2. Liga, Abstieg bis in die Oberliga, ect.), aber wir hatten immer einen Etat hart an der Kante und haben nicht Hauptstadtklub gespielt. Dass wir jetzt das fünfte Jahr in Folge in der 2. Liga sind und ein schönes Wohnzimmer gebaut haben, ist zu aller erst dem Verein, seinen Mitgliedern und der Fanszene zu verdanken.
    Und genau das ist der entscheidende Unterschied zur protegierten Hertha, der ich trotzdem zum Klassenerhalt gratuliere. :thumbup:

  • Außerem möchte ich mal einen Geldgeber anderer Vereine sehen, der mit sich mit Sohnematz bei nem Auswärtsspiel ganz normal in den Gästeblock stellt.
    MK hat auch bei anderen Vereinen investiert, doch an uns hat er m.E.n. einen Narren gefressen, das gereicht uns sicherlich nicht zum Nachteil.... :hail

  • So oder so ordentlich Kohle. Irgendwo passt die Verschuldung auch in das Geschäftsmodell Union gerade so rein, ob man Jünger Wowereits oder Gysis ist, ist da egal. Wer frei von Schulden ist, werfe den ersten Stein? Also ich. :P


    Das Union reichlich Schulden angehäuft hatte in einer Vergangenheit bis 2004, hat doch niemand bestritten. Aber der Umgang mit dem Problem, dass es sauber gelöst wurde und wird bei glwichzeitig stiegenden Einannahmen und Etaterhöhungen und sukzessive immer weiter alles abgelöst wird, das ist das hüpfende Komma.

  • Als allererstes:Erste Quelle

    Kölmel hat insgesamt 15Mio € investiert. Die in der ersten Quelle genannten 2 Drittel sind die 10Mio die Dauerhaft als Rangrücktritt jedes Mal angegeben werden. Auf die Kölmel (vorerst) bis auf weiteres verzichtet und die nur aus künftigen Gewinnen getilgt werden sollen.

    Bleiben 5Mio. Diese wären 2010 fällig gewesen. "Gönner" Kölmel gab Aufschub bis 2025. Zweite Quelle

    Unberührt von der Vereinbarung 2010 sind weiterhin die 10Mio, also Aufschub der 5Mio bis 2025.

    Wir srechen 2014 von "nur" noch 5,6Mio. Dritte Quelle 2010 5Mio, 2014 5,6Mio, also 600mehr als 4Jahre zuvor, zumal Kölmel im Interview 2016 sagt die 10Mio sind weiterhin außen vor. Vierte Quelle. Nimmt man jetzt die Zahlen der MV 2017 und 2018 heißt es in beiden Jahren 8,7Mio bei Kölmel in der Kreide.Fünfte Quelle Weniger von 2017 zu 2018 wurde es also nicht. Wir reden aber immernoch davon, das 10Mio unberührt bleiben. Kölmel uns diese als Rangrücktritt vorerst erlässt und wir diese erst nach Tilgung der anderen Schulden und nur mit Gewinnen abzahlen müssen. Angenommen wir hätten die 2010 ursprünglichen 5Mio abgezahlt. Dann geben wir 2018 200.000€ Gewinn an, die wir laut Rangrücktritt dann zur Schuldentilgung der 10Mio aufwenden sollten. Dennoch bleibt die Summe von 2017 zu 2018 gleich. Es ist also wirklich davon auszugehen, das die 10Mio die Kölmel 2016 nennt weiterhin unberührt sind.


    Eher wurden aus den 5Mio aus dem Jahr 2010 bis 2014 5,6Mio und bis heute 8,7Mio. Deutet zumindest alles darauf hin. Gleichbleibende Zahlen der letzten beiden Jahre dann dadurch begründet, das man zumindest die Zinsen in dem Jahr getilgt hat. 2010 wurde lediglich erlassen, das wir die Schulden bis 2025 nicht zurück zahlen müssen, nicht aber das daraus keine Zinsen entstehen.


    Weiterhin muss man bei dem Deal mit Kölmel folgendes beachten: Sechste Quelle

    Kölmel bekommt also 13,75% der TV-Knete. Der Verein hat nichts anderes verlauten lassen, also hat das offenbar auch weiterhin Bestand.

    Kölmel spricht von 700.000€ im Jahr 2014 im Folgejahr von ca 1Mio €.

    Stand jetzt würden wir nächste Saison über 16Mio TV-Geld einnehmen. Entspricht für Kölmel 2,2Mio €. Dieses Geld wird nicht zur Schuldentilgung genutzt, sonst würden 2017 und 2018 nicht die gleichen Zahlen präsentiert, mit denen man bei Kölmel in der Kreide steht.

    Folgendes Szenario: wir spielen die nächsten 5Jahre oben mit, steigen aber nicht auf. Macht für Kölmel 2,2Mio Mal 5 = 11Mio €. Die Knete wandert einfach so zu ihm rüber unser Schuldenberg bei Kölmel bleibt trotz 11Mio Abgaben in 5Jahren der gleiche! Natürlich hatte Kölmel jedes Mal ein Eigeninteresse an der Verlängerung der Darlehen. Würden wir ihm 2,5Mio pro Jahr so überweisen, wären wir in 6Jahren die 15Mio los. Stattdessen bekommt er in 6Jahren annähernd den gleichen Betrag bei Erhaltung der Schulden. Solange Kölmel uns die Schulden jedes Mal erlässt verdient er hier kräftig weiter. Hätte er darauf bestanden, das wir ab 2010 zurück zahlen hätte es durchaus sein können, das wir wieder in die 3.Liga abrutschen. TV-Geld sogut wie keins und seine Gewinnspanne damit um einige Mio kleiner. Aber das kann man den Leuten natürlich so nicht sagen. Als Gönner daher kommen und noch was von Herzensangelegenheit quatschen. Das hält die Füße still in den Reihen wo man groß mitverdient.


    Ohne Aufstieg in die Bundesliga ist es also nicht unwahrscheinlich das Kölmel sein Engagement bis 2025 doppelt wieder rein hat und wir nicht einen Cent von unseren Schulden bei ihm runter sind. Und er sein Darlehen dann nochmal aufschiebt und weiter 13,75% TV-Geld im Jahr einstreicht.


    Aber jubeln wir trotz aller hier verlinkten Fakten weiter unserem Gönner zu, der sich nächste Saison definitiv auf über 2Mio € freut und diese nicht zum Schuldenabbau dienen. Herzensangelegenheit seit 2010 nicht einen Schritt uns entgegen gekommen, in der ganzen Zeit nicht einen Cent richtig erlassen, sondern nur aufgeschoben und in all der Zeit prozentual Mitverdient. Herzensangelegenheiten sehen definitiv anders aus.


    Ich schätze seine Herzensangelegenheit wird uns am Ende wirklich locker flockig 60-70Mio kosten. Da kommen alle positiven Töne von ihm natürlich locker über die Lippen.


    Und ich wiederhole mich gerne: Dusseldoof, Braunschweig und Dresden haben nicht umsonst zugesehen so schnell wie möglich aus der Nummer rauszukommen. In Dresden war die 2Fanumlage sogar auf Initiative der Fans selbst damit das Ganze Mal ein Ende hat, weil den Leuten dort klar geworden ist welche Summen dem Verein flöten gehen. Wenn selbst die Menschen aus dem Tal der Ahnungslosen soweit denken können ist es hier ja wohl nicht zu viel verlangt sich Mal ordentlich mit dem Thema auseinander zu setzen.