Netzathleten

Deutsche Sprache - schöne Sprache, schwere Sprache!

  • Im DFB-Faden (prima Beispiel für die Schwierigkeit ein englisches gebräuchliches Wort ins Deutsche zu übertragen, Kapitel wäre vielleicht ein anderes), wurde meine Aussage, dass ick ein bewusstes Zurückdrängen der deutschen Sprache für eine Verschwörungstheorie halte gedisst.

    Upps, ick meine natürlich negativ bewertet. ;) @ Wassermann, @ Gothic, Willy67 und können, ja hier noch mal erklären warum.

    Glaubt ihr an die vom Verein Deutscher Sprache vertretene Theorie?

    Durch meine schwedische Bekannschaft habe ick ja nen kleinen Einblick bekommen, der mir so bisher nicht bewusst war, die Schweden (Norweger, Niederländer etc.) sind nicht nur wegen fehlender Synchronisation von Filmen besser im Englischen sondern, weil ooch viele Studi-Fachbücher in Englisch gelesen werden müssen (für unter 10 Millionen Länder ist der Markt zu klein um Übersetzungen zu drucken).

    Sollte das mit dahinter stecken, oder schlicht ein ablehnen der "deutschen Kultur"?


    @ Jabo wegen dem Bechermüllberg - wegen dem Bechermüllberg - wegen dem Bechermüllberg 8o


    Bastian Sick dazu    :grumble:grumble

    und Feuerzangenbowle  :hail


    Mehr ist mit kleinem Maler-Abi nicht drin.

    7.9.96 Union:Energie= 0:4-Ick kam, Ick sah, ick war valiebt!
    Mir ejal wie Ihr meine Tante nennt.Ick nenn se Hertha!
    Berlin, Berlin Eisern Berlin!

  • Ja ja, der Dativ ist dem Genitiv sein Tod; teilweise schon offiziell, teilweise gegen die Regeln. Das ist halt Sprachentwicklung, ob sie einem gefällt oder nicht. Der Genitiv ist zum Tode verurteilt, die Vollstreckung des Urteils verläuft schleichend.


    Dass Völker mit germanischen Sprachen wie Niederländer oder Skandinavier sich mit dem englischen leichter tun als die Deutschen, ist zum einen in der Sprachverwandtschaft (die es ja auch mit dem Deutschen gibt) begründet. Zum anderen ist das Verhältnis von relativ geringer Sprecherzahl (also Erreichbarkeit) dieser Sprachen zu den Kosten einer Synchronisation von Filmen sehr schlecht.


    Unabhängig davon, ob es in Kaminrunden oder auf Golfplätzen (informelle?) Strukturen gibt, die die Abschaffung der deutschen Sprache zum Ziel haben (dabei ginge es aber auch um sämtliche anderen Sprachen, außer dem Englischen natürlich), gibt es schon allein im deutschen Sprachraum genügend Feinde der deutschen Sprache. Diese ist angeblich kompliziert und wenig cool. Leute wie Alexander Graf Lambsdorff beispielsweise fordern die Einführung des Englischen als Verwaltungssprache.


    So etwas bedeutet eine Zurückdrängung der deutschen Sprache in die Nähe des Brauchtums. Deutsche Schriftsteller werden zu einer Art Heimatdichtern. Gleichzeitig wird aber auch das Englische zwar verhandlungssicher beherrscht, aber die sprachliche Brillanz von Muttersprachlern wird man trotzdem nicht erreichen. Das wird zu einer Art Heimvorteil für die, der auch jetzt schon weidlich genutzt wird.


    Ich hätte nichts gegen die Einführung einer weltweiten Verkehrssprache, die JEDER als Fremdsprache erlernen muss, aber keine oder praktisch keine Muttersprachler hat. Mir fiele dabei das Lateinische ein, das ja (fast) schon mal diese Rolle hatte. Aber auch Esperanto hätte durchaus Charme.


    Ich weiß, das sind eher romantische Vorstellungen. Das Englische hat eine enorme Lobby im In- und Ausland. Da stehen viel Geld und Kapitalinteressen dahinter. Ich hoffe aber, dass die deutsche Sprache auch das überlebt, schließlich hat ja das Französische auch schon mal versucht den deutschen Sprachraum zu kapern. Eine ganze Reihe Lehnwörter sind davon übriggeblieben, aber die deutsche Sprache existiert noch.

  • Noch vor hundert Jahren war Deutsch ganz selbstverständlich die Sprache der Wissenschaft und damit Weltsprache. Die beiden Weltkriege haben nicht nur das Land bzw. Europa zerstört und damit zurück geworfen. Die USA profitierten von der Entwicklung, die besten Wissenschaftler lehrten und forschten nun an den Eliteunis der USA und somit verlor auch das Deutsche seine Bedeutung.


    "Man sprach Deutsch"

  • es kursiert ja hin und wieder noch die legende, dass deutsch in den USA fast amtssprache geworden wäre - und dieses an einer stimme gescheitert sei...


    hier mal die richtige geschichte dazu:

    http://www.magazinusa.com/us/i…elle_Hauptsprache_Amerika

    "Diejenigen, die zu klug sind, um sich in der Politik zu engagieren, werden dadurch bestraft, daß sie von Leuten regiert werden, die dümmer sind als sie selbst."

    Plato (427 - 347 v. Chr.)


  • @ RMU "Ich hätte nichts gegen die Einführung einer weltweiten Verkehrssprache, die JEDER als Fremdsprache erlernen muss, aber keine oder praktisch keine Muttersprachler hat. Mir fiele dabei das Lateinische ein, das ja (fast) schon mal diese Rolle hatte. Aber auch Esperanto hätte durchaus Charme."


    Theoretisch = Ja, aber...ick habe nix dagegen Englisch als die Verkehrssprache im internationalen Gebrauch zu nutzen, lassen wir es doch dabei. Aber sich innerländisch "englische" Worte auszudenken und zu benutzen :dash wie hohl ist das denn?


    Sprache ist lebendig und wandelt sich, aber man muss ja nicht jeden Jokus (höhö!) mitmachen.

    Geschlechterdings wäre ooch so ein Them a, liebe Mit Unionerinnen und Unioner und alle dazwischen. 8o

    7.9.96 Union:Energie= 0:4-Ick kam, Ick sah, ick war valiebt!
    Mir ejal wie Ihr meine Tante nennt.Ick nenn se Hertha!
    Berlin, Berlin Eisern Berlin!

  • es kursiert ja hin und wieder noch die legende, dass deutsch in den USA fast amtssprache geworden wäre - und dieses an einer stimme gescheitert sei...

    ...

    Ich habe mir früher auch immer vorgestellt, was für ein Deutsch die Amis dann sprechen würden. Es gäbe sicher Unterschiede zum Deutsch in Deutschland, auch würde (wie heute in UK) unsere Sprache in sehr starken Maße von dort beeinflusst werden. Wie auch immer, ich fände so eine Konstellation total kühl!

  • Reklame:
  • Das ist gar nicht so einfach. Aber dass der Konjunktiv auf dem Rückzug ist, liegt wohl eher nicht am Englischen, sondern einer davon unabhängigen Weiterentwicklung (Vereinfachung) des Deutschen.

  • Ich fand auch immer ganz amüsant, wenn englische Begriffe, die aus dem deutschen Alltag kaum noch wegzudenken sind ins Deutsche übertragen wurden.


    So gibt es z. B. das Zwischennetz (manchmal auch Weltnetz genannt). Dann gibt es die Firma Kleinweich mit seinem Gründer Wilhelm Tor(mann), die für viele Rechner das Betriebssystem Fenster und den Blätterer namens Zwischennetz-Erkunder geschaffen hat. Man kann natürlich auch den Feuerfuchs verwenden. Daneben gibt es noch die von Stefan Arbeitsplatz gegründet Firma Apfel, die ähnliche Erzeugnisse anbietet.


    Fernmündlich wird seit einiger Zeit ja auch mit dem Hand-Fernsprecher (die Italiener sagen Telefonino, aber ein Fernsprecherchen klingt irgendwie albern) kommuniziert, der sich in letzter Zeit zum Klugfon weiterentwickelt hat.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von RMU ()

  • Ich war 2015 in Orlando/Florida im Aldi, da hatte eine Verkäuferin auf ihrem Namensschild vermerkt, dass sie "auch englisch" sprechen würde. Fand ich bemerkenswert.

    Englisch war in dieser Gemeinde einfach so durch spanisch ersetzt worden.

  • Reklame: