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Eine Schule für Uganda

  • Meine Tochter Anja hat mich gebeten, folgenden Text zu posten:


    Liebe Unioner,


    wisst ihr noch, wie wir damals unser Wohnzimmer, unsere Alte Försterei umgebaut haben? Genau! - Mit
    unseren eigenen Händen, viel Dreck und Staub, Schweiß und Herzblut und jeder Menge Gleichgesinnten. Auf genau diese Art werde ich (selbst langjährige Unionerin) ab Mitte Juli mithelfen, in Mugoye/Uganda eine Schule zu bauen.


    Für 78 Kinder der St. Mary's Mugoye Grundschule, die zurzeit noch in der Kirche oder unter freiem Himmel unterrichtet werden, soll somit ein Gebäude zum Lernen entstehen. Zwar hab ich seit ein paar Wochen
    meinen Masterabschluss in Architektur in der Tasche, was den Bau selbst angeht, bin ich jedoch Laie. Deshalb wird es vor Ort ein paar Profis geben, die uns 12 Freiwillige wie damals bei unserem Wohnzimmerbau anleiten werden. Mit dem einzigen Unterschied, dass das Schulgebäude in nur 5 Wochen stehen soll ;)


    Das Projekt nennt sich „BRICKS“ und wurde von der vollständig ehrenamtlich tätigen Organisation „Go Ahead! e.V.“ ins Leben gerufen. Vor Ort unterstützt uns deren afrikanische Partnerorganisation AVEC International (Assistance for Vulnerable Elderly and Children).


    Die Baukosten werden durch Spenden finanziert, die zu 100% in den Aufbau der Schule fließen – davon werden dann Materialien wie Türen, Fenster und Ziegelsteine (BRICKS) bezahlt.


    Ich wäre euch sehr dankbar, wenn ihr den ein oder anderen Euro dazugebt und somit aktiv helft, dieses Projekt in Uganda verwirklichen zu können:
    Go Ahead! e.V.
    IBAN: DE87694900000006662412
    SWIFT: GENODE61VS1 Volksbank e.G. Villingen
    Betreff: "BRICKS 15 BAUKOSTEN ANJA SCHROEDTER"

    Auf den folgenden Bildern kann man die jetzige „Schul“-Situation erkennen, sowie einige Eindrücke des zukünftigen Schulgebäudes.


    Frist ist der 09.07.2015. Jeder der spendet könnte außerdem auf Wunsch eine Spendenquittung erhalten.


    Danke euch fürs Lesen! EISERN!
    Anja

  • Ich find's immer cool wenn Leute nicht nur reden, sondern auch machen. Grossen Respekt dafür! Gibt's auch ein paar Taler von mir dazu. Da kann man sein vermeintliches Gutmenschentum mal guten Gewissens ausleben, ohne auch nur aufzustehen zu müssen.Schöne , neue Welt.

  • Wenig Zeit bis zum 9. Juli. So fällt es schwer, etwas - außerhalb des Spendens - noch zu organisieren. Bei Union-Spielen oder größeren Veranstaltungen. Frag doch mal bei CA per Mail nach, ob rund um das Auftakttraining am Sonntag (kommen doch sicher 4000-5000) etwas Werbung oder sogar Aktionen durch die Klasse Deiner Tochter möglich ist. Die Wahrnehmung und der Radius wäre gewaltig größer ...

  • Zwar hab ich seit ein paar Wochen
    meinen Masterabschluss in Architektur in der Tasche, was den Bau selbst angeht, bin ich jedoch Laie. Deshalb wird es vor Ort ein paar Profis geben, die uns 12 Freiwillige wie damals bei unserem Wohnzimmerbau anleiten werden.


    Sollte nicht ein Diplom-Architekt (Master soll ja so was ähnliches sein) in der Lage sein, einen solchen Bau zu leiten?


    Sollte er/sie/es (Gender!) nicht etwas mehr sein als ein Laie?

  • Ein Architekt ist kein Bauleiter. Und sollte es eigentlich auch besser nicht sein (eigene Erfahrung :S ).


    Insofern finde ich das Eingestehen der eigenen Laienhaftigkeit als Bauleiter als sehr positiv.


    Architektur teilt sich auf in Planung und in der Bauleitung. Leistungsphasen 1-9 der HOAI.
    aber jeder so wie er kann ;)

  • Insofern finde ich das Eingestehen der eigenen Laienhaftigkeit als Bauleiter als sehr positiv.


    Wenn ein Architekt ein "Laie" ist (oder sein soll), dann endet alles wie der BER!


    Ein Ingenieur muss ja auch nicht wissen, wie Maschinen funktionieren oder gebaut werden. :rofl: (Auch wenn Mechaniker sie zusammen bauen.)


    Na dann gute Nacht Zukunft!

  • Ich denke @Tom Sie wird die Bauplanung gemacht haben, siehe Zeichnungen und Berechnungen. Anleiten muß der Polier. Nur find den mal in Uganda. Lernen ist dort (überlebens) wichtig, aber dieses Privileg ist dort nicht wie bei uns selbstverständlich. Von mir gibt's ein Scheinchen, auch in der Hoffnung ich stachle noch andere an. Übrigens, so ein UNION Mannschaftsposter im Klassenzimmer, hat was wie ich finde. Irgendwie muß es ja mit der Försterei 2 auch angefangen haben!

  • Ich denke Tom Sie wird die Bauplanung gemacht haben, siehe Zeichnungen und Berechnungen. Anleiten muß der Polier. Nur find den mal in Uganda.


    Wenn kein Polier da ist, muss es eben die nächste ausgebildete Fachkraft machen. Ein Master-Architekt.


    Da gibt es keine Ausrede! Fachwissen ist da laut "Titel". Verantwortung muss man dann übernehmen. :opi:


    "Laie" ist man dann auf keinen Fall!

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  • Das jemand der frisch von der Uni kommt sich nicht direkt breitbeinig als größten Pro aller Zeiten darstellt, zeugt eher von gesunder Selbsteinschätzung und angemessener Demut, als von Unfähigkeit.
    Überhaupt verstehe ich grad nicht, wieso man so verbissen gegen diese junge engagierte Frau anschreiben muss. Ist sie vielleicht schuld an der Einführung und den Mängeln der Studienabschlussreform? Wenn ihr was zum Thema zu sagen habt dann tut das, wenn nicht dann missbraucht doch bitte nicht dieses Thema für irgendwelchen Frustabbau. Dafür gibts bereits genug andere. Danke.

  • Mir sind immer die Architekten am liebsten, die sich als Laie ausgeben, den Fachleuten vertrauen und in der Ausführungsphase dann doch kompetent zusammenarbeiten.
    Mein Vater ( auch Maler ) sagte immer zu Ambitionen des Marktes und der Kunden, das Gewerk um Bodenbelags-oder Trockenbauarbeiten zu erweitern: wer alles kann, kann gar nichts.
    Hatte er von seinem Vater ( auch Maler )
    So gesehen tun mir Architekten ein bisschen leid, müssen sie doch überall reingeschnuppert haben.

  • Das jemand der frisch von der Uni kommt sich nicht direkt breitbeinig als größten Pro aller Zeiten darstellt, zeugt eher von gesunder Selbsteinschätzung und angemessener Demut, als von Unfähigkeit.


    Mit einem Master in Archtektur bin ich kein "Laie" .


    Das hat nix mit "angemessener Demut" oder "gesunder Selbsteinschätzung" zu tun.


    Dann muss ich es einfach "drauf" haben!
    Wenn nicht, waren die 4-5-6 Jahre einfach für den Arsch und das Papier (was mich zum Master macht) auch!.


    "Laie" gilt dann nicht mehr.

  • Mir sind immer die Architekten am liebsten, die sich als Laie ausgeben, den Fachleuten vertrauen und in der Ausführungsphase dann doch kompetent zusammenarbeiten.
    Mein Vater ( auch Maler ) sagte immer zu Ambitionen des Marktes und der Kunden, das Gewerk um Bodenbelags-oder Trockenbauarbeiten zu erweitern: wer alles kann, kann gar nichts.
    Hatte er von seinem Vater ( auch Maler )
    So gesehen tun mir Architekten ein bisschen leid, müssen sie doch überall reingeschnuppert haben.


    Nur in der Realität sieht es eben anders aus...


    Der "A" hat eine Vision, der Statiker hat eine klare, belegbare Rechenbasis, der eventuelle Denkmalschutz geradezu eine Allmacht, der Bauleiter und sein Polier immer wieder deshalb Stress, weil man ihnen, den Praktikern eben all zu gern ins beherrschte Handwerk pfuscht.


    Die meisten Bauwerke werden eben nicht kooperativ beraten (geplant) und dann gebaut, sondern basisfern von Geldgebern administriert.
    Ich habe nie verstanden, warum man mit dem Errichten eines Bauwerks seinen natürlichen Verfall nicht langfristig in die Erhaltungskosten einbezieht...


    Sorry, habe in grauen Vorzeiten (1970-1973) das Bauhandwerk von der Pike auf gelernt...

    „Du kannst jeden belügen, aber nicht die Fans.

    Es war mir eine Ehre, danke für die Anerkennung.“


    Damir Kreilach

    Geht nicht, gibt´s nicht!

  • Um als Lehrer zu enden... :rofl::rofl::rofl:


    Welch eines Beweise bedarf es eigentlich noch, dass du eine Lebensleistung nicht würdigst, schwarz -weiß, so sind deine Gedanken, mein Leben bisher ein Glück!
    Deines der reinste Frust...
    ;-)

    „Du kannst jeden belügen, aber nicht die Fans.

    Es war mir eine Ehre, danke für die Anerkennung.“


    Damir Kreilach

    Geht nicht, gibt´s nicht!

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