B-Jugend Nachwuchsliga 2024/25

  • Sind ja schon mitten in der Rückrunde, da nur 7 Spiele jeweils.




    Gibt 8 Staffeln a 8 Mannschaften, von denen sich die besten 3 jeweils für die Endrunde qualifizieren.

    Und Union ist in der U17 Gruppe mindestens 3. :schal:


    Dann gibts eine A - Liga mit 4 Gruppen a 6 Mannschaften und eine B Liga mit den restlichen 40 Teams.

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  • Die ältesten NW-Teams spielen bisher eine wirklich gute Runde. Nur in den Top-Spielen klappt es bisher nicht.


    Erfreulich ist aber, dass sowohl die B- als auch die A-Junioren in ihren 8er-Staffeln der neuen Nachwuchsrunde in den Top-3 stehen und somit gute Chancen auf eine Teilnahme an der Endrunde haben.


    Auch dass das Talenteteam (U21) wieder regelmäßig (inter)nationale Vergleiche austrägt, freut mich sehr. (Noch besser wäre eine Zwoote). ^^


    Beim Nachwuchs sehe ich uns auf einem guten Weg.

    "Die Zeit ist nun gekommen, ihr werdet's alle sehn, der Erste FC Union wird nun endlich oben stehn."

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  • Die B sind schon durch, oder?

    7 Punkte Vorsprung (auf den 4. Kiel) bei 2 ausstehenden Spielen.

  • Frag nach beim DFB.

    Finanzen?

    Aber sicher auch Anreize zum Bau von neuen NLZ und mehr Nachwuchsförderung. Der Nachwuchs in den Nationalmannschaften bis hin zur A - Elf war ja in den letzten Jahren gelindegesagt durchwachsen

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  • Der neue Modus in U17 und U19 ist sehr sinnvoll.


    Irre Icke ist eher, dass dieser Ansatz nicht auch in ähnlicher Weise in der C-Jugend praktiziert wird. Denn dort wäre es durch sie krassen biologischen Altersunterschiede (bis zu 6 Jahren) noch wichtiger.


    Ligenstrukturen mit Auf- und Abstieg sind generell ein großes Problem in der Nachwuchsförderung. Wenn du einen starken Jahrgang hast und in einer guten Liga spielst oder aufsteigst, heißt das noch lange nicht, dass der darauf folgende Jahrgang genauso stark ist. Und umgekehrt. Des Weiteren führen Auf- und Abstieg eben zu Ergebnisdenke bei Trainern, was dazu führt, dass weniger Ausbildungsinhalte auf den Platz gebracht werden und viele Potenzialspieler (jüngere Spieler oder Spieler, die biologisch zurück sind) weniger Einsatzzeiten bekommen.


    Der neue Modus führt genau dazu, dass man keine Angst vor einem Abstieg haben muss und eben straight sein Konzept durchziehen kann ohne an zukünftige Ligenzugehörigkeiten zu denken. Der Trainer kann mehr ausprobieren und alle Spieler fördern. Klassisches Beispiel ist die Spieleröffnung vom Torwart, flach hinten raus zu spielen statt des langen hohen Abschlags. Das ist riskanter, führt aber langfristig zu einer besseren Spielfähigkeit und fördert die Spielintelligenz. Es gibt noch zig weitere inhaltliche Vorteile, die man aufführen könnte, aber das sprengt hier den Rahmen.


    Nach der Vorrunde wird das jeweilige Team in der Hauptrunde in eine Staffel eingeteilt, dass dem eigentlichen Leistungsniveau entspricht. Das führt dazu, dass automatisch Spiele auf Augenhöhe stattfinden. Das ist extrem wichtig im Nachwuchsfußball, da man generell - auch im täglichen Leben - seine optimale Leistungsfähigkeit nur dann optimal entwickelt, wenn man sich in einer leichten Über- oder Unterforderung befindet, oder irgendwo dazwischen. Wenn man zu stark unterfordert ist (sehr hohe Siege) oder zu stark überfordert ist (sehr hohe Niederlagen) wirkt das sehr hinderlich auf deine Leistungsfähigkeit (vgl. Yerkes-Dodson Gesetz).


    Insofern ist diese Reform innerhalb der Saison kurze Runden zu spielen, statt eine lange Saison wie im Erwachsenenfußball, sehr innovativ und dem DFB hoch anzurechnen. Schade ist eigentlich nur, dass dies nicht auf in anderen Altersbereichen wie C- und D-Jugend ähnlich praktiziert wird. Aber ein Anfang ist gemacht.

  • Die höchsten Spielklassen der A-Jugend und B-Junioren unterstehen als Bundesliga dem DFB. Der kann hier mit dieser auch für mich sinnvollen Reform einen neuen Ansatz durchsetzen.


    Die C-Junioren spielen auf höchster Ebene unter der Zuständigkeit des NOFV. Dieser entscheidet eigenständig über den Zuschnitt / das Format der Liga. Der DFB ist zwar für viele schlechte Entscheidungen verantwortlich, hier aber ausnahmsweise mal nicht. Zudem: Auf Ebene des NOFV gibt es nicht genug NWLZs, um das Format der Nachwuchsrunde des DFB zu übernehmen.


    Bei den D-Junioren gibt es überregional nur eine durch die Vereine selbst aufgebaute Nachwuchsrunde. Sonst müssten sie innerhalb ihres Landesverbands in der höchsten Liga spielen. Auch hier ist das gewählte Format somit nicht durch den DFB vorgegeben.

    "Die Zeit ist nun gekommen, ihr werdet's alle sehn, der Erste FC Union wird nun endlich oben stehn."

  • Svenne


    In gewisser Weise gebe ich dir Recht, was Ergebnisdenke usw betrifft.....doch wenn "nur" Spaß und schidd auf, wie das Ende des Spiels ausgeht ist, dann fehlt doch irgendwie das was später wichtig ist.


    Ich finde, ab einen bestimmten Alter, sage mal, ab E- Junioren sollten die Kiddis schon lernen, gewinnen oder verlieren zu können und auch damit umzugehen. In dieser Altersklasse gibt oder gab es eh kaum Ligen mit Absteigern, sondern werden bzw wurden Regional durchgeführt.


    Auch das, guter Jahrgang steigt auf, Jahr darauf, anderer Jahrgang, steigt wieder ab, bin ich voll bei dir. Da sollte man evtl eine andere Regelung finden. In meiner Zeit als Trainer und im ausgedünnten MV, was genug Kinder pro Altersklasse angeht, haben wir gemischt gespielt- zb 91/92 Jahrgänge und nicht wie die Sportschulen oder Talenteschmieden HRO oder GW, die mit einem 91er Kader aufliefen und den 92 Kader unterklassig parkten.

    Klar hat das damit zu tun gehabt, das wir nicht genug Kids pro Jahrgang hatten, doch geschadet hat es den jüngeren nicht, gleich höherklassig zu spielen.

    So hatte man im Jahr darauf, als die 92er die älteren waren, Spieler die wussten, wie der Hase läuft und haben die jüngeren "neuen" 93er Jungs und Mädels einiges mit beigebracht.


    Im unteren Bereich, G, E, F ist es richtig, das dort "nur" gespielt wird, finde ich. Schließlich werden dort die ersten Schritte gemacht und da gehts nur darum, den Kids das Fußball spielen schmackhaft zu machen, was nicht heißt das ab der D Jugend nur noch Drill herrschen muss- Fußball sollte in jeder Altersklasse Spaß machen, nur so kann man auch gute Jungs und Mädels für diesen begeistern.

    „Sie haben Geld für Kriege. Aber sie können die Armen nicht ernähren.“

  • ursalt Ja, die föderalen Strukturen verhindern eigentlich seit Jahrzehnten flächendeckende Reformen beim DFB. Da hilft es auf jeden Fall, dass die Nachwuchsliga der A- und B-Junioren auch dem DFB unterstellt ist.


    Bestes Negativbeispiel aktuell, der DFB hat mit dieser Saison flächendeckend eine längst überfällige Reform im Kinderfußball in der F-Jugend aufgesetzt, wo statt Liga auf großen Feldern kleine Spiele in Festivals stattfinden sollen. In Brandenburg wehren sich Vereine und Kreisverbände mit Händen und Füßen gegen diese so nötige Neuerung und haben beim Landesverband erwirkt, dass sie vorerst weiter Liga spielen können. Der DFB ist machtlos.


    Jensj


    Danke für den Beitrag.


    Das "Gewinnen wollen" wird damit aus meiner Sicht nicht abgeschafft. Die Spieler auf dem Platz wollen jedes Spiel gewinnen und das darf auch so bleiben. Aus Trainersicht machst du es halt aber nicht um jeden Preis. Das ist der Unterschied.


    Der "relative age effect", (dass die Dezemberkinder weniger spielen und deutlich weniger gefördert werden als die Januarkinder) bzw. zusätzlich der Effekt, dass Spieler, die biologisch zurück sind weniger spielen und gefördert werden, ist im Fußball statistisch nachgewiesen. Im Breiten- wie im Leistungssport.


    Der Grund ist eindeutig der, dass die meisten Trainer mit der Intention in ein Jugendspiel gehen, das Spiel unbedingt gewinnen zu wollen. Die Folge sind extrem hohe Drop-Out-Raten insbesondere während der Pubertätsphase. Klar hat das viele Gründe, aber einer ist auf jeden Fall, dass viele Spieler auf der Bank versauern und nicht spielen. Und da sind auch viele kleine Dribbler dabei.


    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Trainer vor einem Spiel nicht daran denken, worum es eigentlich geht, nämlich darum Spieler zu entwickeln und auszubilden. Im Erwachsenenfußball mag es z.B. ok sein mit einer knappen Führung mit Maus und Mann die letzten 30 Minuten nur noch zu verteidigen und die Bälle hoch raus zu schlagen. Im Jugendfußball finde ich, ist der Trainer dafür verantwortlich mit einem klaren Plan Spieler zu entwickeln und sollte so etwas nicht zulassen, weil eben die Ausbildung auf der Strecke bleibt. Natürlich ist das ein Spagat, der nicht einfach ist. Man kann ein Spiel trotzdem gewinnen und für die Kinder ist das auch immer noch das Größte, das sollte man ihnen natürlich nicht nehmen. Aber ist es fair, Spieler die körperlich nicht so weit sind und immer zum Training kommen, weniger spielen zu lassen, weil sie das Ergebnis gefährden? Ich finde nicht.


    Der eigentliche Erfolg ist der, wenn die Spieler später im Erwachsenenalter gute Fußballer (im NLZ Profispieler) geworden sind oder sich überhaupt Zeit ihres Lebens mit Sport und Bewegung beschäftigen. Leider haben viele Trainer nicht die Geduld so lange auf ein positives Feedback ihrer Arbeit zu warten und holen sich es direkt über Tabellenplätze. Das ist eben fast überall zu sehen und ein großes Problem für nachhaltige Ausbildung.

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