Netzathleten

Fahr Bus und Bahn - aber nicht S-Bahn

  • Wenn man nicht aktiv dafür sorgt, dass die Fahrt mit dem Auto in der Stadt unattraktiver wird, kann man sich das ganze sparen.

    Im Friedrichshain und Mitte wird die "rote Welle" ja schon seit Jahren erfolglos praktiziert.

    Das hat mit freier Marktwirtschaft wohl eher wenig zu tun.

    Eher mit einem !Vierjahresplan".

    Interessant finde ich auch immer, dass genau die Leute, welche so für die Verkehrsberuhigung im Stadtinneren sind, sich später darüber aufregen, dass alles teurer wird.

    Und wer den Zusammenhang nicht erkennt, kann sich bei den Linken oder den Grünen bewerben und ist dort in guter Gesellschaft.

    Uns geht es doch gut. Besser als dem Rest der Welt. Wo haben wir denn Probleme im vergleich zum Teil der restlichen Welt?

    Wenn Du jeden morgen in die Fresse kriegst, sagst Du dann auch mir geht es gut, in anderen Ländern gibt es morgens und abends in die Fresse?

  • Darum!


    @ Xanten Was hat es mit dem "Einheitsarbeitsbeginn" 6.50 Uhr auf sich?

    Bitte um etwas Nachhilfe in DDR-Kunde.

    Diesen Einheitsarbeitsbeginn hat es nie gegeben.

    Es gab in der DDR richtigerweise offiziell keinen einheitlichen Arbeitsbeginn https://www.forum-ddr-grenze.d…96f128-Arbeitsbeginn.html

    Aber die Großbetriebe hatten einen, wenn man die Normalschicht betrachtet. In kleineren Betrieben oder PGHs(Produktionsgenossenschaften, für die Wessis unter Euch), Handwerk, den Ministerien und VVB , mag es anders ausgesehen haben. Und diese Arbeitszeiten galten für Angestellte und Arbeiter in Normalschicht, mit wenigen betriebsbedingten Ausnahmen.

    Wer um 6:30 Uhr am Bahnhof Oberschweineöde mit der Strassenbahn zu einem der 6 oder 7 Großbetrieben wollte, musste echt kampferprobt sein. (Ich bin immer lieber über die Treskowbrücke gelaufen) Ab 7:00Uhr, so man mal zu spät kam, hätte man Liegeplätze in der Strassenbahn belegen können. Und außerdem kam die zweite Hälfte der Werktätigen aus Köpenick, also aus der anderen Richtung. Und da waren die Bahnen auch rappelvoll.

    Die Arbeitszeiten waren übrigens in Lichtenberg, wo ich lernte, ebenso.

    Beruflich hatte ich auch mit vielen VEBs in der Zone zu tun (z.B. Waggonbau Halle-Ammendorf) auch die hatten diese Anfangs- und Endzeiten.

    Und wer mal den phantastischen Film "Sinfonie der Großstadt" gesehen hat, konnte die unfassbaren Menschenmassen aus den ÖPNV-Zügen in den 20zigern strömen sehen.

    Irgendwie ging es anscheinend doch.

    UNVEU

    „Vierter zu werden, ist wie vögeln, ohne zu kommen!!!” Das Zitat bleibt bis zum nächsten Aufstieg! MM, übernehmen Sie!
    Torsten Mattuschka - Fußballgott

  • Geht ja auch kaum anders! Höchstens um 1 oder 2 Stunden verschoben, aber der Rhytmus, wo jeder mit muss, bleibt gleich.

    UNVEU

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    Torsten Mattuschka - Fußballgott

  • Xanten49

    Könntest du uns vielleicht noch mitteilen, von welchen Jahren und Jahrzehnten du hier sprichst? Ich gebe freimütig zu, über die Zeiten des Arbeitsbeginns in Berliner Großbetrieben vor 1980 nicht allzu gut im Bilde zu sein. Spätestens ab diesem Jahre allerdings hatte ich ständig mit Menschen zu tun, die in eben diesen Betrieben um 6 Uhr ihre Arbeit aufnahmen. Selbst begann ich meine Lehre 1982 bei der Reichsbahn und hatte Arbeitsbeginn 6 Uhr. 1987 wechselte ich ins KWO - wohl eindeutig ein Großbetrieb. Dort begann ich ebenfalls um 6 Uhr mit meiner Arbeit, hätte aber auch um 6:30 Uhr beginnen können. In einer Holzbude in Bötzow bei Oranienburg, wo ich im Rahmen eines Amnestieeinsatzes im selben Jahr gearbeitet habe (Amnestie 1987 - die Gefangenen waren raus und stellten keinen Kabeltrommeln mehr her, sodaß normale Arbeiter zeitweise übernehmen mußten) war sogar schon um 5:40 Uhr Arbeitsbeginn.

    Noch eine andere Frage: Wo lag eigentlich der Bahnhof Oberschweineöde? Der Bahnhof Schöneweide lag und liegt jedenfalls in Niederschöneweide. Daß du die dritte Richtung, aus der die Arbeiter diese Großbetriebe ansteuerten vergessen hast - ich meine die Richtung aus Karlshorst - sei nur am Rande erwähnt...

  • Xanten49

    Könntest du uns vielleicht noch mitteilen, von welchen Jahren und Jahrzehnten du hier sprichst? Ich gebe freimütig zu, über die Zeiten des Arbeitsbeginns in Berliner Großbetrieben vor 1980 nicht allzu gut im Bilde zu sein. Spätestens ab diesem Jahre allerdings hatte ich ständig mit Menschen zu tun, die in eben diesen Betrieben um 6 Uhr ihre Arbeit aufnahmen. Selbst begann ich meine Lehre 1982 bei der Reichsbahn und hatte Arbeitsbeginn 6 Uhr. 1987 wechselte ich ins KWO - wohl eindeutig ein Großbetrieb. Dort begann ich ebenfalls um 6 Uhr mit meiner Arbeit, hätte aber auch um 6:30 Uhr beginnen können. In einer Holzbude in Bötzow bei Oranienburg, wo ich im Rahmen eines Amnestieeinsatzes im selben Jahr gearbeitet habe (Amnestie 1987 - die Gefangenen waren raus und stellten keinen Kabeltrommeln mehr her, sodaß normale Arbeiter zeitweise übernehmen mußten) war sogar schon um 5:40 Uhr Arbeitsbeginn.

    Noch eine andere Frage: Wo lag eigentlich der Bahnhof Oberschweineöde? Der Bahnhof Schöneweide lag und liegt jedenfalls in Niederschöneweide. Daß du die dritte Richtung, aus der die Arbeiter diese Großbetriebe ansteuerten vergessen hast - ich meine die Richtung aus Karlshorst - sei nur am Rande erwähnt...

    Also, ich rede von der Zeit in Lichtenberg (Wälzlagerwerk) ab 1966 und für die Zeit in, Entschudigung8o, Oberschöneweide ab 1973, als ich im Studium dort Praktikum im TRO machte und ab 1974 bis 1996 dann dort angestellt war. Diese Arbeitszeit hielt sich bis zur Einführung der Gleitzeit in der AEG-TRO Anfang der 1990er Jahre, als wir als BR(ich auch) das endlich einführen konnten.

    Vorher hat sich die Verkehrssituation durch Einfluß der Treuhand schon merklich deutlich entspannt:evil:

    Es gab in den Großbetrieben natürlich immer Ausnahmen, z. B. haben 2 meiner Kollegen, die im Sommer in ihren Lauben ;)lebten, ne inoffizielle Regelung von 5:50 - 15:15 Uhr zu arbeiten, um den Sommer besser nutzen zu können.

    Mir war das eindeutig zu früh!

    Und die Karlshorster habe ich deshalb vergessen, da von dort nur unser Gruppenleiter kam, der aber täglich mit seinem Lada vorfuhr. Er musste aber häufig nach EP- oder Länderspielen pusten, weshalb er als Nicht-Fußballfan uns Fussballer immer beschimpfte, dass er für uns wieder zur Alkoholprobe gebeten wurde, während wir manchmal (z. B. nach Werder - Dieda 5:0:D) mit unserem Restalkohol noch mehrere Andere hätten glücklick machen können.

    Aber wir fuhren ja ÖPNV!

    Da fällt mir noch ein: ab Mitte der 80ziger fuhr ich, aus H`dorf kommend, nach Teilfertigstellung der UB-Linie nach Hönow mit der Bahn über Tierpark und dann Strassenbahn, also auch über Karlshorst. Hatte ich fast verdrängt, da ab1990 andere Verkehrsmittel ne Rolle spielten (Fahrgemeinschaft).

    UNVEU

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