Netzathleten

R.I.P. Eddy

  • Eddy hat uns unsere fröhlich-verrückte Seite aufgezeigt, hat uns erleben lassen dass Unioner sein eben nicht bierernst ist.
    Ein Unikum, ein bedeutender Puzzlestein vom Unionbild.
    Nehmen wir uns ein Vorbild an Eddy, lassen wir uns die Dinge, die auf uns zu kommen und zu lösen sind, mit fröhlichen-optimistischen Herzen angehen, so wie er es immer gemacht hat.


    Eddy, Du wirst niemals vergessen, EISERN UNION

    Manche Leute sind so sehr mit flammenden Reden über Tradition beschäftigt, dass sie gar nicht merken wenn die Glut in ihrem Handeln zu kalter, grauer Asche wird. Honeypie

  • Versuch eines Nachrufs...


    Ahoi Jungs… Ganz bewusst wähle ich jetzt hier die Mehrzahl und meine sowohl den Seemann, als auch den Seebären Eddy, die jetzt also gemeinsam Seite an Seite auf der Brücke am Steuer stehen. Irgendwie eine schöne Vorstellung! Weil sie für mich als Typen auch zusammen gehören. Weil sie sich so ähnlich waren und weil sie Union so völlig gleich er- und gelebt haben. Die beide in schwersten Zeiten zum Verein hielten, die wunderbar schräge Ideen umsetzten und doch neben dem Kampf auch immer Platz für Spaß ließen. Die also beide zu den Werten des Vereins auch zählten, dass man sich weiterentwickelt und nicht alles so furchtbar ernst und fundamentalistisch zu sehen habe. Und man eben immer auch Spaß haben sollte und auch haben darf. Das alles selbst in den schwersten Krisen – sei es privat, gesundheitlich, im Job oder eben bei unserem Verein. Ich hatte das große Glück, mit beiden so manches Auswärtsspiel besuchen zu können und dabei über Stunden durch die Lande zu fahren. Und immer, wirklich IMMER, gab es neben Aufgeregtheit, Trauer, Jubel, Fassungslosigkeit, Euphorie, Kopfschütteln, unsagbarer Freude und Verzweiflung eben jede Menge Spaß. Neben Engagement und Spaß gab es aber noch etwas, was beide immer verband und uns in Gedenken an die beiden (und all die anderen Unioner) in Erinnerung bleiben sollte – die Hoffnung. Gerade jetzt, wo uns der Schmerz erst einmal den Verstand zu rauben droht, ist es wichtig, so etwas wie Hoffnung zu haben.


    Dazu eine kleine Geschichte: Ich besuchte einst das Schloss Tegel. Lange Jahre Wohnort der Humboldts und auch dessen letzte Ruhestätte. Und Letztere blieb mir mehr in Erinnerung als das durchaus süße Schlösschen dort oben im Norden.
    Treffender als ein gewisser Theodor Fontane in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ kann man nicht beschreiben, was man empfindet, wenn man diesen Friedhof betritt. Ich zitiere also Fontane: Sie liegen in der Erde - des Fortlebens im Geiste sicher, durfte ihr Wahlspruch sein „Erde zur Erde“. Kein Mausoleum, keine Kirchenkrypta nimmt hier die irdischen Überreste auf; ein Hain von Edeltannen friedigt die Begräbnisstätte ein und in märkisch-tegelschem Sande ruhen die Mitglieder einer Familie, die, wie kaum eine zweite, diesen Sand zu Ruhm und Ansehen gebracht hat. Am äußerstem Ende erhebt sich eine dreißig Fuß hohe Granitsäule auf Quaderstufen. Von der Säule blickt die Marmorstatue der »Hoffnung« auf die Gräber herab. Blumenbeete schließen das Eisengitter ein... Wenn ich den Eindruck bezeichnen soll, mit dem ich von dieser Begräbnisstätte schied, so war es der, einer entschiedenen Vornehmheit begegnet zu sein. Ein Lächeln spricht aus allem und das resignierte Bekenntnis: wir wissen nicht, was kommen wird, und müssen's – erwarten. Im Herzen dessen, der diesen Friedhof schuf, war eine unbestimmte Hoffnung lebendig, aber kein bestimmter siegesgewisser Glaube. Ein Geist der Liebe und Humanität schwebt über dem Ganzen, aber nirgends eine Hindeutung auf das Kreuz, nirgends der Ausdruck eines unerschütterlichen Vertrauens... Die märkischen Schlösser haben abwechselnd den Glauben und den Unglauben in ihren Mauern gesehen, nur Schloss Tegel hat ein drittes Element in seinen Mauern beherbergt... jenen Geist, der lächelnd über die Kämpfe und Befehdungen beider Extreme, das Diesseits genießt und auf das rätselvolle Jenseits hofft!“


    Wenn also selbst eine Dynastie wie die der Humboldts – immerhin allesamt bedeutende Naturwissenschaftler – nicht wusste, was kommt, aber zumindest auch die Hoffnung hatte, dass da noch etwas kommt, wie können wir uns dann anmaßen zu sagen, dass dies nicht so sei? Erlauben wir uns einfach, diese Hoffnung auch zu haben!!! Wir wissen nicht, was kommen wird, und müssen`s – ERWARTEN! In diesem Sinne sagen wir Tschüss und hoffen auf ein Wiedersehen! Machts jut Jungs und irgendwie immer eine Hand breit Wasser unterm Kiel. Achso, und natürlich niemals vergessen…

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  • Ein unbeschreiblicher Verlust für unsere Unionfamilie!
    Herzliches Beileid allen Angehörigen.
    Eddy hatte nicht nur die umfangreichsten Waden außerhalb Bayerns sondern das Herz am richtigen Fleck!
    Seine Unionschiffe sind weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und verdeutlichen eindrucksvoll die Besonderheiten unseres Vereines.
    Der Schock sitzt tief!
    Vielen Dank für dein Werk und dein Dasein als Sponsor, Botschafter und Fan des 1. FCU.
    Die Stunden auf deinen Schiffen waren immer entspannt und unterhaltsam! Danke dafür!
    In den kommenden Tagen werde ich mir die Reportage über Eddy bei Sport1 nochmals abrufen und so deiner Person gedenken!
    Eisern Eddy und RIP

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