Netzathleten

Beiträge von RoterWedding

    Bei Deiner Sicht auf das Fußballgott auch sehr verständlich. Ich habe das immer anders interpretiert. Von mir bekommt es jeder, weil ich es immer eher als Sache für's Kollektiv gesehen habe.

    Man kann den Strom, gegen den man sich gern schwimmen sieht, auch selbst herbeistilisieren.


    Erst wird schemenhaft ein Fehlverhalten angedeutet. Dann wird die Kritik an der Andeuterei in Verteidigung des kritisierten Spielers umgemünzt (ich wüsste bislang gar nicht, gegen was man Mees verteidigen sollte), dann inszeniert man sich als Gegendenstromschwimmer und stellt sein Unionersein in gutes Licht... Hat was von Don Quichotte und dessen imaginären Riesen.

    Vielleicht sollten wir mal mit unserer völlig überhöhten Fußballgott-Kultur ins Gericht gehen .... auch gestern wieder war jeder gleich ein solcher. Ich kann dem schon länger nicht mehr folgen ....


    .... weil wir auch jene, die sich diesen Titel in den letzten Jahr(zehnt)en wirklich mit viel Herz & Schmerz erarbeiteten, damit abwerten. Ein Texas, ein Baumgart, ein Bönig, ein Gebbi, ein Okeke, ein Pare, ein Tusche .... verwässern wir doch nicht diese Ehre, als "Fußballgott" AdAF zu gelten!


    Wir haben da unten Angestellte auf dem Rasen, die wir in anderen Klubs Söldner nennen. Manch einer hat auch nach kurzer Zeit erstes Union-Gen in sich, daß ich zB Gike, Trimbo oder Polti nicht abspreche. Dass es auch eine solche "Denke" bei Spielern wie von veritas geschildert gibt, überrascht mich nicht.

    Kann es sein, dass vorrangig Du selbst das Fußballgott überhöhst? Die Geste soll ausdrücken, dass das Stadion eine besondere Bindung zur Mannschaft hat- sich hinter die Jungs stellt.. Auch mit Fußballgott gibt es genügend Raum, besondere Leistungen und Eigenschaften besonders zu honorieren.

    Allgemeine Politikdiskussionen gehören hier noch weniger her, als das Konkrete von mir. Die Behauptungen ums Tempelhofer Feld waren nur so absurd und fernab jeder Faktenlage, dass ich mich nicht zurückhalten konnte. ;)

    Einen Scheiß hat die SPD oder der regierende Bürgermeister da vergeigt. Das vorgelegte Konzept der Teilbebauung mit unterschiedlichen Wohnungskategorien war rund um gut. Es ist genau die ewige Antihaltung, die auch Du hier selbstgefällig vor Dir her trägst, die dafür gesorgt hat, dass damals nicht über Konzepte, sondern gegen den Senat abgestimmt wurde. Schuld waren und sind die Befürworter eines völlig idiotischen und undurchdachten Bürgerbegehrens/Volksentscheids. Das war Populismus in Reinform. Ja, auch von der Linken und den Grünen, die damals verantwortungslose Oppositionspolitik gegen den Senat gemacht haben.

    In welchem Film lebst Du denn? Dass am Tempelhofer Feld nicht gebaut werden darf, haben viele Akteure zu verantworten. Sicher aber nicht die SPD, die damals einen sehr vernünftigen Kompromiss zwischen dem Bedarf an Bauland und Freiraum vorgelegt hat.


    Und dieses ewige Wohnraumgeseier geht auch auf den Sack. Fakt ist, dass Berlin bis heute sehr bezahlbaren Wohnraum in zentralsten Lage bietet. Berlin zählt zu den letzten wirklichen Großstädten, in denen der Mix auch im Stadtzentrum noch passt. Dass die Mietpreise relativ explodiert sind, ist richtig - aber eben den historischen Bedingungen geschuldet. Berlin hatte in den 90er und 00er Jahren halt enorm günstige Wohnungspreise. Absolut sind die Preise aber noch absolut human. Die Politik steuert jetzt - absolut notwendigerweise - dagegen. Das sind genau die Maßnahmen, die in Städten, in denen die Kapitalisierung seit 50 Jahren läuft, versäumt wurden.

    Wozu?

    Hoppla, das ging schnell.


    Na zu der hier besprochenen Thematik.

    Und das meine ich ernst.

    1. Die Dämonisierung der Immobilienbranche, die von einigen vorangetrieben wird, finde ich unvernünftig und unsachlich. Trotzdem finde ich die Versuche der Politik, den Markt zu regulieren, richtig.


    2. Weil ich keine generelle Abneigung gegen Immobilienunternehmen habe, sehe ich unseren Sponsor auch nicht generell als unpassend an.


    3. Im Einzelfall kann ich zu dem Geschäftsgebaren des Unternehmens zu wenig sagen, um mir ein Urteil in schwarz oder weiß zu erlauben.


    4. Kritisch sehe ich die Sache mit dem Firmensitz.


    5. Grundsätzlich habe ich das Gefühl, dass an den Maßstäben einiger Vertreter einer extrem (ablehnenden) Meinung so gut wie jeder Sponsor, der sein Geld "auf dem bzw. einem Markt" verdient, scheitern würde. Fraglich, ob es mit den Maßstäben überhaupt vereinbar sein kann, einem Fußballverein die Treue zu halten.


    6. Ich halte es für mutig bis riskant, im aktuellen Meinungsklima einen Sponsoringvertrag mit einem Immobilienunternehmen zu unterzeichnen.


    7. Ich halte Zingler und Co für klug genug, sich das in 6 angesprochene Risiko ganz gut vergüten zu lassen.

    Wen interessiert das Geseier irgendwelcher Wutbürger? Holm muss man nicht mögen. In Sachen Wohnen- und Stadtentwicklung zählt er aber eben zu den regelmäßigen Ansprechpartnern der Medien in Berlin.

    Hilde Benjamin war ja auch mal eine ausgewiesene Expertin in Sachen Strafprozessen.....

    Aber dann doch eher eine Birne im Vergleich zum Apfel Holm. ;)

    Bin ja mal gespannt, ob die Presse den Gegenwind hier zu Herrn Holm auch mal thematisiert...

    Wen interessiert das Geseier irgendwelcher Wutbürger? Holm muss man nicht mögen. In Sachen Wohnen- und Stadtentwicklung zählt er aber eben zu den regelmäßigen Ansprechpartnern der Medien in Berlin.

    Du solltest Dir schon die Mühe machen, die Artikel, die Du verlinkst, zu lesen. Die Studie geht nämlich auch auf Leugner des Klimawandels ein.


    Da es kaum einen seriösen Forscher gibt, der zum "Weiter-so" aufruft, macht es weiterhin Sinn, dass sich jeder Teil der Gesellschaft damit auseinander setzt, wie er umweltfreundlicher agieren kann. Auch der Fußball.


    Ich frage mich ohnehin seit geraumer Zeit, gegen welche Windmühlen und mit welchem Interesse ihr hier Eure Propagandashow abzieht. Niemand hier würde das Thema adressieren, wenn ihr es nicht immer wieder mit Vehemenz ins Forum tragen würdet. Man meint manchmal, manche hätten im Leben sonst keine Resonanzräume...


    So viel übrigens zu "alte Kamellen", auf die sich hier bezogen wird. Der Blog "Kalte Sonne", insbesondere seine Autoren, haben sich vor 7 Jahren bereits kräftig blamiert:


    https://www.zeit.de/wissen/umw…lt-kritik/komplettansicht

    Um Einstellung geht es bei der Einordnung eines Forschungsstandes nicht. Einstellungsfrage ist, was man daraus macht. In dem Kontext begrüße ich den Impuls von Rettig.


    Man kann sich natürlich auch dazu entscheiden, aus den wissenschaftlichen Erkenntnissen und aus dem auch subjektiv Erfahrbaren keine Handlungsmaxime abzuleiten. Legitime Einstellung, aber nicht meine.

    Ihr könnt die wissenschaftlichen Erkenntnisse ignorieren, die Fakten beiseite schieben und noch so viele Unwahrheiten verbreiten. Den Klimawandel stoppt das nicht. Und auch nicht den gesellschaftlichen Wandel. Das Eis wird dünn für die Leugner. :)


    cartman56

    wassermann


    Das Geseier ist bekannt, die zusammenkopierten Thesen älter als der älteste Käse - und dutzendfach wiederlegt:


    https://www.klimafakten.de/beh…limaforschung-verlassen-0

    Da kann man Dich beruhigen. Die internationale Wissenschaft sagt disziplinübergreifend: Wir müssen handeln, um eine dramatische Veränderung des Weltklimas zu verändern. Es gibt in der Wissenschaft selten größere Einstimmigkeit.


    Insofern ist es gut, dass auch der Fußball sich überlegt, wie er seinen Teil dazu beisteuert.

    Also zum Thema nachhaltiger Profifußball, soweit möglich im Einklang mit der Umwelt, habe ich bisher wenig gelesen.


    Mich würde durchaus interessieren, warum Debatten um


    ...weniger Plastik, insbesondere Einweg

    ...Solarzellen auf den Stadiondächern

    ...eine Erweiterung des Catering-angebots um fleischfreie Alternativen

    ...nachhaltiger produzierte Fanartikel

    ...mehr Reisen der Teams per Bahn

    ...eine bessere öffentliche Verkehrsanbindung der Stadien

    ...


    gleich dazu führen, dass Nazikeulen herbeifantasiert, Menschen diffamiert (zu viel Sonne, Thunfisch...) und unsachlich argumentiert wird.


    Letztlich fordern doch fast alle ein Minus an Kommerzialisierung im Fußballsport. Allein ein Zurückfahren der Fanartikelproduktion auf ein früheres Maß, ergo keine Begegnungsschals und Trikots für jede Nichtigkeit, vielleicht mal ein Trikotdesign über zwei Saisons etc. würde was bewegen.

    Ist in meinen Augen eine Frage der Nachhaltigkeit. Ich hielte es für richtig, zu signalisieren, dass wir ein Verein sind, bei dem sportliche Leistung mit Vertrauen honoriert wird. Die Truppe, die wir jetzt haben, identifiziert sich jedenfalls mit Verein und einander. Dieses Gefüge kann in einem ersten Bundesligajahr sehr wichtig werden, wenn die Ergebnisse mal nicht mehr so stimmen.


    Das schließt punktuelle Verstärkungen durch ein bis zwei Spieler mit Erstligaformat ja nicht aus. Ich fürchte allerdings, wir müssen uns auch gut strecken, um den Kader beisammen zu halten.