Netzathleten

Der Rettig könnte etwas viel Sonne abbekommen haben

  • Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung beim Lizenzierungsverfahren


    Zitat

    In einer Zeit, in der eine Generation heranwächst, die ihre Kinder nicht mehr Cristiano oder Lionel nennt, sondern Greta und Rezo, wo Kinder und Jugendliche auf die Straße gehen und gegen den Klimawandel demonstrieren, sollte man diesen Wertewandel nicht außen vor lassen. Der kann sich in den unterschiedlichsten Projekte niederschlagen: eine Solaranlage auf dem Stadiondach oder wie bei uns die Ansiedlung eines Bienenvolkes, aber vor allem die Inklusion aller Bevölkerungsgruppen in den Klub, um die Mitbestimmung und Teilhabe am Vereinsleben für alle gesellschaftlichen Gruppen zu öffnen oder Flüchtlinge besser zu integrieren.

    Zitat

    Wir bewegen in einer Spielzeit mehr als 18 Millionen Menschen in die Stadien der ersten beiden Ligen, warum soll es nicht mal einen autofreien Spieltag geben?

    Und anfeuern darf man seine Mannschaft wahrscheinlich auch nicht mehr, erzeugt ja mehr CO2 als still dazusitzen.


    Ich warte auf den Vorschlag, die Laufstrecke eines jeden Spielers, im Sinne des Klimawandels, einzuschränken. :dash

  • nicht so überraschend, dass du darauf anspringst...

    hättest du genau gelesen, wär dir aufgefallen, wie gut unser 1.fc union dem profil zu teilen schon entspricht, dass dem herrn rettig vorschwebt.

    das ist sicherlich diskutabel, aber es gibt so einige, die ihm zustimmen werden. sogar hier (oder gerade?) beim 1.fc union.

    Der Produkt schläft nie. Der Produkt wird nie müde. Der Produkt ist immer vor der Kunde in die Arena.
    Der Produkt schießt die Tore schweißfrei.

  • Ich fand den Rettig in seiner Zeit bei der DFL - auch in Zeiten der Konfrontation (2012!) - als auf Ausgleich bedachter Funktionär, der die Belange der Fanvereinigungen zumindest ernst nahm. Seine jetzigen Vorschläge kann er ja gerne mit großem Brimborium am und im Millerntor umsetzen...

    Ich für meinen Teil esse weiterhin meine Stadionwurst im Brötchen und trinke mein 🍻 aus dem Mehrwegbecher.... Beides Abfallfrei und ohne ökologisches Tralala....

  • Dann sollte man unterschiedliche Meinungen vielleicht auch nicht mit dem Zusatz „...könnte zu lange in der Sonne gelegen haben“ ins Lächerliche ziehen?

    Kann man dennoch.

    Man kann ja auch die Ansichten des Herrn Rettig teilen, was Flüchtlinge etc betrifft.

    Jetzt jedoch das große Aber:

    Wenn müssen die Vereine von sich aus handeln. Von sich aus wollen, dann entsteht in solchen Dingen auch etwas ernsthaftes. Indem man im Ernstfall mit Lizenzentzug droht erreicht man gar nichts. Dann gibt es die Pflichterfüllung zum Erhalt der Lizenz und mehr nicht. Und daran werden sich dann auch viele stören.


    Auch jemanden zu mehr sozialen Engagement gewissermaßen zu zwingen ist der falsche Weg. Was soll das?! Das wäre als ob die Regierung jetzt jeden Hausbesitzer dazu zwingt 'nen Flüchtling aufzunehmen oder ihn ansonsten zu enteignen.


    Deshalb ist es kein in's lächerliche ziehen, sondern die Erkenntnis das da jemand die falschen Ansätze hat. Auf Zwang wird es immer Scheiße. Wenn ein Verein in solche Themen investieren WILL dann ist dort mehr Herzblut drin als wenn er auf Zwang muss und somit entsteht dort etwas viel Besseres.

    Ich werde bleiben wie ich bin,

    Werd immer der sein der ich war,

    Einer der Letzten an der Theke,

    Einer der Letzten seiner Art,

    Und wisst ihr was ihr könnt mich mal,

    Ihr könnt mich immernoch mit eurer halbgaren Moral -

    Ich bleibe wie ich bin,

    Leckt mich am Arsch -

    Ich bleibe wie ich bin.

  • Allein schon der Threadtitel zeigt doch, dass es hier nicht um eine inhaltliche Diskussion gehen soll sondern mal wieder um (politische) Provokation (Verweise auf Greta und Rezo). Surf doch lieber ein bisschen bei Pornhub rum und lass da deinen Frust (über was auch immer) raus.

  • Surf doch lieber ein bisschen bei Pornhub rum und lass da deinen Frust (über was auch immer) raus.

    danke für diesen differenzierten beitrag zur inhaltlichen diskussion! 8o


    wie war dat mit "balken und auge" in so nem alten wälzer? :saint:


    und was haste gegen pornhub?


    guckst du hier:

    https://www.welt.de/icon/partn…er-einen-guten-Zweck.html


    "Masturbieren für den guten Zweck: Die Pornoplattform Pornhub startet einen Kanal mit Bienen-Pornos. Mit jedem Klick wird gespendet – nicht das erste Mal, dass sich die Betreiber dem Tierschutz widmen." :daumen:

    "Am Verdienst unseres Sieges gibt es nach meiner Meinung keinen Zweifel."

    Werner Schwenzfeier



  • Allein schon der Threadtitel zeigt doch, dass es hier nicht um eine inhaltliche Diskussion gehen soll sondern mal wieder um (politische) Provokation (Verweise auf Greta und Rezo). Surf doch lieber ein bisschen bei Pornhub rum und lass da deinen Frust (über was auch immer) raus.

    Greta und Rezo sind nun aber die Worte von Andreas Rettig. Man kann feststellen, der Artikel wurde von Dir GAR NICHT gelesen. Soll der Rettig nun auch bei Pornhub surfen ?

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  • Schön das man alles gleich politisch sehen muss Fischsocke , wenn es einen nicht passt, was einer schreibt. Ich kann diese Kacke nicht mehr hören!

    Ah ja, der Nullsechser hat das hier also gepostet um einen ernsthaften Dialog anzustoßen und nicht um sich über bestimmte (politische) Weltanschauungen lustig zu machen. Dann muss ich den Threadtitel und die Kommentare zum Klimawandel völlig missverstanden haben.

    cartman57 Zum Thema Balken und Auge, natürlich war das kein inhaltlicher Debattenbeitrag. Dein Vorwurf läuft ins Leere. Warum sollte man bei so einem Eröffnungsbeitrag auch inhaltlich antworten.

    cs9official Nein, denn dem Rettig traue ich zu, dass er mit seinem Statement in der TAZ vorrangig den Anstoß einer Debatte im Sinn hatte und nicht billige Provokation im Unionforum. Denn das bleibt die Threaderöffnung insgesamt trotzdem angesichts des Threadtitels und der billigen Witzchen zum Thema Klimawandel.

  • Man kann das Thema doch relativ entspannt sehen.

    Kein Flutlicht bei Nachmittagsspielen? Absolut dafür. Verstehe nicht, wieso das unbedingt gemacht werden muss.

    Photovoltaik auf Stadiondächer? Warum nicht? Eigenen Strom für den Eigenbedarf produzieren dürfte sich für die Vereine nach ein paar Jahren durchaus lohnen.

    Weniger Plastikmüll ist unbedingt zu befürworten,warum viele Vereine da noch billiges Einweg Plastik verwenden, ist für mich heutzutage nicht mehr verständlich.

    Autofreier Spieltag? Einbindung des ÖPNV in die Eintrittskarten findet bei vielen Vereinen sowieso schon statt. Mehr kannst du da nicht tun.

  • Es hat ja gar keiner etwas dagegen. Nur

    soll der Verein dann mit gutem Beispiel

    voran gehen und nicht dauernd schein-

    heilig den Moralapostel spielen.


    Die Einbindung des OPNV wird von St.

    Pauli z.B. strikt abgelehnt. Die Tickets

    muessten dann knapp 2,- Euro teurer

    werden. Das gab sofort Proteste.


    Wieso muss der Verein nach Saisonende

    im umweltunfreundlichem Flieger in

    die USA reisen. Warum nicht per Rad

    eine Ostseetour? Kohle machen und vor

    Ort gegen Trump demonstrieren ist ja

    auch wichtiger als aktiver Umwelt-

    schutz.


    Ich glaube auch nicht, dass man zu den

    Auswaertsspielen in Kiel, Hannover

    und beim HSV mit dem Fahrrad anreist.

    Ist doch umweltfreundlicher als der

    Bus.


    Und Herr Rettig faehrt wie fast alle

    Spieler stets mit Auto auf der GS, beim

    Trainingsgelaende und beim Stadion

    vor.

  • den Anstoß einer Debatte ... zum Thema Klimawandel.

    Wenn...



    ...er das gewollt hätte, hätte er doch gleich ehrlich sein können: die nachhaltigste Möglichkeit, so wenig wie möglich dem Klimawandel zuzuarbeiten wäre, jedweden Fußball sein zu lassen - zumindest aber den Profifußball.


    Wie viel weniger an Reisen von Mannschaften und Fans (Eltern) bis zur F-Jugend so stattfänden. Und wie viel weniger an sonstigen Ressourcen so verbraucht würden (allem voran die vielen Nickies, die so nicht hergestellt werden müssten), aber auch Fußballschuhe z. B. bräuchte man dann weltweit nicht einen. Unsere Welt würde aufatmen!


    Noch geradliniger wäre die Forderung nach Beendigung jedweden Freizeitvergnügens für Menschen - da wird mittlerweile ähnlich viel an Ressourcen verbraucht (verschwendet!), wie für die Herstellung tatsächlich lebensnotwendiger Dinge, wie z. B. Brot, Reis oder sauberes Trinkwasser.


    Solange diese Konsequenz fehlt, ist für mich jede Diskussion um Kleinigkeiten nix als "fishing for compliments" einer bestimmten Klientel - der Klientel, die ein Verantwortlicher bei St. Pauli auch bedienen muss. Nicht um das Klima zu retten, sondern damit St. Pauli bei dem ressourcenvernichtenden Geschäft Profifußball weiter möglichst weit vorne dabei ist. Ohne Nahverkehr im Ticketpreis - die meinen es wirklich ernst...

  • So ein zynischer Schwachsinn. Was soll immer dieser Whataboutism. Darf man sich nur für eine Sache einsetzen oder engagieren, wenn man in dieser Hinsicht selber 100% konsequent ist? Dann dürfte sich niemand auf der Welt überhaupt für irgendetwas einsetzen. Wir würden sicherlich in einer großartigen Welt und Gesellschaft leben, wenn dem so wäre. Es geht darum, einen bestimmten Bereich nachhaltiger zu gestalten. Was bitte ist daran so furchtbar und verurteilenswert?!

  • Man sollte vielleicht mal davon wegkommen, sich zu sehr auf die Person Rettig zu konzentrieren. Auch hier ist für mich eher entscheidend, ob er mit seinen Denkanstößen recht hat oder nicht. Gerade was seine Aussagen in den letzten Jahren zur 50+1-Regel betrifft, gehe ich da mit seiner Haltung absolut konform. Und auch bei seinen jetzigen Aussagen muss ich ich zwar im Detail nicht bei ihm sein, denke aber, dass grundsätzliche Überlegungen auch in diesem Bereich kommen werden. Die kommenden Entwicklungen werden die Menschen eh zu einem vielfältigen Umdenken zwingen. Die Frage ist eigentlich nur noch, ob man die Dinge selbst und mit Vernunft beginnt zu steuern, oder ob man vom Unvermeidlichen getrieben wird. Die Dinge, die auf uns zukommen sind größer als Herr Rettig, mit Sicherheit.

    "Ich denke, wenn die Geschichte sich wiederholt, können wir nochmal das Gleiche erwarten."


    Terry Venables



  • Was...


    ...ich schrieb, war kaum zynisch (vielleicht etwas überspitzt) und schwachsinnig schon mal gar nicht. Es war die Quintessenz der rettigschen Nachhaltigkeitsideen im Fußball.


    Und ja: für mich ist es so: nur wer selber 100% konsequent in einer Sache ist, hat das Recht, von anderen in dieser Sache etwas (zumal moralisierend) einzufordern.


    Die allermeisten Ungerechtigkeiten basieren nämlich darauf, dass die einen permanent von den anderen fordern, was sie selbst nicht zu leisten willens oder in der Lage sind. SO funktioniert das Leben. Das lernst du auch noch, wenn du irgendwann mal erwachsen wirst (eure Generation gerne mal erst mit 45 oder so) und selbst für irgendetwas Verantwortung trägst. Also wirklich selbst, und wirklich Verantwortung - falls du irgendwie folgen kannst.

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