Netzathleten

17. Juni 1953

  • Also mir fällt am 17. Juni immer zuerst der Geburtstag von Union Oberschöneweide ein. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle uns allen also!


    P.S.: Den von mir ignorierten User eisernermufti bitte nicht zitieren, ich kann ahnen, was er schrieb. Will es aber nicht lesen! DANKESCHÖN!

  • P.S.: Den von mir ignorierten User eisernermufti bitte nicht zitieren, ich kann ahnen, was er schrieb. Will es aber nicht lesen! DANKESCHÖN!


    Du sprichst mir aus der Seele!

    „Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher." Bertolt Brecht

  • Frau Lötzsch von der Partei der Linken (PDS/SED) warnt vor einer "Überhöhung" zu einem Volksaufstand. Desweiteren muß man es im "Zusammenhang" mit dem noch nahen Kriegsende sehen (siehe faschistischer Aufstand, SED) . Natürlich versteckt sich sich hinter Heym (sein Buch über den 17.6.) , um Frontsstadt, kalten Krieg und die Konfrontation des Westens ins Spiel zu bringen. Und natürlich hat die "Partei" auch Fehler gemacht aus der die jetzige "Partei" schon ihre Schlußfolgerungen gezogen hat.


    Dies sollte sich jeder auf der Zunge zergehen lasssen und nicht nur den "offensichtlich" niedergeschossenen Opfern gedenken, sondern bei weitem was danach passierte in den Folterkellern der Stasi vor den sogenannten Gerichten, in den Zuchthäusern und Arbeitslagern der Sowjetzone !


    E.U.Wassermann

  • Also mir fällt am 17. Juni immer zuerst der Geburtstag von Union Oberschöneweide ein. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle uns allen also!


    P.S.: Den von mir ignorierten User eisernermufti bitte nicht zitieren, ich kann ahnen, was er schrieb. Will es aber nicht lesen! DANKESCHÖN!


    ...am 17.Juni 53 wurde doch der von den bonner ultras angezettelte imperialistische umsturzversuch mit hilfe der glorreichen roten armee verhindert,leider mit menschlichem kollateralschaden,stimmts herr oberlehrer ;) ...

  • geboren 10 Jahre nach den Ereignissen und dann erstmalig in den 70igern darüber nachgedacht muss ich ehrlich sagen, meine Erinnerungen als Jugendlicher über diesen Tag, waren recht eifersüchtig....Bei uns gabs nen Aufstand und im Westen hatten se Frei :cursing: :D
    Aus heutiger Sicht...tschja das die Russen da paranoia geschoben haben kann ich aus heutiger Sicht schon verstehen...halo 8Jahre zuvor hatte die deutsche Wehrmacht halb Russland(die SU) überfallen und verwüstet......... :pinch:
    Was am 17.6.1953 geschah war der Anfang vom Ende am 9.11.1989 Freiheit ist wichtiger als Alles andere :!:

  • ....und ich dachte immer das wäre 1941 gewesen :D .


    Ach das ging den Russen darum und nicht das sein Machtblock wackelt, aber da ist noch viel Stabüunterricht in den Köpfen. Ach ja Polen, Ungarn und die CSSR sind bestimmt deshalb auch von den Russen niedergwalzt worden, was hier so in den Köpfen von Einigen abgeht ist schon arg verwunderlich , nicht @ svense :wacko:


    E.U.Wassermann

  • die sowjetische handlungsweise in den 50er jahren war rein imperialistisch/kolonialistischer stil. es ging der udssr nur um eine sicherstellung ihrer herrschaft ueber osteuropa - d.h. absicherung des damaligen sowjetischen/sozialistischen imperiums. 1989 war die situation jedoch eine andere, hier war die udssr aus innenpolitischen problemen nicht mehr in der lage gewesen, ihr imperium zu erhalten und den verantwortlichen war dies bewusst. die udssr war 1989 wirtschaftlich und politisch am boden - ursache duerfte neben afghanistanniederlage, wettruesten auch tschernobyl gewesen sein. alle drei ereignisse verschlangen milliarden welche der damaligen wirtschaft fehlten.


    @svense ein erneuten ueberfall auf die udssr durch deutsche truppen duerften damals die wenigsten in der udssr befuerchtet haben, ebendso einen angriff der westmaechte - die udssr verfuegte bereits damals ueber ein kleines aber sehr abschreckendes atomwaffenarsenal

  • zu meiner Zeit wurde in StaBü das Thema 17.Juni 53 nur sehr marginal angesprochen.
    Das meisste Wissen was ich dazu habe stammt tatsächlich von olle G.Knopp, der alten Geschichtsverfälschersau und seinen Kohorten/Konsorten sowie von Augenzeugenberichten an Kneipenstammtischen in Gera, wo es heftig abgegangen sein soll.
    Ich glaube, wenn ich in dieser Zeit erwachsen gelebt hätte, so wäre ich (wie es auch sehr sehr viele getan haben sollen) nicht einen Tag länger in der DDR geblieben, denn die Grenzen waren ja noch leicht passierbar.

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  • für mich steht die frage:
    waren die streikenden wirklich so politisiert oder war der auslöser einfach "nur" ein ehrlicher arbeitskampf um bessere arbeits- und lebensbedingungen.
    wer heute bestreitet, dass die toten und verhafteten keine opfer eines gewaltregimes waren hat wenig bis nichts begriffen.
    jedoch gedenkt man den opfern auch nicht wenn man sie immer wieder als ikonen einer antilinken propaganda durch die straßen trägt.



    auch im kalten krieg war die wahrheit beidseitig das erste opfer...

    Manche Leute sind so sehr mit flammenden Reden über Tradition beschäftigt, dass sie gar nicht merken wenn die Glut in ihrem Handeln zu kalter, grauer Asche wird. Honeypie

  • boone , Schon in der Stalinallee wurde skandiert: "auf Ihr Bürger reiht Euch ein , wir wollen freie Menschen sein!" Da war noch nicht ein "Halbstarker" aus dem Westen mit dabei. Die kamen erst mit dem Demozug Hennigsdorfer Stahlwerk (durch den Westen) zum Leipziger /Potsdamer Platz dazu. Als Elektrokohle und Knorr Bremse dazu kam, Alex sollen schon Freie Wahlen und ein einiges Deutschland zu den Slogans gehört haben (Stasiunterlagen zu den Demos).


    E.U.Wassermann

  • boone , Schon in der Stalinallee wurde skandiert: "auf Ihr Bürger reiht Euch ein , wir wollen freie Menschen sein!" Da war noch nicht ein "Halbstarker" aus dem Westen mit dabei. Die kamen erst mit dem Demozug Hennigsdorfer Stahlwerk (durch den Westen) zum Leipziger /Potsdamer Platz dazu. Als Elektrokohle und Knorr Bremse dazu kam, Alex sollen schon Freie Wahlen und ein einiges Deutschland zu den Slogans gehört haben (Stasiunterlagen zu den Demos).
    E.U.Wassermann


    Nicht auszudenken, wenn die damals schon Polenböller äh Splittergranaten gehabt hätten wa?

  • Ich war damals noch ein Gedanke meiner Eltern, habe also diese Zeit nicht aktiv erlebt. Das es zu jener Zeit in der DDR schwere Unruhen gab, dürfte unstrittig sein. Ansonsten dürfte die Wahrheit wohl wie immer bei solchen Themen irgend wo in der Mitte liegen. Ich habe mir schon lange angewöhnt, solche Dinge aus historischer Sicht zu betrachten.


    Volksaufstand - Konterrevolution. Ich glaube, damals hat jede politische Gruppe entsprechend ihrer Ausrichtung mitgemischt und es war die Zeit des "kalten Kriegs". Für die USA und die Russen ging es damals wohl nicht um die Arbeiter, welche wegen irgend welcher Normen zunächst nur streikten. Es ging um Machpositionen der Großmächte und dafür ließen damals viele ihr Leben.


    Aber wie gesagt, jeder wird zu dieser Problematik seine Meinung haben.....,und jeder wird sagen, ich habe recht, so war das damals. Ich akzeptiere jeder Meinung, solange sie sachlich daherkommt.


    Frank

  • Ich denke auch man sollte den Opfern gedenken und nicht darüber sei politisches Müdchen kühlen.
    Es sind schließlich Menschen gestorben damals, die für ihre Sache auf die Straße gegangen sind.

    Ich glaube, ich bin jetzt in dem Alter, in dem ich Leute von Anfang an Doof finden darf. Hab ja nicht ewig Zeit.

  • boone , Schon in der Stalinallee wurde skandiert: "auf Ihr Bürger reiht Euch ein , wir wollen freie Menschen sein!" Da war noch nicht ein "Halbstarker" aus dem Westen mit dabei. Die kamen erst mit dem Demozug Hennigsdorfer Stahlwerk (durch den Westen) zum Leipziger /Potsdamer Platz dazu. Als Elektrokohle und Knorr Bremse dazu kam, Alex sollen schon Freie Wahlen und ein einiges Deutschland zu den Slogans gehört haben (Stasiunterlagen zu den Demos).
    E.U.Wassermann


    Das habe ich genauso gelesen aber waren die Leute damit schon so politisiert, wie boone fragte? Da habe ich große Zweifel. Sie haben in großen Scharen demonstriert, weil es gegen die Normerhöhung ging und weil sie die dann kurzfristig angekündigte Rücknahme den Machthabern nicht geglaubt haben. Das war so gut, aber politisiert ist man damit noch nicht.
    Dan Aufzeichnungen in den Stasiunterlagen stehe ich sehr skeptisch gegenüber. Da haben ein paar Spitzel wohl aufgeschrieben, was ihre Chefs gerne lesen wollten. Die Forderung nach "Freien Wahlen" war damals meiner Meinung nach gar nicht so wichtig, weil es die vorher gegeben hatte und die SED trotzdem die Macht errungen hatte. Die Forderung nach einem "einigen Deutschland" wurde damals im Osten nicht gegen die Machthaber erhoben, weil das genau Stalins Vorschlagund insofern auch SED-Linie war. Und warum sollte man auf einer Demo gegen die SED Dinge fordern, die von der SED vertreten wurden bzw. deren Macht sicherten? Das macht keinen Sinn.


    Die ganze historische Debatte ist für mich heute aber nicht der Punkt und Tote miteinander verrechnen mag, wer Lust daruf hat. Es war das gute Recht der Leute damals, zu demonstrieren und die Niederschlagung der Demos spottet jedem demokratischen Gemeinwesen.

    Der natürliche Grundzustand des Fußballfans ist bittere Enttäuschung, egal wie es steht. Nick Hornby

  • und ich dachte immer das wäre 1941 gewesen


    Eigentlich will ich mit dir Herr wassermann keine Diskusion....natürlich war es ne Sauerei was die Kommunistischen Machthaber der SU und seinen sogenannten "Verbündeten" (Besetzten) gemacht haben...Trotzdem war es 8Jahre nach Kriegsende woran Nazideutschland die Schuld hatte und die Menschen der ehemaligen SU musten nicht nur ihr brutales Verbrecherregime erdulden nein da kommt dann auch noch die Deutschen einmarschiert...Da dachten dann bestimmt die Esten und Letten und Ukrainer jetzt kommen ihre Befreier :wacko:

  • Eigentlich will ich mit dir Herr wassermann keine Diskusion....natürlich war es ne Sauerei was die Kommunistischen Machthaber der SU und seinen sogenannten "Verbündeten" (Besetzten) gemacht haben...Trotzdem war es 8Jahre nach Kriegsende woran Nazideutschland die Schuld hatte und die Menschen der ehemaligen SU musten nicht nur ihr brutales Verbrecherregime erdulden nein da kommt dann auch noch die Deutschen einmarschiert...Da dachten dann bestimmt die Esten und Letten und Ukrainer jetzt kommen ihre Befreier :wacko:

    in den von der udssr anektierten gebieten wurde die damalige wehrmacht anfangs oft als befreier begruesst, dies anderte sich aufgrund der deutschen rassenpolitik/ideologie in osteuropa jedoch recht schnell.

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