2026: Kommen - Gehen - Bleiben

  • Hätte ich das mal vorher gewusst…da steckt eine Leitlinie des Vereins hinter. So ist dann auch der Isco-Deal geplatzt, Dirk kam in letzter Sekunde rein und hat nochmal die Prinzipien erläutert.


    Leere breitet sich aus, hätte ich mir doch 90% meiner Beiträge klemmen können. Jetzt bin ich schlauer und weiß wie ich schlechte Leistungen einzuordnen habe.

  • DZ hinterlässt mich sprachlos mit dem letzten Satz in der BZ.



    Edit: Im Kurier ist das ja noch schlimmer..

    Vielleicht hat sich Zingler im letzten Absatz (BZ) ja auch auf die Spielertypen bezogen, die es nicht geben wird.

    Und der Kurier hat das ganze ja eh nur zusammengefasst und vielleicht falsch interpretiert.

  • Man kann Fußball also nur weiterentwickeln, in dem man unnötige Risiken eingeht und einem Resultate egal sind.

    Ach Du meine Nase. :rofl: :rofl: :rofl:

    SIcher nicht das einzige Beispiel, hatte in diesem Bezug schon einmal Atletico Madrid angesprochen die den Plan attraktiver zu spielen auch wieder aufgegeben haben aber das aktuellste....


    Zitat Quelle Wikipedia


    "Die Entwicklung unter Sandro Wagner beim FC Augsburg war kurz und scheiterte: Er wurde im Dezember 2025 nach einem schwachen Saisonstart (10 Punkte in 12 Spielen) entlassen, da die erhoffte offensive Spielidee und Entwicklung ausblieben, stattdessen gab es viele Niederlagen und eine schwache Defensive, was zu seinem Aus führte, auch wenn er selbst die Zeit für nötig hielt.

    Hintergrund:

    Verpflichtung: Wagner übernahm den Cheftrainerposten zur Saison 2025/26 als Nachfolger von Jess Thorup, unterschrieb bis 2028 und sollte aktiveren Fußball bringen.Erwartung: Der FC Augsburg wollte mit Wagner einen selbstbewussten, neuen Weg gehen, der von Pressing und schnellem Umschalten geprägt sein sollte.

    Scheitern und Entlassung:

    Ergebnisse: Die Bilanz war negativ: 10 Punkte aus 12 Spielen (3 Siege, 1 Unentschieden, 8 Niederlagen), was den Verein in Abstiegsnähe brachte.Entwicklungsprobleme: Trotz der klaren Spielidee (ähnlich der "RB-Schule") blieben die erhoffte spielerische Entwicklung und klare Strukturen aus, die Mannschaft wirkte oft überfordert.Entlassung: Im Dezember 2025 trennten sich der FCA und Wagner einvernehmlich, da die Ergebnisse und die erhoffte Weiterentwicklung fehlten, und Manuel Baum übernahm vorerst."


    Zitat Ende


    In Erinnerung an die im WKll gefallenen Spieler vom FC Viktoria Schneidemühl u.a. mein Großvater Paul Dumke

    Einmal editiert, zuletzt von Wendenschlosser ()

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  • Es ist wie mit Vielem aktuell. Es gibt nur noch schwarz oder weiß. Ich spare es mir hier jetzt mit Rücksicht auf die Beitragslänge alle Gegenbeispiele aufzuführen und Trainer und Vereine zu benennen, die mit einer offensiveren und ansehnlicheren Philosophie des Fußballspielens teilweise lange Jahre (teilweise sogar sehr) erfolgreich waren. Da muss ich auch nicht mal zwangsläufig in die höchste Etage des europäischen Fußballs blicken. Und das solche Veränderungen nicht von gleich auf jetzt funktionieren, bspw. in dem man mal einen neuen Trainer holt, sollte eigentlich jedem verständlich sein.


    Aber auch bei dem Thema gibt es halt nur noch ein Entweder/Oder. Barfuß oder Lackschuh, Sekt oder Selter, Triumph oder Untergang.

    Das Gute ist, wenn das so gesagt wurde, dann weiß man jetzt zumindest Bescheid.


    Hätten wir uns in den letzten Jahrzehnten nicht fußballerisch auch immer mal wieder weiterentwickelt, wir würden jetzt noch Oberliga oder darunter spielen.

    Diese Aussage, falls so getroffen!?, wäre für mich das pure Zeichen eintretender Stagnation. Und als Fußballer wäre eine solche Aussage aus sportlicher Sicht sogar eine Bankrott-Erklärung für mich.

  • Das Risiko was Zingler benannte ist doch nicht von der Hand zu weisen und ich stimme ihm auch zu, dass man dafür auch das Spielerpotenzial benötigt, dass um so weiter oben mitzuspielen auch um so teurer in der Anschaffung und Haltung wird.

    Wie hier schon geschrieben, mit dieser Art von Fußball nicht schön eben mehr kämpferisch an der AF den ich seit 76 so als DNA empfunden habe sind wir bis in die Champions League gekommen.

    Was ich finde, er hätte es nicht so grundsätzlich abbügeln sollen sehe es eher als eine jetzt mögliche Zustandsbeschreibung.

    In Erinnerung an die im WKll gefallenen Spieler vom FC Viktoria Schneidemühl u.a. mein Großvater Paul Dumke

  • Naja, also ich habe mir angewöhnt nicht jedes Wort in solchen Medienrunden auf die Goldwaage zu legen. Die Kernaussage für mich ist: an erster Stelle steht erfolgreich zu sein, ob das nun immer ansehnlich ist oder nicht ist eher zweitrangig. Es ist ja nun mal Fakt das wir nicht Hoffenheim, Wolfsburg oder Leipzig sind wo mal plötzlich 100 Mio vom Himmel fallen um sich entsprechende Spieler zu holen nur weil man plötzlich und sofort eine andere, schönere Spielphilosophie etablieren will. Ich denke auch Dirk hat nichts gegen "schöneren Fußball", nur ist das eine sehr lange Entwicklung und vor allem dürfen wir dabei nicht unsere Stärken, die mannschaftliche Geschlossenheit, das kämpfen und das Eklige aufgeben. Also nicht immer das gesagte bewerten sondern die Taten, und da sind wir glaube auf einem guten Weg.

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  • Man könnte auch annehmen das Dirk als Negativbeispiele Vereine wie Hertha oder HSV ( unter Tim Walter ) im Hinterkopf hatte. Die als Maxime techn guten Angriffsfussball ausgegeben haben und damit abgeschmiert sind. Für mich heißt seine Botschaft : ,,Erfolg Zuerst"

  • Wenn es das Geld anderer ist, kann man immer schöne Reden halten und forferungen stellen.


    Wie hier schon gesagt wurde hat Union nicht das Geld um ein Ensemble zusammen zu stellen und es ist ja gut wenn man nun aus den Fehlern der CL Saison gelernt hat.

    Das genannte Augsburg / Wagner Beispiel passt sehr gut.

  • Das Risiko was Zingler benannte ist doch nicht von der Hand zu weisen und ich stimme ihm auch zu, dass man dafür auch das Spielerpotenzial benötigt, dass um so weiter oben mitzuspielen auch um so teurer in der Anschaffung und Haltung wird.

    Wie hier schon geschrieben, mit dieser Art von Fußball nicht schön eben mehr kämpferisch an der AF den ich seit 76 so als DNA empfunden habe sind wir bis in die Champions League gekommen.

    Was ich finde, er hätte es nicht so grundsätzlich abbügeln sollen sehe es eher als eine jetzt mögliche Zustandsbeschreibung.

    Es geht hier um die Aussage (wie gesagt - falls sie so artikuliert wurde) dass es eine fußballerische Weiterentwicklung bei Union nicht geben wird und jeder der diese "verlangt" (???) rausfliegt.


    Machmal sollte man sich daran erinnern, was Kinder dazu bewegt mit dem Fußballspielen (und mit Sport im Allgemeinen) anzufangen. Nämlich die Grundmotivation Spaß und Freude am Spiel zu empfinden und zu merken, dass man mit einem bestimmten (Trainings-)Aufwand und unter Beibehaltung dieser Grundmotivation in seinem Sport besser werden kann. Diese Grundmotivation wird ihnen oftmals dann Stück für Stück "abtrainiert" und ersetzt durch angebliche "Zwänge". Diesbezüglich habe ich selbst die unterschiedlichsten Trainer erlebt und kann mit Fug und Recht behaupten, dass ich am meisten von den Trainern gelernt habe, die diese Grundmotivation des Fußballspielens und des Sports als Erwachsene nicht vergessen haben und sie nicht auf dem Altar ökonomischer oder sonstiger Zwänge geopfert haben. Das hat letztendlich etwas mit Grundeinstellungen zu tun.


    Und es ist ja eine Farce so zu tun, als gäbe es nun massig Leute, die einfordern würden, man solle bei Union um des "schönen" Fußballs wegen von jetzt auf gleich naiv in sein Verderben rennen und dabei völlig irrsinnige Risiken in Kauf nehmen. Nein, natürlich muss ich im Fußball immer schauen, welche Möglichkeiten ich aktuell habe und welche "Spielerqualität" mir dabei zur Verfügung steht. Und natürlich muss man sich auch darüber klar sein, dass Entwicklungen einer Mannschaft nicht von heute auf morgen ablaufen, sondern diese Prozesse über große Zeiträume erfolgen. Und wie gesagt, dass wird auch nicht ein einzelner Trainer schaffen. Schon gar nicht, wenn die fußballerische Grundphilosophie des Gesamtvereins einer solchen Entwicklung entgegensteht, sprich diese gar nicht gewollt ist. Und diesen Eindruck müsste man bei einer solchen Aussage ja dann leider gewinnen.


    Man redet halt aneinander vorbei. Das bemerkt man dann an solch untergeschobenen Behauptungen wie "die Kritiker erwarten Zauberfußball". An der Stelle zeigt man eigentlich bereits, dass ein ehrlicher Austausch über eine "fußballerische Entwicklung" der Mannschaft und darüber ob es nicht vielleicht doch möglich ist die Attribute "erfolgreich" und "ansehnlich" im Fußball vereinen zu können, schlichtweg nicht gewollt ist. Für mich heißt das, wir opfern an der Stelle also jegliche Zukunftsvision (wo wollen wir uns fußballerich hinentwickeln - welchem Ziel folgen wir da), für einen geglaubt notwendigen sportlichen Status-Quo im Sinne ökonomischer Zwänge, der im Prinzip nur etwas Erreichtes mit allen Mitteln (seien sie auch fußballerisch noch so unansehnlich) verteidigen soll. Das hat dann aber in der Tat und zumindest nach meinem Verständnis absolut nichts mehr mit "Fußball" bzw. "Sport" zu tun. Von daher fände ich diese Aussage persönlich äußerst traurig.

  • Das einzige was ich aber nicht an der Aussage vom Präsi verstehe ist dann die Verpflichtung von Steffen Baumgart (gut, vielleicht aus der Not und der Möglichkeit heraus).

    Um so bemerkenswerter wie es dann geschafft wurde, ihn hier so einzunorden.

    Alles ist im Fluss.


    Gut möglich, dass sich Perspektiven, Ansichten, Überzeugungen geändert haben...vielleicht auch Bewertungen von Prozessen, Veränderungen, und damit einhergehende Anpassungen der Strategie, und nicht der Ziele.



  • Werden wir früher oder später nicht fußballerisch, spielerische was verändern, landen wir irgendwann im Niemandsland der deutschen Fußballigen.

    Zingler möchte, laut Zeitung wohlgemerkt, keine Veränderung des Spielsystems, heißt, das Spieler zu bekommen, immer schwieriger wird, da diese sich, in ihrer Laufbahn verbessern wollen, so sollte es jedenfalls sein.

    Man sieht es doch am Beispiel von England, lang nach vorne und dann hilft das Glück, wurde dort auch aufgegeben, weil man weit hinter der Weltspitze gelandet ist.

    Das wir niemals Zauberfußball ala Weltklasse in der AF sehen, sollte jeden klar sein, doch aus einer guten soliden Abwehr ein Umkehrspiel, das ohne ein zwei kurz, einmal Lang auskommt, sollte und muss drin sein.

    „Sie haben Geld für Kriege. Aber sie können die Armen nicht ernähren.“

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  • Es ist durchaus legitim, eine Situation, Lage oder Strategie mit deutlichen Worten zu beschreiben.


    Aber davon mal abgesehen, sollte auch beachtet werden, dass es sich bei dem Artikel offensichtlich nur um Auszüge eines Gespräches handelt, bei dem die jeweilige konkrete Frage fehlt, und vermutlich auch die Antworten nur teilweise wiedergegeben wurden.


    Von daher ist der Artikel als eher tendenziös einzuordnen!

  • Was mich auch grübeln lässt, wenn auch etwas themenübergreifend: Gilt diese Philosophie auch für die Frauen-Mannschaft? Da ist ja in großen Teilen, wenn ich mich nicht irre, das Spielsystem der Männermannschaft übernommen worden mit dem 3-5-2 und dem eher simplen Konzept, obwohl gerade in dem Bereich mehr oder minder freie Entfaltungsmöglichkeiten zur Verfügung stünden.


    Am Ende des Tages fordert hier glaub ich niemand ernsthaft Zauberfussball. Das sollte DZ auch wissen. Es kann aber auch nicht der Anspruch sein - und der wird mittelfristig zu 100% in die Hose gehen - sich im 7./8. Jahr Bundesliga von Aufsteigern das Spiel diktieren zu lassen und zu hoffen, das vorne mal durch Standards einer reinfällt. Vor zwei Jahren sind wir so denkbar knapp von der Schippe gesprungen. Letzte Saison hatten wir eine Phase, in der das Team überperformt hat. Das haben wir - rein punktetechnisch - dieses Jahr auch bereits mMn. Sich darauf zu verlassen, dass das immer irgendwie gut geht und dabei von oberster Stelle aus diese NOTWENDIGE fussballerische Entwicklung zu blockieren, finde ich fatal.


    Wozu scouten wir denn dann im Jugendbereich Spieler wie Linus Günther oder Nunio Ahrens und werben sie zum Teil ab, wenn wir weiterhin nur bolzen und kämpfen wollen. Mal ganz davon abgesehen, dass solche Talente sich künftig dann sicher auch überlegen werden, ob der Standort Berlin die hoffentlich eintretende Zukunft als Profi in der 1. Männer wettmacht. Same für die Frauen - da werden doch auch nicht nur Holzhackerinnen verpflichtet, ganz im Gegenteil.


    So richtig komme ich da auf keinen grünen Zweig mit den Äußerungen.

    Glück ist, wenn einer auf den Ball spuckt und der Gegner dann den Elfer an die Latte setzt (DZ).

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