Netzathleten

Die Mauer muß weg, 23 Jahre danach

  • Ich tausche ein paar Löcher in der Mauer gern gegen neue Wohnungen und Investoren, die die Grundstücke schließlich teuer bezahlt haben. So funktioniert Stadt nun einmal! Die Bauherren dort haben einen gesetzlichen Anspruch, was soll man da groß demonstrieren? Und wer kann eigentlich Freitag ab 09.00 Uhr dort antanzen??? Party-Volk und Politiker im Wahlkampf fallen mir ein - Anwohner gibt es ja dort (noch) nicht...

  • Wieso jetzt die Aufregung? Anscheinend bestand von Seiten des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg kein großes Interesse dem Investor ein Ersatzgrundstück anzubieten. Was will man auch schon vom verantwortlichen Bezirksbürgermeister Franz Schulz (Grüne) erwarten, der lieber zu Lasten des Steuerzahlers gerne seine Klientel pflegt und hegt, und sich damit gerne profiliert


    Aus meiner Sicht ist die EastSideGallery nur noch eine Art Disneyland für Touris - nicht mehr und nicht weniger. Mit der eigentlichen Berliner Mauer hat dieses Disneyland nur wenig zu tun


  • Aus meiner Sicht ist die EastSideGallery nur noch eine Art Disneyland für Touris - nicht mehr und nicht weniger. Mit der eigentlichen Berliner Mauer hat dieses Disneyland nur wenig zu tun


    Das ging mir auch so durch den Kopf. Bin lange genug an dieser Drecksmauer vor dem Mauerfall lang gefahren.


  • Wieso jetzt die Aufregung? Anscheinend bestand von Seiten des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg kein großes Interesse dem Investor ein Ersatzgrundstück anzubieten. Was will man auch schon vom verantwortlichen Bezirksbürgermeister Franz Schulz (Grüne) erwarten, der lieber zu Lasten des Steuerzahlers gerne seine Klientel pflegt und hegt, und sich damit gerne profiliert


    Aus meiner Sicht ist die EastSideGallery nur noch eine Art Disneyland für Touris - nicht mehr und nicht weniger. Mit der eigentlichen Berliner Mauer hat dieses Disneyland nur wenig zu tun

    Ist nicht ganz F-K ein Abenteuerspielplatz für Touris? Wird deswegen die Simon-Dach-Straße versetzt oder der Ostbahnhof zugemacht? :nixweiss:


    Ich finds scheixxe, dass da Leute ohne schlechtes Gewissen Geschichte zerstören...macht den ganzen Bezirk nur noch unsympathischer für mich :thumbdown: Dass der Investor da aufgrund seines finanziellen Eigennutzes, kulturelle und historische "Zeitzeugen" einfach mal so verhunzt/versetzt/zerstört soll ihm ein schlechtes Karma geben, auf dass er in seinen nächsten Leben als Wurm/Kakerlake/Klappspaten wiedergeboren wird. Und oben drauf gibts ein Fabian-Schönheim-Gedächtnis-Hinrotzer von mir *pfui*

  • ich finds schlichtweg ne Schweinerei! Korruption geht vor Denkmalschutz.

    In erster Linie steht dieser Teil der Mauer immer noch für das was es war, ein Menschenrecht verachtendes Bauwerk.
    Das dort mit Pinsel und Farbe gearbeitet werden durfte macht diese Machwerk einer Diktatur für mich auch nicht schöner. Janz heiß bin ick ja auf den "Bruderkuss"!
    Weg mit dem Dreck, das hätte schon vor 23 Jahren der Fall sein müssen.


    Wer geil auf Mauerreste ist kann sich ja an der Berauer Straße oder am Checkpoint eine Nase voll Geschichte holen.

    Auf meinem Grabstein soll stehen :
    "Guck nicht so doof, ich läge jetzt auch lieber am Strand!

  • Facebook meldet, der Abriss wurde vorerst gestoppt. Gut so!


    @ Nachschuss. Mein Bengel wird mir dereinst kein Wort glauben wenn die doofe Geschichtslehrerin irgendetwas von einer Mauer erzählt - gleich emotional seelenlos wie die Story vom König Hamurapi damals im ollen Zweistromland.
    So aber konnte ich dem Kronsohn die ECHTE tatsächliche Mauer zeigen und erzählen, hier war früher Schluss.
    Und dies nicht mittenmang 100er grinsender Japaner mit Fotoapparaten und gelangweilten Schülergruppen die es einen Dreck interessiert wenn alberne, als Vopos und Stalin verkleidete Vollhonks am Checkpoint Charlie rumhopfen und die USA-Fahne schwenken...

  • Ich war da mal mit der jungerwachsenen Tochter einer Kollegin (aus dem Münsterland) und habe selbst erlebt, wie sie (unentwegt fotografierend) vor sich hinmurmelte... "Cool diese Mauer. Hätte ich nicht gedacht, dass die Kommunisten das Ding anmalen ließen..." Kann also auf ein paar Metern gern weg (bzw. versetzt werden), der "geschichtsträchtige Ort"!

  • ...letzten Link danke ich mal ausdrücklich. Wird doch deutlich, dass zumindest nicht NUR der böse, böse Wohnbauinvestor für seine Bauvorhaben den (teilweisen) Abriss der Hinterlandmauer (mitnichten handelt es sich bei der East Side Gallery um die Mauer an sich!) wünscht, sondern auch Senat und Bezirk wünschen dies so. Um eine im 2. Weltkrieg zerstörte und danach fast vollständig abgerissene Brücke, nun geplant als Fußgänger- und Radfahrerbrücke, wiederzuerrichten. Ich finde: dagegen MUSS (!!!) dringend weiter protestiert werden! Insbesondere von Ströbele und Co.