Beiträge von Der Geist von Kienbaum

    Leider nicht. Kleine, aber feine Union-Gruppe in Helsinki. Da es Finnen sind streng genommen keine Exiler. Aber das bist du streng genommen ja auch nicht. Ein Exiler ist man ja streng genommen nur, wenn man von Berlin aus nach Finnland oder Holland hingezogen ist. Außerdem gibt es da meines Wissens jemand in Peru...

    Worte im Mund umgedreht hab ich nicht, sondern nur deine eigenen Worte einfach unkommentiert wiederholt.


    Wichtiger als die Bewertung des Kandidaten Rahaus ist mir allerdings der zweite Teil meines gleichen Beitrages zur Kontrolle des Aufsichtsrates.

    Offenbar war diese Angabe verwirrend. Die Sponsoringeinnahmen waren insgesamt 27 Mio., nicht der Sponsoring-Zuwachs war 27 (so habe ich das "+" verstanden). Damit ist die nachfolgende Diskussion um 17 Mio. Mehreinnahmen im Sponsoring obsolet.


    Solche Missverständnisse ließen sich leicht vermeiden, wenn Union selbst die (ohnehin wenigen) Zahlen veröffentlichen würde.

    Real-Satire....umso öfter ich mir das ansehe, umso mehr amüsiert es mich:daumen::rofl:

    Manche Leute merken, wenn irgendwas nicht stimmen kann; und wenn es die eigenen Annahmen sind.

    Andere halten es für Realsatire, wenn irgendwo 1 + 1 nicht 2 ergibt.

    So ist es halt. 8)

    ziemlich dubios ... arrogant und größenwahnsinnig.

    ...

    unter eurer Würde?

    ... alles deine Worte.

    dass unsere Vereinsführung das genauso sieht und mit der "Liste Koch" ohne ihn zur Wahl angetreten ist.

    ... genau diesen Punkt sehe ich anders. Der Aufsichtsrat soll das Präsidium kontrollieren. Kann diese Kontrolle optimal sein, wenn das Präsidium kontrolliert, wer im Aufsichtsrat sitzt?

    Ich meine mich zu erinnern. Ich empfand es damals als weltfremden, aber doch interessanten Beitrag zu einem Thema, wo damals Stillstand herrschte. Eine Meinung, die man nicht teilen musste (die meisten Unioner auch nicht teilen), aber ein Beitrag zum Thema. Ideenwettstreit. Das ist Demokratie; wenn jeder seine Ideen vorstellen darf. Ist das schon "Größenwahn", wenn eine Idee nicht mehrheitsfähig ist?

    Aus den bisher dargestellten Informationen kann ich gleichwohl keinen Beweis für "Größenwahn" erkennen.

    Zumal für mich offen ist, ob er wirklich ernsthaft das Amt ausüben wollte. Es hat keinen Sinn, in so einem Gremium zu agieren, wenn dich alle anderen Aufsichtsräte als Fremdkörper betrachten und so schnell wie möglich loswerden wollen.

    Wenn es jedoch sein Ziel war, Friktionen und Suboptimalitäten im Verein herauszukristallisieren, dann ist ihm dies gelungen. Man könnte auch sagen, der Verein ist ihm auf den Leim gegangen.

    Ente : "User wie Ente" ist nicht abwertend gemeint sondern bezieht sich darauf, dass ich Argumente wie Selbstdarsteller (von anderen) oder größenwahnsinnig schon mehrfach gelesen oder gehört habe.


    Zur Person Rahaus kann ich wenig sagen und zu seinen vorgebrachten Argumenten nichts. Wenn er auf der MV nicht überzeugt hat - was er als Medienprofi eigentlich können sollte - dann ist es völlig OK ihn nicht zu wählen (kleine Einschränkung: seine persönliche Qualifikation stand aber wohl gar nicht zur Abstimmung, wenn meine Informationen stimmen).


    Am Ende sollte es m.E. primär bei der Besetzung von Aufsichtsratsmandaten (in allen Unternehmen und Vereinen) um die Kompetenz und Qualifikation eines Kandidaten gehen. Verschwiegenheit, langjähriges Mitglied sein, Identifikation mit unseren Werten u.ä. sind auch sehr wichtig, stehen für mich erst an zweiter oder dritter Stelle. Hinter der fachlichen Eignung.


    Die Unterscheidung in Unternehmen versus Verein halte ich für nicht wesentlich. Die meisten Empfehlungen, wie Unternehmen "gut" zu führen sind, lassen sich vergleichsweise einfach auf Vereine übertragen (natürlich nicht alle, und natürlich nicht 1:1). Die Lektüre scheint mir trotzdem lohnenswert - einmal abgesehen davon, dass mir keine Bücher über "gute Vereinsführung" bekannt sind, die zweifellos noch besser auf Union passen würden. Solche Bücher helfen natürlich nie, um eine Situation 1:1 zu adaptieren. Dafür sind solche Bücher aber auch nicht gedacht. Sondern als Ideengeber für (mögliche) Lösungen im eigenen Umfeld. Das Buch "Der Fürst" von Machiavelli über Politik und Macht wird heute noch oft gelesen, obwohl es 500 Jahre alt ist und seine Empfehlungen natürlich im heutigen Umfeld keinesfalls 1:1 handhabbar sind.

    Ich glaube, diesen Teil übersehen User wie Ente völlig.


    Unabhängige Leute, die kandidieren, wollen vielleicht gar wirklich nicht in den Aufsichtsrat. Aber sie sehen, dass die bisherige Praxis hochriskant ist und sie wollen im Kern andere Mitglieder aufrütteln, damit die bisherige Praxis - die sich langfristig als hochriskant und falsch erweisen wird - durch eine bessere ersetzt wird. Man beachte: Nicht Personen sollen ersetzt werden, sondern Vorgehensweisen verändert.


    Was jedoch kommt bei manchen an? Dauerquerulanten, Selbstdarsteller, größenwahnsinnig... Irgend ein Vorwurf passt immer. Kandidiert jemand, ist er Selbstdarsteller. Kandidiert jemand nicht, ist er feige und engagiert sich nicht.


    Ich empfehle denjenigen, sich mal mit Empfehlungen für "gute Unternehmensführung" zu beschäftigen. Gibt gute Bücher zum Thema, mit denen man die kommenden, fußballfreien Wochen angenehm überbrücken kann.

    Jemand kandidiert. Wenn er nicht geeignet ist, dann wird er auf der MV nicht gewählt. Ich halte das für ein grunddemokratisches Vorgehen.


    Der Aufsichtsrat ist ein Kontrollgremium.

    Die FUMA ist eine Abteilung des Vereins. Formal gesehen wird die FUMA vom Präsidenten kontrolliert.


    Beide Gremien haben also eine völlig unterschiedliche Ausrichtung. Ich würde es für grundfalsch halten, dass jemand vor der Kandidatur zum Aufsichtsrat erstmal X-Jahre in der FUMA aktiv gewesen sein muss. (waren die beiden im Frühjahr neu kooptierten Aufsichtsräte übrigens auch nicht). Ob jemand geeignet ist für den Aufsichtsrat sollte man - sollte auch das Präsidium - völlig unvoreingenommen beurteilen, und nicht danach, ob mir dessen Nase oder dessen Länge der Vereins- oder FUMA-Mitgliedschaft gefallen. Der Aufsichtsrat soll ein Kontroll-Gremium sein. Kein Gute-Freunde-Gremium.


    Durch die Vorgehensweise (Block-Wahl) bei uns entsteht der Eindruck, das Präsidium nimmt Einfluss darauf, wie der Aufsichtsrat zusammengesetzt ist. Die meisten hier stören sich nicht daran. Wer sich jedoch mit "Guter Unternehmensführung" auskennt, dem fröstelt es dabei eher.

    Sponsoring +27.000.000

    Offenbar war diese Angabe verwirrend. Die Sponsoringeinnahmen waren insgesamt 27 Mio., nicht der Sponsoring-Zuwachs war 27 (so habe ich das "+" verstanden). Damit ist die nachfolgende Diskussion um 17 Mio. Mehreinnahmen im Sponsoring obsolet.


    Solche Missverständnisse ließen sich leicht vermeiden, wenn Union selbst die (ohnehin wenigen) Zahlen veröffentlichen würde.

    Der Kandidat wird auch begeistert sein, hat offensichtlich Verdienste, denn er wurde ja vorgeschlagen, wird aber von der Mehrheit abgewatscht.

    Natürlich sollten Ehrenmitglieder nicht gewählt werden (genau wie ihnen die Ehrenmitgliedschaft auch nicht durch Mehrheitswahl wieder entzogen werden sollte), sondern bestimmt. Das regeln laut Satzung Ehrenrat und Präsidium und das ist auch sinnvoll so (selbst wenn es nicht in der Satzung stehen würde).


    Ein Beispiel hat Ente genannt.

    Etwas schmunzeln musste ich doch darüber. Denn was ist schöner: Von einer Mehrheit abgewatscht zu werden (was immerhin demokratisch ist; dann war man der Mehrheit eben nicht gut genug) oder ohne Abstimmung über die eigenen Kandidatur vom Präsidium ausgetrickst zu werden? Inzwischen ist nun auch klar, warum die auf der vorigen MV gestellte Frage "Würde es das Präsidium begrüßen, wenn sich unabhängige Kandidaten, die nicht aus dem engsten Umfeld kommen, zur Wahl als Aufsichtsrat des Vereins stellen würden?" nie beantwortet wurde.

    Mir ging es auch primär darum, dass das Argument, allein eine Präsenz-MV sei im Interesse der Mitglieder, offenbar nicht haltbar ist.

    Rund 1.500 bei der Präsenzveranstaltung, über 300 allein hier, wo nur bruchstückhaft und völlig unangekündigt einzelne Informationen verbreitet wurden (Danke, Pfiffikus). Zur Abstimmung dann vielleicht noch 1.000 (?) vor Ort.

    Wie will man mit diesen Zahlen rechtfertigen, dass virtuelle MVs uninteressant sind?

    war spontan von mir und auch nicht geplant. Bin da so reingerutscht in die Berichterstattung

    Dann an der Stelle auch nochmal persönlichen Dank.

    Ganz sicher gibt es solche Prämien und sie dürften für uns auch sehr wichtig sein.


    Aber von den Dimensionen her passt es nicht. Aroundtown zahlte vorige Saison geschätzte 2,5 Mio. (Quelle Statista). Das ist vermutlich das Fixum ohne Erfolgsboni geschätzt. Lass die Boni 200% (!!!) des Fixums sein, dann reden wir über 5 Mio. von Aroundtown, die erklärbar wären. 200% Bonus halte ich bereits für eine zu hohe Schätzung.


    Außerdem müsste man dann im Quartalsbericht von Aroundtown zum 30.06. einen extremen Anstieg von deren Marketingausgaben sehen. Aroundtowns administrative Kosten (die noch mehr umfassen als das Marketing) sind im Quartal zum 30.06. um 2,5 Mio. gestiegen, was etwas mehr als die Inflationsrate war und jedenfalls deutlich kleiner als 5 Mio. absolut ist.


    Wenn unser damaliger Hauptsponsor Aroundtown 5 Mio. der zusätzlichen Sponsorenboni erklären kann (vermutlich ist das viel zu hoch geschätzt aus o.g. Gründen) - ist es realistisch, dass alle anderen Sponsoren dann zusammen 12 Mio. geschultert haben (bzw. noch deutlich mehr, wenn Aroundtowns Bonus kleiner war)? Unsere Nebensponsoren wie Berl. Pilsener sind in der Europa-League (im Gegensatz zum Hauptsponsor) gar nicht im TV präsent.

    Euroleague-Einnahmen können es eigentlich nicht sein, denn wir reden hier ja vom Bilanzstichtag 30.06.2022. UEFA-Zahlungen für die Saison 2022/23 dürften erst danach geflossen sein.

    zusätzliche Pokal- Zuschauereinnahmen wären unter Zuschauereinnahmen verbucht worden.

    zusätzliche Pokal-Fernseheinnahmen wären unter Fernseheinnahmen verbucht worden.


    Bei den Sponsorengeldern hatten wir 2020/21 einen "Rückstand" gegenüber der Planung von rund 2 Mio. Selbst wenn dieser Effekt diesmal genau entgegengesetzt und auch noch doppelt so groß gewesen sein sollte, dann sprechen wir über ein Volumen von 4 Mio., was keinesfalls die gesamten 17 Mio. erklärt.

    "Das sind Unioner" - das ist genau der Kritikpunkt daran.


    Also diesmal keine Stuttgarter.🥱😴

    Da du ja gestern auf der Mitgliederversammlung alles aufmerksam verfolgt hast und betriebswirtschaftlich einen hochkompetenten Eindruck machst, kannst du die Frage sicher ganz einfach beantworten, wodurch wir innerhalb von 6 Monaten 17 Mio. ungeplante Sponsoren- und Vermarktungserlöse vereinnahmen konnten.

    "Das sind Unioner" - das ist genau der Kritikpunkt daran.

    Es ist nicht die Aufgabe eines WP, ein möglichst netter Freund des Geprüften zu sein. Und schon gar nicht, damit auch noch öffentlich zu kokettieren.


    Wie gesagt: Bringe ein einziges Beispiel eines anderen Erstligisten, wo sich die Vertragsparteien auf so eine Konstruktion eingelassen haben. Ist z.B. bdp unser Sponsor? Nö - sind sie nicht. Vermutlich mit voller Absicht, möglicherweise obwohl sie Union genauso mögen wie die von Aritma.