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Beiträge von konzepttrainer

    Deinem Text stimme ich ansonsten zu, aber wieso (... )"lasssen sie sich vor die Karre spannen?"


    Sie handeln doch wohl bewusst und eigenständig und nicht im Auftrag von jemand anderem - sie verfolgen damit schlicht und einfach knallhart ihre eigenen wirtschaftlichen und wirtschaftspolitischen Interessen und die kontroversen Befindlichkeiten in unserem Verein , bei vielen unserer Fans und Mitglieder, scheinen ihnen dabei eher egal zu sein - abgesehen davon, dass es natürlich die positive "Imagepflege" negativ tangiert - aber im Zweifel hat das Primat eben doch die Ökonomie und weniger der gesellschaftliche Ausgleich der Interessen . Das sagt nun leider einiges aus und wird den Konflikt und diese Diskussion eher weiter verschärfen. Zur Akzeptanz ihrer Aufwertung zum Hauptsponsor wird das jedenfalls nicht beitragen; eher im Gegenteil.

    Weil sie ohne großen Druck vorangehen und dies nicht viel schwerer betroffenen Unternehmen überlassen, der Prozess wird sicherlich bis in die letzte Instanz gehen und zig andere Marktbegleiter schauen zu und warten auf die letzte Entscheidung, ohne selbst etwas dafür zu tun. Das nenne ich „vor die Karre spannen lassen“ und zumindest unsensibel und unnötig im Zusammenhang mit dem Sponsoring bei Union.

    Die Redensart impliziert oft auch eine weitere „Person“, die den Prozess bewusst steuert und ausnutzt, dass meinte ich hier nicht, sondern die vorauseilende Hast, die anderen zu Gute kommt und Aroundtown nmM mehr selbst belastet als später zu Gute kommt, da es eben nur einen Bruchteil ihres Portfolios betrifft.

    Ich möchte allerdings ergänzen und teilweise korrigieren, dass die Interessen der Partnerfirma bzw. von ihrer Genese her Vorgängerfirma "Grand City Properties" hier entscheidend mit hineinspielen und mitzuberücksichtigen sind - die Angaben über die Beteiligungsquote von Aroundtown an GCP schwanken etwas, liegen aber ca. um die 38%. Und GCP hat meines Wissen ein reines (oder nahezu ausschliessliches ) Wohnimmobilienportfolio. GCP hat natürklich Angst, dass der Mietendeckel, sollte er denn juristisch bestehen, bundesweit oder bundesländerübergreifend Schule machen könnte.

    Diese beiden Unternehmen sind schon eng verknüpft, dass darf man bei der Interessenanalyse nicht unter den Tisch fallen lassen, zumal GCP ursprünglich von Aroundtown abgespalten wurde.

    finde ich es schade, dass die sich jetzt so vor die Karre spannen lassen.

    Deinem Text stimme ich ansonsten zu, aber wieso (... )"lasssen sie sich vor die Karre spannen?"


    Sie handeln doch wohl bewusst und eigenständig und nicht im Auftrag von jemand anderem - sie verfolgen damit schlicht und einfach knallhart ihre eigenen wirtschaftlichen und wirtschaftspolitischen Interessen und die kontroversen Befindlichkeiten in unserem Verein , bei vielen unserer Fans und Mitglieder, scheinen ihnen dabei eher egal zu sein - abgesehen davon, dass es natürlich die positive "Imagepflege" negativ tangiert - aber im Zweifel hat das Primat eben doch die Ökonomie und weniger der gesellschaftliche Ausgleich der Interessen . Das sagt nun leider einiges aus und wird den Konflikt und diese Diskussion eher weiter verschärfen. Zur Akzeptanz ihrer Aufwertung zum Hauptsponsor wird das jedenfalls nicht beitragen; eher im Gegenteil.

    Aroundtowns Geschäftszweck ist politisch / religiös.

    So ein Unfug, wie Du hier eklektizistisch Argumente verdrehst. Wer lesen und verstehen kann, ist klar im Vorteil. Es ging um unseren Verein, nicht um Aroundtown... Wer hat das bitte behauptet? Ich habe nur vollständig einen Absatz aus unserer Satzung zitiert.


    Zu meiner eigentlichen Argumentation fällt Dir anscheinend keine fundierte Erwiderung ein. Entschuldige bitte, aber wie Du hier diese Diskussion abzuwürgen versuchst, ist m.E. tendentiell propagandistisch und unakzeptabel. Was ist denn bitteschön hier Deine Agenda ? Hast Du gerade Aroundtown-Aktien erworben oder was soll das? (Ja, das war jetzt auch polemisch, Entschuldigung).

    Noch in Ergänzung zu meinem obigen Text #4334 möchte ich Abschnitt I., §2, Abs. 2 unserer Vereinssatzung zitieren:


    "Zweck des Vereins ist die Pflege und Förderung des Sports mit allen unmittelbar und mittelbar damit im Zusammenhang stehenden Aufgaben. Der Verein ist politisch und religiös neutral. Er ist in seinem Handeln demokratischen und humanistischen Grundwerten verpflichtet."


    (Hervorhebung von mir, kt)



    Dies gilt selbstverständlich auch für gesellschaftlich relevante Konfliktfelder, wie den Bereich "Wohnen / bezahlbare Mieten" . Dieses Neutralitätsgebot ist ein hohes vereinspolitisches Gut.

    Das Problem an den Fragen, aber auch den vorherigen inhaltlichen Ausführungen des "GvK" sehe ich darin, dass er immer wieder den größeren sozialen Kontext außer acht lässt und die Dinge rein "ökonomistisch" zu betrachten scheint.


    Ich antworte mal mit den Worten Dirk Zinglers:

    Zitat Dirk Zingler (dieses und die weiteren Zitate aus dem Interview mit der Berliner Zeitung)


    (Frage) Markus Lotter: "Sie haben ja (...) zu verstehen gegeben: "Wir verändern uns nicht!"


    Dirk Zingler:

    (...) "Damit meine ich: Uns, die Menschen in der Organisation (...)

    Wir müssen die Orientierung geben. (...) Eine kluge Organisation achtet aber auf seine Gemeinschaft um sich herum. Sonst wird sie keinen Erfolg haben. (...)

    Wenn sich die Menschen um uns herum hinter dem Fussballverein vereinen, ist das okay, aber wenn sie uns politisch instrumentalisieren wollen, grenzen wir uns ab ".


    Zitatauszug Ende (Hervorhebungen von mir, kt)



    Und jetzt genau kommt mein Vorwurf: Was macht denn der Mensch Andrew Wallis, den unser Verein lt. Dirk Zingler als Sponsor und Partner schätzen gelernt hat, anderes als de facto, uns , den 1.FC Union Berlin gerade jetzt - in dieser aktuellen mieten- und wohnraummässig brisanten politischen und sozialen Situation und Gemengelage - für seine unternehmerischen Interessen bzw. die seines (seiner) Unternehmen politisch zu intrumentralisieren?


    Er versucht dies m.E. , indem er versucht, an unserem positiven Bild in der Öffentlichkeit teilzuhaben und mit diesem identifiziert zu werden (Imagetransfer!) . Für mich ist das eine politische Instrumentalisierung im Rahmen der wirtschaftlichen Interessen Aroundtowns und von Grand City Properties, vor der wir uns doch eigentlich laut Dirk Zingler "abgrenzen" wollen.


    Zingler selbst sagt später weiter, "Wir nehmen die gesellschaftlichen Verwerfungen im Bereich des sozialen Wohnraums hier in Berlin wahr" (...)


    Wenn Zingler vorher sagt, "Wir müssen die Orientierung geben", finde ich das zumindest im Hinblick auf das spätere Thema "Hauptsponsor"/Immobilien/ Wohnraum in Berlin"

    schwierig. Ich benötige als Fan und Mitglied in dieser Frage keine "Orientierung", sondern bilde mir lieber meine - übrigens durchaus komplexe - eigene Meinung.


    Die schon zitierten Sätze, Dirk Zinglers, "Eine kluge Organisation achtet aber auf seine Gemeinschaft um sich herum. Sonst wird sie keinen Erfolg haben", denen ich zustimme, signalisiert doch, dass sich der Verein von einer wichtigen gesellschaftlichen Frage wie dem bezahlbaren Wohnraum in Berlin nicht abgekoppelt betrachten kann und betrachtet, wenn er die Gesamtheit aller Mitglieder mit als Gemeinschaft um sich herum definiert.


    Ich sehe in dieser Argumentation schon bestimmte Widersprüche oder zumindest Zielkonflikte. Und nochmal: Unser Verein sollte sich hier nicht (gewollt oder ungewollt) einseitig gesellschaftspolitisch positionieren, sondern neutral bleiben und zwar auch dann, wenn , man über die Jahre eine gewisse - und übrigens durchaus verständliche und nachvollziehbare - Loyalität zu diesem Sponsor (und seinen handelnden Personen) entwickelt hat.


    Und die Frage nach dem etwaigen Versuch einer der politschen Instrumentalisierung darf auch im Hinblick auf die Menschen rund um Aroundtown herum gestellt werden, nicht nur auf alle anderen Menschen rund um den Verein herum. Wir befinden uns hier keineswegs in einem gesellschaftlich neutralen Raum. Unser Verein positioniert sich de facto mit der Beförderung Aroundtowns zum Hauptsponsor hierzu , ob er das nun so einschätzt oder nicht und ob er will oder nicht.

    @GvK Vielleicht machst Du es ja auch unbewusst, unbeabsichtigt, könnte sein, das räume ich gerne ein - denk mal ausnahmsweise darüber nach, ob ich nicht recht haben könnte. Deine provozierenden Fragen sind sprachliche Handlungen und ich nehme sie halt ernst. Oder hast Du die oben kritisierte Frage nur einfach unreflektiert in den Raum geworfen?


    Wenn ich etwas dazu schreiben möchte, werde ich das tun - aber zum Thema. Ich schulde Dir hierzu keine privaten Erläuterungen.

    Ich durfte Deinen sehr speziellen Diskussionsstil schon in der vergangenen Woche kennenlernen. Erst wolltest Du ein belastbares Argument. Als Du es es nach diversen Erläuterungen nicht mehr widerlegen und auch nicht mehr als sog. "emotionales" Argument dissen konntest (es ging um das Thema "Image" und gegenseitiger "Imagetransfer"), wolltest Du weitere Argumente. Das ist doch hier nicht Dein privater sokratischer und sophistischer Argumentationszirkus. Da schliesse ich mich den obigen Ausführungen von moppi gerne an , der versucht nämlich auch zusammenzuführen und das finde ich gut.

    @GvK Hier ist gar nichts merkwürdig, allenfalls Deine eigene Dauerschleife. Ich wollte nur andere Diskutanten hier vor Deiner Falle warnen, denn die könnte einem leicht entgehen.

    Du spaltest, versuch doch auch mal, zusammenzuführen, wie es z.B. Sonny gemacht hat, indem er die Gegenargumente in seine Argumentation eingebunden hat.

    Gern auch an dich nochmal die schon oft gestellte, aber hier noch nie beantwortet Frage: Welcher konkrete Vorwurf ist an Aroundtown zu richten?

    Ich halte diese Art und Weise Deiner Frageeinwürfe hier nach dem Motto "Wer fragt , der führt" für unredlich. Du weisst genau, dass die von Dir geforderten "konkreten Vorwürfe" sogar juristisch relevant werden könnten - und das gegen die juristische Macht eines MDAX-Unternehmens.


    Dies in dieser Form hier provozieren zu wollen oder derartige Fallen zu stellen, kommt Dir zwar schlau vor, finde ich aber für diese Diskussion kontraproduktiv und aus dem o.g. Grund wirklich problematisch. Hör auf, hier weiter auf diese subtile Art und Weise zu zündeln.

    Sonny Wir sind da vom Denken her gar nicht so weit auseinander, wie es scheint. Mir gefällt Deine differenzierende Art der Argumentation jedenfalls besser, als das gelegentliche Gebashe hier in diesem - und in anderen Threads .... Es gibt ja hier zum Glück nun doch auch eine Reihe von Unionern und Usern, die die Dinge nicht nur schwarz oder weiss betrachten, sondern auch die Vielzahl der Graustufen erkennen, bildlich gesprochen.


    Der Dialog über solche Themen ist wichtig und wir müssen uns hier nicht über alle Dinge einig sein. Der gegenseitige Respekt vor Gegenpositionen - zumindest vor einigermaßen gut begründeten und reflektierten - aber ist wichtig und mir gerade auch in diesem Forum manchmal zu wenig ausgeprägt, speziell wenn es um auch politisch-sozial bedeutsame - und manchmal leider eben auch (so oder so) instrumentalisierbare - Themen geht.

    Weissensee Ich kann das "auch" gerne noch für Dich wegeditieren.... war jetzt tatsächlich auch nicht so gemeint, das wäre Hybris und die liegt mir fern. ;)


    (Das "auch" hatte ich eher als Füllwort benutzt; konnte aber anscheinend so mißverstanden werden... )


    p.s. Ich editiere ja eh gern, also danke für den in der Sache berechtigten (!) Hinweis


    p.p.s. Mann, hier muss man ja wirklich jedes einzelne Wort wägen! ^^

    Der Thread zerfasert sich gerade etwas.


    gneko Dein Spekulieren darüber, hier sei jetzt Ruhe eingekehrt aufgrund des Zingler-Interviews , halte ich für eine erstaunliche Fehlinterpretation.


    Wer das kritisch sieht , wiederholt doch nicht die bereits ausführlich erläuterten Argumente wöchentlich, täglich oder stündlich neu, nur weil sich jetzt Dirk Zingler dazu geäussert hat - sprich aufgrund eines von beiden Seiten her gesehen gelungenen Interviews (mit) der Berliner Zeitung.


    Derartige Wiederholungsschleifen fände ich ohnehin eher sinnfrei, langweilig und zudem wenig zielführend.

    Argumente zur Sache sind doch nicht nur deshalb weniger stichhaltig, weil sie nicht permanent wiederholt werden...


    Der Präsi hat seine Gründe genannt und erläutert; das war wichtig und zumindest hilfreich für das Verständnis seiner Perspektive auf die Sache - gut finden muss man die Entscheidung deshalb trotzdem nicht.

    Ich denke, die Gegenargumente wurden vom Präsidium und der Vereinsführung sehr wohl zur Kenntnis und ernst genommen und fliessen (hoffentlich) - in welcher Form auch immer - in zukünftige Entscheidungen mit ein.

    Mich würde auch interessieren, wie es sich mit seinem Gehalt beim neuen Vertrag entwickelt hat, ob dieser zum Beispiel mehr leistungs- und einsatzbezogene Anteile erhalten hat - aber das dürften wir wohl eher nicht erfahren können, sofern wir uns nicht als Hacker betätigen ;)...