Beiträge von igelmania1969

    Also, MAU, wir haben doch etwas wesentliches aus der Fischer-Ära bewahrt, nämlich die gleiche Grundidee Fussball zu arbeiten. Nur haben wir Ryersson, Andrich, Prömel oder Schlotte nie nachhaltig ersetzt. Mit der aktuellen Mannschaft sind wir punktemässig und tabellarisch genau da, wo wir hingehören, alles andere ist Träumerei.

    Und die Forderung nach langfristiger Planung ist ja nett, nur im Tagesgeschäft Fußball illusorisch.

    Im Vergleich zum Heidenheim Spiel war das eine deutliche Steigerung. Endlich mal nicht nur lang und unpräzise nach vorn gekloppt, sondern auch kombiniert. Aber Baumes Einschätzung, dass hierfür Woo besser passen würde als Ilic, war falsch.


    Es wird sich noch einige Spiele lang zusammenrappeln müssen, ein passendes Verhältnis von defensiver Stabilität und zunehmender spielerischer Gestaltung zu finden.

    Ehrlich gesagt kann ich das mantraartig vorgetragene Bestreben nach sportlicher Entwicklung nicht ganz nachvollziehen. Das einzig objektiv Messbare bei unserem permanenten Wettbewerb mit 17 anderen Bundesligisten, die sich ja (bis auf die Bayern) auch alle jedes Jahr tabellarisch verbessern wollen, ist doch am Ende des Tages die Punktausbeute und die daraus resultierende Platzierung in der Abschlusstabelle. Dabei ist letztlich die Herangehensweise völlig egal, es zählt am Ende des Tages der faktische Erfolg. Wenn du mit einer stark defensiven Grundausrichtung 56 Punkte geholt hast, oder mit Hurra-Fußball nur 28 Punkte, geht die eine Mannschaft mit ästhetisch weniger ansprechendem Ansatz in die Conferenceleague, die andere in die 2. Liga.


    Problematisch wird es, wenn der selbst gewählte Ansatz nicht mehr funktioniert, man also nicht mehr hinreichend punktet. Bei Leistungen wie gegen St. Pauli oder Heidenheim zuletzt, wäre, wenn dies zukünftig den Standard darstellen würde, der Abstieg unvermeidbar. Um dies zu verhindern, müssen wir uns aber nicht spielerisch immer weiter und weiter entwickeln (wohin eigentlich?), sondern vielmehr unser vorhandenes Potenzial abrufen,

    sprich: fehlender spielerischer Raffinesse taktische Disziplin und mannschaftliche Geschlossenheit entgegensetzen, was uns in den letzten Jahren wiederholt in internationale Wettbewerbe katapultiert hat.


    Um nicht missverstanden zu werden: Eine erstligataugliche Passgenauigkeit setze ich grundsätzlich voraus. Das hat aus meiner Sicht auch nichts mit spielerischer Entwicklung hin zu "ästhetischerem Fußball" zu tun! Aktuell hapert es aber gerade an den grundlegenden Dingen ("basics") besorgniserregend. Das muss sich dringend ändern, sonst steht ein Klassenwechsel bevor.

    Ja, momentan nicht wegzudenken, was unser Problem insgesamt sehr gut beschreibt.

    Die Mannschaft stellt sich weitgehend von allein auf, allenfalls hier und da mal der immer gleiche Tausch (Rothe - Köhn oder Burke - Skarke). Damit auch die immer gleiche "Spiel"führung. Wir machen nur da Ausnahmen, wo wir uns ohnehin unterlegen sehen und daher wenig zu verlieren haben.


    Das blöde ist, dass auch ich grundsätzlich feste Korsettstangen und eingespielte Abläufe favorisiere. Bei mir wären Köhn und Kemlein z.B. aktuell gesetzt, aber dann bleibt wenig Personal für ganz vorn. Ilic und Ansah müssen spielen und zugleich weiss man, dass sie dabei die ärmsten Säue sind (schaut mal auf deren Mimik).


    Bitte immer wieder Burcu und Bogdanov ein paar Minuten geben, dass macht auch im Kopf frisch.

    Ich versuche gerade - ziemlich erfolglos - ein Schönreden damit, dass wir zweimal echt beschissen gespielt haben, in beiden Spielen allenfalls je ein Unentschieden verdient hätten, und trotzdem drei Punkte bekommen haben.

    Aber, auch gegen den HSV schwach, gegen Freiburg schwach, gegen Bremen nicht gut, man kann schon ins Grübeln kommen.

    In Wolfsburg punkten wäre immens wichtig, Pokal ist nur Folklore und massiv unrealistisch.

    selbst in Bielefeld ist es suboptimal:

    nach Spielschluss zwanzig Minuten einmal ums Stadion nebst Wohnbebauung rum, um mit der Tram zum kostenlosen Parkhaus zu fahren, in dem man dann aber auch locker 60 Minuten steht, bevor man ausfahren kann.

    Noch heftiger in Stuttgart (Parkhaus am Stadion) oder versuch doch mal, zeitnah dem Parkplatz am Borussiapark zu entfliehen, da stehst Du gern 90 Minuten und mehr.

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