Leipzig - 1. FC Union Berlin (Punktspiel)

  • Apropos 90er: Damals fuhren *** und Unioner mitunter gemeinsam zu Auswärtsspielen, mir fällt z.B. ein solches bei Dynamo Dresden ein.


    Man sollte deshalb vermeiden, sich selbst moralisch zu überhöhen - man kann tief fallen...

    Bevor hier eine Legendenbildung entsteht, muss ich intervenieren. Eisern Berlin war schon seit den späten 80zigern passe. In den 90zigern fuhren nur Einzelpersonen hier und da mal mit und wurden auf der jeweils anderen Seite geduldet oder gelitten, weil ja sonst nichts los war, auch vereinzelt Unioner mit dem BFC auswärts. Von "gemeinsam auswärts" kann aber wirklich keine Rede sein.

    Da hab ich auch eine kleine Geschichte dazu…die mir nicht zu Ehre gereicht. ^^
    Es war 86 oder 87…Ich war ganz frisch bei Union. Vorher ging ich schon als kleiner Junge zu Energie Cottbus, bis ich sozusagen von Unionern in den Zug nach Berlin „entführt“ wurde. Ich hatte die Geschichte schonmal erzählt. Jedenfalls war das die Zeit als ich mit den Calauer Unionern und den Vetschauer Brandys meine allerersten Unionspiele erlebte.
    Und ich weiß bis heute nicht warum, aber mir hing als kleiner Stift immer die Worte im Ohr, Preussen und vereint gegen die Sachsen^^=O . Und das kann ich nur bei Union(ern) gehört haben. Gesagt getan, auf nach Leipzig zum Spiel Lok gegen BFC. =O
    Vorher noch von Mutti ein weißes Laken aus dem Schrank geklaut und mit roter Farbe: „Union und BFC - Vereint gegen Sachsen„ raufgepinselt. ;( Jetzt kommen mir gerade die Lachtränen, wenn ich daran denke. Wie naiv…aber man darf nicht vergessen, es war alles relativ neu für mich und ich kam aus einer kleinen Stadt im Randspreewald. Es ging (wahrscheinlich) bei weitem nicht so hart zu, wie in Berlin oder anderen Großstädten.
    Naja, jedenfalls stellte ich mich in einem neutral(eren) Block und hing Mamas Laken auf.
    Aufgehalten hat mich da niemand :D
    Zum Ende der ersten Halbzeit kamen ein paar komische Typen in den Block und schauten suchend umher. Mich kleinen Piefke haben sie wohl übersehen. In der Halbzeit kamen dann BFCer rüber, die mich in ihren Block brachten. Und wir mussten rennen, zum Glück konnte ich deutlich schneller rennen als ich Muskeln hatte. Nur Mamas Laken musste ich dalassen…

    Auch wenn ich vielleicht bei der Geschichte nicht gut bei wegkomme, es war damals trotz der teilweise harten Zeiten im Fußball, eben nicht alles nur schwarz weiß, sondern eigentlich auch ganz viel bunt dabei…:)

    der Alkohol ist der größte Feind der Arbeiterklasse.

    Bunt statt Grauland

  • Danke für Dein Coming Out. :P

    Ich werde Dich nicht verbannen, obwohl ich damals schon seit 1968 bei Union, die Biffzen nur noch abrottig bescheuert fand.

    War durch gute Beziehungen in den 80zigern meist, wenn es gegen westeuropäische Klubs im EP ging, aufm Exer, um die Auswärtsmannschaften zu supporten, im Stadion.

    Deus sit apud vos!:saint:

    WWEL

    Wir sind Eure Hauptstadt, Ihr Buyern!:opi:

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  • Bevor hier eine Legendenbildung entsteht, muss ich intervenieren. Eisern Berlin war schon seit den späten 80zigern passe. In den 90zigern fuhren nur Einzelpersonen hier und da mal mit und wurden auf der jeweils anderen Seite geduldet oder gelitten, weil ja sonst nichts los war, auch vereinzelt Unioner mit dem BFC auswärts. Von "gemeinsam auswärts" kann aber wirklich keine Rede sein.

    Ansichtssache. Nach meiner Erinnerung reden wir nicht über Einzelpersonen sondern schon über Kleingruppen. Die beim o.g. Spiel auch ganz klar zu identifizieren waren; sprich - (fast) jeder im Block wusste auch, wer da noch so dabei ist.

    Dislikes geben nur Idioten die nicht in der Lage sind, ihre Meinung in einen kurzen Satz zu packen.

  • Die gleichen Irrungen und Wirrungen gab es zu der Zeit auch in Leipzig, wenn es gegen "die Preußen" ging. Insbesondere 1983 bei den Entscheidungsspielen von Chemie gegen Union war eine ganze Reihe von Lokisten im Stadion und haben sich in der Nähe des Gästeblocks konzentriert.


    Zum Glück hat sich das nach wenigen Jahren wieder verflüchtigt.

    "Wer wesentliche Freiheit aufgeben kann, um eine geringfügige bloß einstweilige Sicherheit zu erlangen, verdient weder Freiheit, noch Sicherheit."


    Benjamin Franklin


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  • Die gleichen Irrungen und Wirrungen gab es zu der Zeit auch in Leipzig, wenn es gegen "die Preußen" ging. Insbesondere 1983 bei den Entscheidungsspielen von Chemie gegen Union war eine ganze Reihe von Lokisten im Stadion und haben sich in der Nähe des Gästeblocks konzentriert.


    Zum Glück hat sich das nach wenigen Jahren wieder verflüchtigt.

    84;)


    PS

    Umgekehrter Fall Feb. 87 - Im Zentralstadion (2:2 gegen Lok) waren Lokisten und Chemiker vereint.

  • 84;)


    PS

    Umgekehrter Fall Feb. 87 - Im Zentralstadion (2:2 gegen Lok) waren Lokisten und Chemiker vereint.

    Stimmt, ich werde langsam alt.


    Dass es "Verbrüderungen" gab, wenn es gegen die weinrot-weiße Ostberliner Scheiße ging, war für mich nie ein Problem. Zumindest konnte man zu solchen Spielen problemlos mit grün-weißem Schal ins Bruno-Plache-Stadion gehen.


    Gegen Union fand ich derartiges aber immer abartig, genauso wie ich über gemeinsame Aktionen von Unionern und Befis stets den Kopf schütteln musste.

    "Wer wesentliche Freiheit aufgeben kann, um eine geringfügige bloß einstweilige Sicherheit zu erlangen, verdient weder Freiheit, noch Sicherheit."


    Benjamin Franklin