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Mitgliederversammlung am 27. November 2019 - Satzungsänderung

  • Am 27. November ist eine Mitgliederversammlung einberufen. Zu dieser Versammlung wird ein Antrag eingebracht in dem in § 2 Abs. 1 "politisch neutral" durch "parteipolitisch neutral" ersetzt werden soll.

    In der Begründung heißt es, "Mit dem Begriff „Politik“ hingegen wird im weitesten Sinne jeglicher Aushandlungsprozess zwischen Menschen und Gruppen beschrieben. Dazu gehört z. B. auch, dass sich der 1. FC Union Berlin im BFV (Berliner Fußball-Verband), dem DFB (Deutscher Fußball-Bund) oder der DFL (Deutsche Fußball Liga) aber auch in das Gemeinwesen der Gesellschaft politisch einbringen kann."

    Das Fettgedruckte steht im Gegensatz zum Zweck des Vereins, denn dieser "ist die Pflege und Förderung des Sports mit allen unmittelbar und mittelbar damit im Zusammenhang stehenden Aufgaben."


    Das würde bedeuten, wir weichen den Zweck des Vereines auf und dieser kann sich dann auch für Z. B. die Klimasekte "Extinction Rebellion" einsetzen, weil es dem Gemeinwohl dienen könnte.

    Alle Unioner würden dann auch damit identifiziert werden. Klimasekte Union höre ich bereits.

    Im Ernst, der Willkür ist dann Tür und Tor geöffnet, wenn es nur dem guten Zweck dient.

    Wer bestimmt diesen?

    Wer will so etwas?


    Bei vielen Neuunionern im Friedrichshain nehme ich ein Bestreben war, den Verein politisch nach links zu rücken und bin auch dort schon in eine Gesprächsrunde mit eben diesen und Christian Arbeit hereingeplatzt. Das hat mich sehr gewundert und ich bin im letzten halben Jahr sehr hellhörig geworden. Der Gipfel war, dass der Verein auf eine twitteranfrage bejaht hat, einen Sticker der "Antifa" im Stadion zu erlauben. Das ist eine linksextremistische lose Gruppierung und parteipolitisch neutral, aber eben nicht politisch neutral.


    Bereits bei Gründung des Vereins wurden wir genötigt, uns politisch zu positionieren und ich bitte alle, solchen Bestrebungen eine Absage zu erteilen.

  • Nun, ich sehe das nicht so. Meines Erachtens hat das weniger mit links oder rechts zu tun, sondern mit politischen Engagement, das wir streng genommen, laut Satzung, nicht an den Tag legen dürften, z.B. Einsatz für Stehplätze. Das ist nämlich Sportpolitik, die wir jedoch laut Satzung ausschließen.

    Aber, wie gesagt, das ist meine Meinung.

  • Neutralität verbietet nicht, politisch zu agieren. Und sich politisch neutral zu verhalten, bedeutet nicht, sich aus allem ohne Meinung rauszuhalten.

    Politik ist mehr als Parteien-Gezänk.

    Wenn mit der Satzungsänderung einhergeht, dass wir dann parteipolitischen Strömungen und auch Selbstdarstellern aller Coleur und Parteien bei uns keine Plattform mehr bieten, dann ist das durchaus überdenkenswert.

  • diese verlogene Pack vom DFB kotzt mich schon lange an

    1. die Türken und die Spieler jetzt zu verurteilen

    2. selber eine Schweigeminute einzulegen


    ich sage weder das ich diese Minute verurteile noch gut finde

    aber der DFB sollte entweder sich ganz raushalten oder eben alles zulassen.

    Beispiel aus Berlin: mal ist das Brandenburger Tor mit der französischen Flagge bestrahlt und die Russen werden im leider gleichen Zusammenhang ignoriert.

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  • Meiner Einschätzung nach sollten wir dieses Fass nicht öffnen, weil es zu Spaltungen und Unfrieden führen würde.

    Ich verstehe die Brisanz nicht so ganz, die die Sache für dich hat. De facto hat sich Union in den letzten Jahren zu einigen Sachen geäußert, die zumindest im Grenzbereich zwischen "echter" Politik und Sportpolitik lagen (z.B. die Obergrenze für Spielergehälter). Ich fand, dass das durchaus in nem okayen Rahmen abgelaufen ist. Der jetzige Schritt wäre dann nur eine Anpassung der Satzung an die Realität . Vielleicht sehe ich das aber auch zu locker, weil ich mit dem meisten, was der Verein da geäußert hat, ziemlich konform gehe.

  • "Zweck des Vereins "ist die Pflege und Förderung des Sports mit allen unmittelbar und mittelbar damit im Zusammenhang stehenden Aufgaben."


    Darin bildet sich bereits die Vereinspolitik ab.

    Ähm - nö! Wenn man sich zur Pflege des Sports verpflichtet, heißt das noch lange nicht, sich für Fanbelange einzusetzen! Das wiederum wäre Politik, aber keine Parteipolitik, die keineswegs neutral ist.;)

  • Ich habe eigentlich keine Lust und Zeit, zur MV zu gehen.


    Aber nach dem Gesülze hier muss ich wohl hin und mit Ja stimmen.

    Mann Mann, lest Ihr Eueren Quatsch manchmal selbst?


    "ist die Pflege und Förderung des Sports mit allen unmittelbar und mittelbar damit im Zusammenhang stehenden Aufgaben."


    Also Sportpolitik ist ja wohl das mindeste, was da dazu gehört/im Zusammenhang steht.

    Jede einzelne Choreo ist was ? Ja genau, eine sportpolitische Meinungsäußerung.


    Es wurde doch immer wieder genau das gefordert bei diversen Veranstaltungen und ich meine auch hier im Forum:

    Meinungsäußerung incl. politischer Meinungen Ja, Parteipolitik Nein...….


    Ich finde, das macht doch Einiges klarer für künftige Diskussionen, egal in welche Richtung.

  • Abwaerts schrieb:

    "Das würde bedeuten, wir weichen den Zweck des Vereines auf und dieser kann sich dann auch für Z. B. die Klimasekte "Extinction Rebellion" einsetzen, weil es dem Gemeinwohl dienen könnte.

    Alle Unioner würden dann auch damit identifiziert werden. Klimasekte Union höre ich bereits.

    Im Ernst, der Willkür ist dann Tür und Tor geöffnet, wenn es nur dem guten Zweck dient.

    Wer bestimmt diesen?

    Wer will so etwas?"


    Tut mir leid, schon Dein Post ist hier hochpolitisch. Allein der Begriff "Klimasekte" disqualifiziert Dich als jemand der einen Linksruck hier anprangert, einem Rechtsruck bei Union aber wohl recht wohlwollend zur Kenntnis nähme. Klimaschutz dient nach meinem Dafürhalten durchaus dem Gemeinwohl. Luft zum Atmen ist nur was für Linke?

  • Ich sehe hier kein Fass das aufgemacht werden soll, ehr eine kleine Korrektur der Begrifflichkeiten an die Realität. Da heute aus nahezu allem ein politisches Thema gemacht wird, dieses Forum hier ist ein sehr gutes Beispiel dafür, kann sich der Verein weiterhin bei gesellschaftlichen Themen engagieren ohne gegen die eigene Satzung zu verstoßen. Irgendeine Änderung in den Handlungen des Vereins, sehe ich hieraus nicht entstehen.


    Dass hieraus jetzt ein "gegen Links"-Thema gemacht wird durch den Threadersteller, finde ich unbegründet und daneben. Die Änderung ist in ihrem Inhalt nämlich politisch weder links noch rechts, um mal bei den verbreiteten stark vereinfachten Unterteilungen zu bleiben. Die versuchte Assoziation zwischen der Änderung und der genannten "Klimasekte" / "Klimasekte Union" / "Neuunionern im Friedrichshain" ist die Art von Argumentation, welche eigentlich nicht funktionieren dürfte. Ich befürchte allerdings, dass diese hier auf fruchtbaren Boden trifft, aber vielleicht werde ich ja überrascht.

  • Abwaerts


    .......dass der Verein auf eine twitteranfrage bejaht hat, einen Sticker der "Antifa" im Stadion zu erlauben.....


    Hat im Stadion nix zu suchen, genau wie Sticker von sonstigen politischen Gruppierungen, egal welcher Farbe und möchte ich auch nicht sehen.

    Wie heißt es so schön, keine Politik im Stadion.

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