Netzathleten
  • habe da mal eine frage:
    der frühere, mittlerweile schon verstorbene, ddr kaberettist edgar külow hatte ja in dem buch "Stadion-Partisanen" ziemlich fest behauptet, dass es rund um ein ddr oberliga(relegations?)spiel von union bei chemie leipzig (leider erwähnte er nicht genau welches spiel, man kann sich das aber wohl denken) auch einen toten auf seiten unions gegeben haben soll. siehe foto.
    hatte ich bislang noch nie von niemanden gehört. stimmt das etwa oder hat der mann das sich so nur ausgedacht?

  • Es gab einen Toten im Leutzscher Holz. Das war allerdings Anfang der 90er, und es traf einen ***er. Von toten Unionfans in den 80er Jahren ist damaligen Union-Verantwortlichen - hab mal nachgefragt - nichts bekannt. Was nicht heißen muß, daß doch so etwas geschah. Geheime Archive wissen vielleicht mehr. Böse geknallt hats ja vorallem beim Rele-Spiel und bei dem Pokalspiel, als wir deren Heimblock besetzt hatten.

  • Auswärts bei Stahl Brandenburg ist mal ein Bauer aus unserer Straßenbahn geflüchtet, ist panisch über die Straße gerannt ohne zu schauen und wurde von einem Auto erfasst.
    Bei Chemie Leipzig ist mal eine Biffze gestorben (M.Polley) wurde von einem VoPo erschossen. Obwohl es bei Union gegen Chemie ziemlich oft gescheppert hat, ist mir von einem toten Unioner in Leutzsch nichts bekannt.

  • M.Polley starb aber nach der Wende.
    Das, was der Ritter meinte, war wohl 1984


    richtig. und das spiel, bei dem mike polley starb, war ja dann auch schon beim fc sachsen leipzig. (kurz) nach der ddr.


    aber interessant, dass es einige wohl auch gehört/gelesen haben, andere aber im zusammenhang mit einem spiel von union in leipzig eben nicht.

  • Ich weiß auch nix von nem Toten in Leipzig!


    Es gab auch mal Gerüchte, dass es hier Tote gegeben haben soll:


    "Im Gegensatz zu dem Untersuchungsbericht der HA IX weisen andere Berichte darauf hin, dass es Tote gegeben haben soll. Ein "Stimmungsbericht" der HA I Abteilung MfNV an die Abt.
    IAK-Information, Auswertung und Kontrolle, gibt die Meinung eines
    Leutnants der MPGS- Militärpolitische Hochschule folgendermaßen wieder
    "die Ereignisse am Alex" stimmten "nicht mit Informationen von der
    Politabteilung der MPHS" überein. "Es hätte Ausschreitungen gegeben, bei
    denen auch Tote zu beklagen sind, sowohl bei den Jugendlichen, als auch
    bei der Polizei. … " (Quelle: BStU, MfS HA I Nr. 19110)."



  • Thread gerade erst entdeckt. Waren raue Zeiten damals.


    Da ich bei beiden Away-Spielen 1984 in Leutzsch war, erlebte ich nach dem Reli-Spiel auch die Steinwürfe von Leutzschern....wir strömten Richtung Bahnhof....Leutzscher mit Zaunlatten, sah aus Entfernung aber auch einzelne Unioner die Zaunlatten abrissen und Richtung Leutzscher sind......dann Polizeikette..


    Aber schon 1981 in Schkopau, griffen HFCer einzelne Unioner sogar mit Messer an. Neue Qualität damals....


    Nach einer saftigen Niederlage in K-M-Stadt (entweder das 5:0, Sep. 1982 oder das 4:0, Aug. 83), da fuhr der Zug nach dem Spiel aus K-M-Stadt mit einer Stunde Verspätung ab. Immer wieder lief Polizei durch den Zug und suchte einen Unioner mit langen blonden
    Haaren, welcher mit Messer wohl auf einen Chemnitzer eingestochen haben soll.....


    Schlimm war es auch nach dem Pokalendspiel Lok Leipzig-Rostock 1987. Stoßtrupps Berliner Hools (***er und Unioner zusammen!) machten Jagd auf Lok-Fans. Ich sah allein 2 bewegungslose Lokfans (einer auf der Straße, einer über solchem Betonpapierkorb liegend), die mit Blaulicht abtransportiert wurden......


    In den Zeitungen dazu – Schweigen im Walde. Ob die oft schwer Verletzten immer überlebt haben, wer weiß das schon?

  • Ich meinte wer es weis. In einigen Akten dürfte dazu einiges stehen und ich meine damit die Stasi.


    Die haben alles aufgeschrieben, es wird noch gefunden.

    Es ist besser für etwas gehasst zu werden, was man ist. Als für etwas geliebt zuwerden, was man nicht ist.

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